Veröffentlicht am 2020-08-23 In Leben im Bündnis, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Der erste Diözesanpriester mit Liebesbündnis in Nicaragua

NICARAGUA | Adriana Truque und Carlos Manuel Odio •

Donnerstag, 20. August 2020, war ein sehr bewegender Tag für die Schönstatt-Bewegung in Nicaragua, denn Pfr. José Domingo Zambrana schloss in der Pfarrkirche St. Franziskus von Assisi in Managua sein Liebesbündnis als Schönstatt-Diözesanpriester.—

Die Bündnisfeierl wurde über die Plattform von Zoom durchgeführt. Pater José Luis Correa leitete die Feier vom Heiligtum der Familie der Hoffnung in Costa Rica aus und in Nicaragua begleitete ihn seine neue Bündnisgemeinschaft, die ihn in diesem sehr wichtigen Moment virtuell und teilweise auch physisch begleiten wollte und versuchte,  so weit dabei zu sein, wie es die Hygienemaßnahmen aufgrund der Pandemie zulassen.

Ein Pionier

„In einem Kontext, in dem es hier keine Schönstattpriester gibt und auch mit einer Pandemie, die es unmöglich macht, dass unser Berater, Pater José Luis Correa, oder irgendein anderer Schönstattpriester da sein konnte, erfüllt es uns mit Freude und Dankbarkeit, einen Diözesanpriester zu haben, der der Gottesmutter sein Herz öffnet, der die Spiritualität Schönstatts versteht und uns hilft, wichtige Feiern zu gestalten, wie zum Beispiel die Einweihung von 14 Hausheiligtümern, die im nächsten Monat stattfinden soll, um dann die ersten Hausheiligtümer in Nicaragua zu haben“, kommentierte Adriana Truque, mit ihrem Mann Carlos Manuel Odio Koordinatoren von Schönstatt in Nicaragua.

Pater José Luis Correa ergänzt:

„Er begleitet seit einiger Zeit die erste Gemeinschaft der Madrugadores in der geschundenen Hauptstadt Nicaraguas. Ich glaube, er ist der erste Diözesanpriester aus Nicaragua, der seine Weihe an die Gottesmutter von Schönstatt besiegelt hat,  ein wahrer Pionier“.

 

Ein Band zwischen Rom und Managua

P. José Domingo Zambrana ist nicaraguanischer Staatsangehöriger, aber er studierte Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und schloss sein Studium des Kirchenrechts an der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin in Rom ab. Am 14. Mai 1995 wurde er durch Handauflegung von Johannes Paul II. im Petersdom in Rom zum Priester geweiht und ist seither Diözesanpriester in Rom, Italien. Seit drei Jahren übt er jedoch mit Sondergenehmigung sein Priestertum in Nicaragua aus und hilft in der Pfarrei St. Franziskus von Assisi in Managua.

Als Armer und den Armen

  In seinem bewegenden Bündnisgebet hat Pfr. José Domingo Zambrana gesagt:

Weihegebet an die Gottesmutter von Schönstatt

Liebe Gottesmutter von Schönstatt!

 In dem glücklichen Jahr meines silbernen Priesterjubiläums, das am 14. Mai 2020 gefeiert wird, möchte ich mit Dir den Bund besiegeln. Es ist ein unverdientes Gefühl, und starke Gefühle erfüllen mein Herz in dieser Stunde meiner Geschichte als Wanderer des Glaubens, der Licht und Gnade braucht!

 Die Freude, die diese unverdiente Gnade in meinem Herzen erweckt hat, gibt mir Ermutigung und Mut auf meinem Glaubensweg als Christ, Marienverehrer und Priester.

Ich habe mir nie etwas angemaßt! Ich gehöre nicht mir selbst und besitze nichts Eigenes! Ich bin bis heute als Wanderer gegangen und brauche den Ewigen, seine Liebe und seine Zärtlichkeit.

Obwohl ich die Last meiner Sünden und Schwächen trage, vertraue ich darauf, dass ich mich durch deine Fürsprache jeden Tag zur Liebe deines geliebten Sohnes bekehren kann.

Sieh mich an und verteidige mich als dein Besitz vor dem bösen Feind. Ich bin mir deiner Gesellschaft mein ganzes Leben lang sicher. Dienen und lieben ist das, was ich mir immer gewünscht habe, und du bist mir bei diesem Unterfangen immer vorausgegangen! Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, aber der Überfluß an brüderlicher Liebe, von der ich mich erfüllt fühle, bezeugt, dass dein Sohn und du mich in der mir als Christ und Priester anvertrauten Sendung unterstützt habt.

Dieses Bündnis mit der Gottesmutter zu schließen, bedeutet, ein Gnadenkapital zu mobilisieren, um barmherzig zu sein wie der Vater, demütig wie der Sohn und weise wie der Heilige Geist.

Ich bin mir bewusst, dass die Zeiten dem christlichen Glauben, dem Evangelium, der Kirche und der katholischen Moral feindlich gesinnt sind. Die heutige Zeit ist schwierig und als Prophet und Pilger des Glaubens zu leben, wie Pater Kentenich, ist ein inneres Martyrium vor der gewalttätigen Aggressivität des Teufels, der Welt und des Fleisches.

Ich weihe dir mein Leben und wünsche, dass du meinen Bund besiegelt, damit mir deine gnädige Gnade und dein reiches mütterliches Wohlwollen, wenn ich als armer Mann unter armen Sündern wandle, jeden Tag meines Lebens beistehe und ich das Evangelium eures Sohnes leben kann, indem ich es gebe und mit meinem Leben verkünde, ohne diese klerikale Heuchelei, die das Krebsgeschwür ist, das der Gemeinschaft der Gläubigen so oft geschadet hat.

Hilf mir, heute, morgen und immer! Und im letzten Augenblick des Lebens werden meine Lippen deinen Namen aussprechen und meine Augen werden sich öffnen zur Herrlichkeit der erhabenen Ewigkeit. Segne alle deine Schönstattkinder, Amen.

José Domingo Zambrana, 20. August 2020

 

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