Veröffentlicht am 1. Februar 2020 In Leben im Bündnis

Einfach nur Daten des Baus des Heiligtums von Santa Cruz oder praktischer Vorsehungsglaube?

BOLIVIEN, Santa Cruz de la Sierra, Alexandra Kempff I. •

Ich gestehe den Lesern von schoenstatt.org etwas: Ich nutze dieses Medium, um die Erinnerung an die Errichtung unseres Heiligtums in Santa Cruz in irgendeiner Weise zu bewahren. Die Seite gehört uns nicht, aber wir nutzen sie, um jene Momente zu verewigen, die in der Zeit verloren gehen könnten, und auf diese Weise werden unsere zukünftigen Generationen, wenn wir nicht mehr hier sind, einen Ort haben, an dem sie einen Teil ihrer Geschichte rekonstruieren können. —

Unsere Arbeit für das Heiligtum dauert schon Jahre und hate so manche Hindernisse zu überwindenm, aber als die Arbeit am steinernen Bau des Heiligtums begann, zeigte uns die Gottesmutter, dass sie kommt, um starke soziale und politische Veränderungen in unserer Gesellschaft zu suchen. In diesem Artikel versuche ich, die Stimmen der göttlichen Vorsehung rund um diese Erarbeitung zu lesen. Es gibt so viele Details, die die Gottesmutter uns gezeigt hat, dass wir ein Buch brauchen würden, keinen Artikel, aber ich möchte die Ereignisse hervorheben, die mich am meisten herausfordern.

Das Heiligtum nimmt Gestalt an

Stimmen des Seins: uns selbst zu entdecken und uns unserer Identität als Familie von Santa Cruz bewusst zu werden.

Wir begannen die Suche nach der Identität der Familie als dem eigentlichen Bau vorhergehende Aktivitäten mit Workshops, die von unserer Beraterin Schwester Silvia Beltrán geleitet wurden. Ich erinnere mich, dass das, was uns kennzeichnete, Freude, Solidarität und unser Stolz auf unsere Natur war. Schließlich entschied sich der Familienrat dafür, das Symbol des Feuers zu verwenden, um unsere Identität zu formen. Einige Monate später erlebten wir den größten Waldbrand, der je in unserer Geschichte verzeichnet wurde. Es waren Monate des Leidens, aber wir beschlossen, uns dem als das zu stellen, was wir sind: ein lebendiges Feuer der Hoffnung.

Stimmen der Seele: Sie sucht sich selbst den Weg dahin, wo sie sein will

Die Cruceños mischen sich im Allgemeinen nicht in die Politik ein, und obwohl Pater Rafael Fernández, als er unser Berater war, uns immer wieder sagte, dass wir danach streben müssten, in die Entscheidungsbereiche unseres Landes einzugreifen, spürte keiner von uns diesen Wunsch. Es wäre uns nie in den Sinn gekommen, dass wir in politische und soziale Veränderungen des Ausmaßes, das wir jetzt erlebt haben, verwickelt wären. Die Pilgernde Gottesmutter stand jedoch buchstäblich an der Seite des Bürgerführers, der den ehemaligen Präsidenten Morales zum Rücktritt aufforderte und ankündigte, dass er die Bibel in den Palacio Quemado zurückbringen werde. In diesem Moment platzten die WhatsApp-Gruppen der Familie vor Botschaften, etwas, das anekdotisch erscheinen könnte, in Wirklichkeit war es das aber nicht: Sie war dort und bat uns nachdrücklich um Transformation und apostolisches Handeln.

Stimmen der Umstände: Der Bau des Heiligtums der Freiheit beginnt.

Das MTA-Bild für unser Heiligtum kam aus einem erschütterten Chile und erreichte Santa Cruz am ersten Tag eines einundzwanzigtägigen Streiks an, der mit dem Rücktritt des Präsidenten endete. Ich glaube, diese Tage haben uns alle verändert, sie ließen uns daran festhalten, dass wir sie zur Königin der Demokratie und des Heiligtumsbaus gekrönt haben, sie haben uns in den Armen Gottes ruhen lassen, weil wir menschlich keine Lösung sahen. Die Gottesmutter ging zu den Blockaden hinaus, genau so wie sie ihrer Cousine Elisabeth zu Hilfe geeilt war.

Dann schien alles gut geworden zu sein: eine Übergangsregierung übernahm, wir kehrten zu unserer täglichen Arbeit zurück, wir begannen mit dem Bau des Heiligtums, wir verteilten Einladungen, die Koordinationssitzungen für die Weihefeier wurden intensiviert, unser Erzbischof und all die anderen Dinge, die Marta betreffen… Bis das neue Wahlgericht den Termin für die Neuwahlen bekannt gab: 3. Mai! Und die Einweihung unseres Heiligtums sollte am 2. sein, doch mit dieser Ankündigung mussten wir wegen des Versammlungsverbotes am Tag vor der Wahl die Pläne ändern… Schon wieder!

Nach 12 intensiven Tagen mit Beiträgen zum Gnadenkapital wurde bei einem Treffen mit Erzbischof Sergio Gualberti von Santa Cruz, ein neuer Termin für den 9. Mai festgelegt.

Wenn dieser Tag kommt, werden wir Wahlen abgehalten haben, und wir vertrauen darauf, dass die Königin der Demokratie gehandelt haben wird. Sie war es, die das Datum gewählt hat. Im Schatten des entstehenden Heiligtums wird der neue Mensch mit einer autonomen Persönlichkeit, einer großen Innerlichkeit, mit dem Willen und der ständigen Bereitschaft, eigene Entscheidungen zu treffen, verantwortlich vor dem eigenen Gewissen und innerlich frei von Formversklavung und Formlosigkeit, geboren.

 

Drei Generationen vor dem Heiligtum – Schwiegermutter, Ehemann und Töchter der Autorin

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