Veröffentlicht am 2020-02-09 In Leben im Bündnis

P. Alejandro Blanco für einige Monate in Schönstatt: „Der Internationale Priesterbund beginnt mitzuspielen…“

SCHÖNSTATT-GEMEINSCHAFTEN, Redaktion •

„Das Boot hat gerade die Segel gesetzt und wir gehen gelassen in dieses große Abenteuer. Wir wissen, dass die Gottesmutter unser “ Leuchtturm im Weltenmeere“ ist, und wir sind sicher: Wir werden nicht untergehn!“ – So schrieb P. Martin Aversano aus Argentinien im August 2019, unmittelbar nach der Gründung des internationalen Schönstatt-Priesterbundes. Mehr als 60 Priester aus 14 Ländern der Welt hatten sich auf das Abenteuer der Einheit begeben, um den Internationalen Bund im Urheiligtum und am Grab von Pater Kentenich zu gründen. Zum ersten Generalsekretär des Internationalen Priesterbundes wurde am 22. August 2019 Padre Alejandro Blanco, La Plata, Argentinien, gewählt. —

In Abwesenheit. Denn aus gesundheitlichen Gründen konnte er damals nicht physisch anwesend sein, war es allerdings durch seine Predigt zur Feier des 100. Jahrestages der Gründung des Apostolischen Bundes.

Nun kommt der neue Generalsekretär des Internationalen Priesterbundes, dem es gesundheitlich schon wieder besser geht,  ab Ende Februar für mehrere Monate nach Schönstatt, um dort und von dort aus für den Internationalen Priesterbund zu arbeiten.

Der Internationale Priesterbund beginnt mitzuspielen im föderalen Geschehen der Gemeinschaften Schönstatts und wird nicht stillstehen.

In unbändiger Freude an der Verschiedenheit, die nicht trennt, sondern Gemeinschaft werden lässt.

Die Menschheit muss zu Ende entdecken -natürlich sage ich dies aus der Sicht einer christlich-theologischen Perspektive -, dass nach den Gesetzen, die vom trinitarischen Geheimnis inspiriert sind, in der Dialektik der Liebe die Verschiedenheit nicht das ist, was uns trennt, sondern das, was uns Gemeinschaft werden lässt. Je mehr Bejahung von Vielfalt und Fürsorge für diese, desto größer die Gemeinschaft, desto größer die Einheit. Das ist das Gesetz des trinitarischen Lebens. Die Kirche muss sich „synodalisieren“. Wie wir wissen, besteht Papst Franziskus immer wieder darauf, aber natürlich kann er die Dinge nicht allein tun. Synodalisieren bedeutet zu lernen, gemeinsam zu gehen, sich zu bereichern und auf die kulturelle Vielfalt zu achten. Deshalb muss die Kirche ent-romanisiert, ent-europäisiert werden. Das bedeutet nicht, die Werte der römischen und europäischen Traditionen zu verleugnen, sondern sie in eine kulturell plurale Welt zu integrieren, die verschiedene Prozesse der Inkulturation fördert.

 

P. Alejandro Blanco, Predigt am 20.08.2019

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