El Salvador

Veröffentlicht am 2021-10-22 In Leben im Bündnis

Die Ausbildung und Erziehung der missionarischen Jünger, die die Kirche von heute verlangt

EL SALVADOR, Pater José Luis Correa / Red •

Die Pfarrei Divino Niño in San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador, hat der Schönstatt-Bewegung vor Jahren ihre Türen geöffnet. Im Jahr 2016 wurde dort die erste Gruppe der Madrugadores des Landes gegründet, die sich am ersten und dritten Samstag im Monat um 6:00 Uhr in der Pfarrkirche trifft, mit Unterstützung und unter der klugen Leitung von Pfarrer Edwin Henríquez. Von dieser Pfarrei aus macht sich jeden 18. eine Gruppe von 40 Missionaren auf den Weg, um die Pilgernde Gottesmutter in die Häuser in San Salvador zu bringen. Es ist ein Ort der Begegnungen, Bündnisse und Verpflichtungen. Am 18. Oktober wurde in dieser Pfarrkirche nun ein großes Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt angebracht. —

San Salvador

In seiner Predigt sagte Pfr. José Luis Correa, dass es sich nicht um eine weitere Marienweihe handele, und bot den Gläubigen eine Definition von Schönstatts Sein und Tun in drei Zeilen an: „Was uns am meisten am Herzen liegt, ist die Ausbildung und Erziehung von missionarischen Jüngern, die die Kirche von heute für die Umgestaltung der Welt verlangt, um so zur Schaffung der Kultur der Begegnung beizutragen, zu der Papst Franziskus aufruft und die Bündniskultur innerhalb der Kirche (Stichwort Apostolischer Weltverband) und der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik, in der Kunst, der Bildung, dem Sport und der Unterhaltung ist.“

Noch ein Detail: Wenige Tage vor der Anbringung des Bildes der Gottesmutter wurde ein Video ausgestrahlt, um auf die neuen Vorschriften im Zusammenhang mit der Pandemie hinzuweisen. Und die Gottesmutter von Schönstatt war dabei … inmitten ihres Volkes, inmitten seiner Sorgen, Freuden und Mühen.

San Salvador

Die Gegenwart und das Wirken der Jungfrau Maria in die Häuser, Schulen, Krankenhäuser usw. bringen

Wir geben die Predigt von Pater José Luis Correa in deutscher Übersetzung wieder:

Heute feiern wir den Evangelisten Lukas, der uns im so genannten „Kindheitsevangelium“ am meisten über das Leben der Jungfrau Maria und ihres Sohnes, des Jesuskindes, des Patrons unserer Pfarrei, berichtet.

In den ersten Kapiteln dieses Evangeliums erzählt Lukas das Geheimnis der Verkündigung und der Heimsuchung.

Zwei Momente, die in direktem Zusammenhang mit der Weihe des Bildes der Gottesmutter von Schönstatt in dieser Pfarrei stehen, die ihre Türen weit geöffnet hat, wofür wir ihrem Pfarrer, PFr. Edwin, und seinen Vorgängern dankbar sind.

Die Bilder der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, vom großen Bild, der Auxiliar, bis zu den kleineren, setzen sich dafür ein, die Gegenwart und das Wirken der Gottesmutter in die Häuser, Schulen, Krankenhäuser usw. zu bringen. Sie ist der große Missionar, sie wird Wunder bewirken. Vor allem eine innere Veränderung, eine Veränderung der Einstellung, eine Veränderung der Mentalität.

Durch die Weihe an die Jungfrau von Schönstatt, durch das „Liebesbündnis“ mit ihr, der Logik der Liebe folgend, wollen wir uns mit all unserer kindlichen Zuneigung von Herzen an sie binden. Sie ist unsere Mutter, die uns aufnimmt und uns unter ihrem Schutz beherbergt!

Aber wir wollen und müssen auch eine Beziehung zu ihr, unserer Erzieherin im Glauben, aufbauen, was unsere Selbsterziehung einschließt. Wir wollen freie, starke und zutiefst übernatürliche Persönlichkeiten werden. Sie ist unsere Lehrerin, die in uns den neuen Menschen in Christus formt. Maria führt uns zur Begegnung mit ihrem Sohn, damit wir ihm immer ähnlicher werden.

Vor 107 Jahren, an einem Tag wie heute, schlug Pater Josef Kentenich in der kleinen Kapelle, die als Werkzeuglager im Schönstatt-Tal in Deutschland diente, einer Gruppe von Jugendlichen etwas wirklich Neues und ebenso Riskantes vor.

Er sagte ihnen, dass er diesen Ort zu einem Wallfahrtsort (d.h. einem Heiligtum) machen und die Jungfrau Maria bitten wolle, ihn in Besitz zu nehmen. Und das ohne etwas Außergewöhnliches, wie eine Erscheinung oder eine Vision; wie sollte das geschehen?

Er sagte ihnen, dass sie einen Einfluss auf den Himmel ausüben können, indem sie ihr Streben nach Heiligkeit im täglichen Leben durch die treue und gewissenhafte Erfüllung der bürgerlichen Pflichten anbieten.

In der Tat hat die Schönstatt-Bewegung bereits drei Selige und mehrere Diener Gottes, die dabei sind, ihr Leben der Heiligkeit, das sie durch unsere Spiritualität und unsere Pädagogik des Glaubens geführt haben, von der Kirche anerkennen zu lassen. Ein praktischer Glaube, der auf die göttliche Vorsehung setzt.

Dieses Gründungsereignis vom 18. Oktober 1914 wird Liebesbündnis mit Maria genannt (die Weiheform, die wir in Schönstatt verwenden), und dieses kleine Michaelskapellchen (so hieß es) ist das Urheiligtum der Schönstattbewegung.

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Für die Umgestaltung der Welt

San SalvadorDie Bewegung ist aus dem entstanden, was dort geschehen ist, und hat an diesem Ort ihre ständige Inspirationsquelle. Hunderttausende von Menschen sind im Laufe dieses Jahrhunderts gepilgert, um auf die Fürsprache der Jungfrau Maria hin die Gegenwart und das Wirken Gottes zu erfahren und die Gnaden zu empfangen, die sie dort schenkt: Beheimatung, innere Wandlung, apostolische Aussendung und Fruchtbarkeit.

Die Schönstatt-Bewegung, zu der das Bild der Gottesmutter, der Jungfrau von Schönstatt, gehört, ist nicht nur eine weitere Andacht oder Marienverehrung. Das, was uns am meisten am Herzen liegt, entspricht der Ausbildung und Erziehung von missionarischen Jüngern, die die Kirche von heute für die Umgestaltung der Welt verlangt, um so zur Schaffung der Kultur der Begegnung beizutragen, zu der Papst Franziskus aufruft und die Bündniskultur innerhalb der Kirche (Stichwort Apostolischer Weltverband) und der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik, in der Kunst, der Bildung, dem Sport und der Unterhaltung ist.

Das wird heute in und von jedem Schönstatt-Heiligtum (den mehr als 200 Nachbildungen des Urheiligtums auf den 5 Kontinenten und bisher nur einem in Mittelamerika) und den Tausenden von „Hausheiligtümern“, „Zimmerheiligtümern“ und „Arbeitsplatzheiligtümern“ erlebt.

Ich bin sicher und hoffe, dass dieser Schritt der offiziellen und feierlichen Anbringung des Bildes der Gottesmutter einen wichtigen Schritt bei der Suche nach einem Ort (Land und Geld) für den Bau des ersehnten und notwendigen Heiligtums der Gottesmutter in El Salvador darstellen wird, so Gott will, mit der aktiven und engagierten Mitarbeit von uns allen.

Dafür gibt es Gruppen in der Bewegung: für Erwachsene gibt es den Zweig der Ehepaare, den Zweig der Frauen und den Zweig der Männer; es gibt Jugendgruppen (Schüler, Studenten und Berufstätige) sowie Madrugadores, Missionare der Pilgernden Gottesmutter und Pilger. Neben diesen Laien nehmen auch Ordensleute und geweihte Männer und Frauen, Diözesanpriester und ständige Diakone, Bischöfe und Kardinäle an der Bewegung teil.

Beten wir ein Gebet von Pater Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung:

„Mutter mit dem Himmelskinde, steig herab auf El Salvadors Fluren, dass es, folgende euren Spuren, dauernd wahren Frieden finde.
Mutter und Kind, in Liebe verbunden, Vaterland, so nur kannst du gesunden.

El Salvador

Original: Spanisch, 20.10.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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