Veröffentlicht am 23. Dezember 2019 In Leben im Bündnis

Bündnismaria

PAPST FRANZISKUS UND MARIA, Redaktion •

Damit hat er rein gar nichts am Hut: weder mit  spektakulären, am besten noch mit Terminkalender planbaren Marienerscheinungen, noch mit irgendwelchen neuen Titeln oder gar marianischen Dogmen.  Nichts von all dem. Dennoch ist sie die wichtigste Frau in seinem Leben, er liebt sie als Mutter („Sie ist meine Mutter“), er zeigt sie als Mutter, als Frau, die fähig ist, die Kirche zu „vermütterlichen“ und sie „in die Heilige Mutter Kirche“ zu verwandeln, als Jüngerin, die „nie etwas von ihrem Sohn für sich selbst nehmen wollte“, und als „lebendiges Band“ zwischen Gott und Mensch, oder wie er am 12. Dezember in seiner kurzen Predigt sagte, in einer ebenso einfachen wie verdichteten Mariologie: als Mestizin, in einer tiefen Deutung des Wortes, als diejenige, in der Gott Fleisch angenommen und einen neuen Bund begonnen hat, in der der Mensch etwas von Gottes Natur und Gott etwas von der Menschennatur bekommen hat, für immer. —

„Die Guadalupana anzuschauen bedeutet, sich daran zu erinnern, dass der Besuch des Herrn immer durch diejenigen geht, die versuchen, sein Wort ‚Fleisch‘ werden zu lassen.“ – Foto: Osservatore Romano, 2013

Es besteht wirklich kein Zweifel daran, dass Franziskus eine besondere Verehrung für die „Kaiserin von Amerika“ hat, die er jedes Jahr am 12. Dezember durch eine heilige Messe im Petersdom, eine heilige Messe für Lateinamerika, ehrt.

Vor einer großen Gruppe von Pilgern aus Mexiko und ganz Lateinamerika, die in den Petersdom gekommen waren, sagte Franziskus, dass die Muttergottes Juan Diego in der Gestalt einer Mestizin, mit mexikanischen Zügen, erschienen sei. Sie sei zu einer Mestizin geworden, um zu zeigen, dass sie die Mutter aller ist: „Maria spricht zu uns, wie sie zu Juan Diego gesprochen hat: mit Zärtlichkeit und weiblicher Wärme.“ Unsere Liebe Frau von Guadalupe gilt als „Brücke“ zwischen der von den Franziskanern evangelisierten aztekischen Kultur, dem iberischen Christentum und der Mestizen-Mischkultur; Juan Diego als Symbolfigur für die Verwurzelung der katholischen Kirche in Amerika. Brücke. Papst Franziskus geht in seiner Ausführung zur Mestizin Maria noch weiter im Sinne derunfassbar tiefen Verbindung von Gott und Mensch und Menschheit und Gottheit in Maria.

Dafür kann man auch Bund, Bündnis sagen. Maria de la alianza, Bündnismaria, wie es in einem der populärsten Schönstattlieder heißt.

Ganz einfach, im Grunde, Marias Rolle im Leben der Kirche.

 

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