cruces consagratorias

Veröffentlicht am 2021-08-22 In Leben im Bündnis

Weihekreuze für das neue Schönstatt-Heiligtum in Santa Cruz de la Sierra

BOLIVIEN, Roberto Henestrosa •

Die Geschichte der Familie von Santa Cruz de la Sierra ist zutiefst von Hoffnung und Warten geprägt. Nach mehr als 23 Jahren des Wachstums und der Entwicklung wurde die Einweihung des Heiligtums schließlich dreimal verschoben: zuerst durch historische Bürgeraufstände, dann durch die nationalen Wahlen und schließlich durch die Pandemie. —

Wir haben nie die Hoffnung verloren, weil Pater Josef Kentenich uns die Pädagogik des Hörens auf das, was Gott uns durch die Stimmen unserer Seele, unseres Seins und unserer Zeitsituation sagen wollte, hinterlassen hat; wir spürten, dass alles, was geschah, eine Antwort auf unser Heimatland und unsere Sendung war: ein lebendiges Feuer der Hoffnung zu sein.

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In letzter Minute – Einweihung, nicht nur Segen

Heute haben wir einen vierten Termin für den 4. September, und es gibt viele Vorbereitungen in letzter Minute, aber eine davon war eine schöne Überraschung: unser Erzbischof Sergio Gualberti, der bei uns allen sehr beliebt ist, hat uns ohne Vorwarnung gebeten, die „Weihekreuze“ für die Weihezeremonie des Heiligtums bereitzuhalten. Wir hatten uns auf „nur“ auf eine Segnung vorbereitet! Und nun wird es eine Kirchweihe! Mir persönlich jedenfalls war der Unterschied zwischen Segen und Weihe überhaupt nicht klar gewesen, und wir mussten wegen der Weihekreuze auch in aller Eile etwas recherchieren, um der Bitte des Erzbischofs nachzukommen.

Die Renovierung des Bildstocks und was mit dem Holz geschieht

Nebenbei bemerkt: unser Bildstock, zumindest bei seinem Bau der größte weltweit, wurde nach dem Bild der Pilgernden Gottesmutter entworfen, ein Werk, das dem Architekten Gugui Roda von der ersten Familiengruppe aus Santa Cruz, der Gruppe Canaá, anvertraut wurde. In diesem den Pilgern gewidmeten Raum mit einem riesigen Bild der Gottesmutter, die das Kind hochhebt und zu sagen scheint: „Komm in meine Arme“, wurden Holzbalken an der Decke angebracht.

Im Laufe der Zeit wurde der Bildstock renovierungsbedürftig, und verschiedene Gruppen von Ehepaaren haben Mittagessen gekocht, das sie sonntags verkauften, um die notwendigen Mittel für diese Reparaturen aufzubringen.

Das Holz der Kreuze ist nicht einfach irgendein Holz

Die Balken, die entfernt wurden, werden nun zu den Weihekreuzen, die in die Wände des Heiligtums eingelassen werden. Unsere Familiengeschichte ist heute in unserem Heiligtum physisch präsent und heißt jeden Pilger willkommen, der unser „Heimatland“ und unseren Gnadenort besucht. Wir folgen nicht dem Trend der Welt, das Alte zu entsorgen, sondern geben diesen stillen Zeugen unserer Geschichte, die viele Jahre lang die Unbilden der Zeit ertragen haben und wie wir nicht müde wurden zu warten, eine neue Chance und einen neuen Wert.

Original: Spanisch, 22.08.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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