Veröffentlicht am 19. März 2020 In Leben im Bündnis, Solidarischen Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Rosenkranz, Zeichen der Solidarität inmitten der Coronakrise

PARAGUAY, José Argüello •

Am Samstag, 14. März 2020, um 17.00 Uhr waren die Gruppen der Familienbewegung (Erzdiözese Asunción und Diözese San Lorenzo) nach Tuparenda zur Auftaktstagung eingeladen. Wegen der hitzebedingten langen Sommerpause gibt es in Paraguay ein kurzes Schönstattjahr von März bis November, dessen Abschluss und Auftakt immer besondere Höhepunkte sind. In den irdischen Plänen war eine Vielzahl von Teilnehmern vorgesehen, da die Einladung an alle Paare mit ihren Kindern gerichtet war. Aufgrund der weltweiten Gesundheitsnotlage hielten die Regierungsbehörden Paraguays jedoch an strengen Präventionsmaßnahmen fest, um die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern. Die Weltkirche hielt natürlich an dieser Maßnahme fest, und auf lokaler Ebene wurde beschlossen, den lange geplanten und erwarteten Auftakttag nicht einzuberufen.—


Und, nun?

Das war die Frage, die wie 1919 nach dem Ende des Ersten Weltkriegs die jungen Schönstätter jetzt die Hauptverantwortlichen der Gliedererung herausforderte, die nicht untätig zusahen. Mit der Überlegung des geistlichen Beraters, Pater Martin Gomez, luden sie alle Paare, alle Familien ein, sich um 17.00 Uhr zum Gebet des Rosenkranzes zu vereinen, zu der Stunde also, in der die Auftakttagung angefangen hätte. Diese Einladung wurde von der Predigt von Pater Martin Gomez am zweiten Freitag der Fastenzeit (13. März 2020) begleitet, die per Text und Audio über WhatsApp verbreitet wurde.

 

Isolation ja – solidarische Bindung, noch mehr

Gegen 17.00 Uhr dauerte es nicht lange, bis die ersten Reaktionen und Interaktionen der den Rosenkranz betenden Paare und Familien begannen. Einzeln, als Paar, als Familie in Fern-Treffen, per Apps oder Videoanrufen gelang es den Mitgliedern der verschiedenen Ebenen der Familienbewegung, diese Gebetsinitiative zu begleiten und dieser gesundheitlichen Notsituation mit der mächtigsten Waffe zu begegnen, die Maria uns gegeben hat: dem Rosenkranz.

Möge uns diese Zeit der sozialen Isolation und der allgemeinen Unsicherheit nicht den Blick für das Wesentliche, die Liebe zur Familie, die eheliche Liebe, die Nächstenliebe und die Gesundheit im Allgemeinen, verstellen. Und dass wir im Gebet des Rosenkranzes die Kraft finden, das alles durchzustehen.

Rosenkranz, Zeichen der Solidarität inmitten der Coronakrise!

Original: Spanisch, 15.03.2020. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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