Veröffentlicht am 4. November 2019 In Leben im Bündnis

Sie kam nach Bolivien, als wir sie am meisten brauchten

BOLIVIEN, Alexandra Kempff •

Am 23. Oktober sahen die Schlagzeilen in Bolivien komplizierte Tage für das Land voraus. Die Stadt Santa Cruz wurde aus Protest von Zivilisten völlig blockiert, aber die Schönstattfamilie Santa Cruz bewies einmal mehr, dass die Pläne Gottes präzise sind: Unsere menschlichen Kräfte können vieles planen, aber er ist derjenige, der den perfekten Moment kennt. —

Das Komitee für Liturgie und Beiträge zum Gnadenkapital hatte den Empfang des Bildes der Gottesmutter, das aus Bellavista, Chile, kam, genau geplant. Sie hatten alle Details vorbereitet: Dokumente für die Zollabfertigung, Blumen, Banner, einen Priester zur Feier der Heiligen Messe und mehr.

Am 18. Oktober 2019 im Heiligtum von Bellavista

Gottes Pläne sind nicht immer unsere…

Der Flug von Santiago kam um 6:30 Uhr an, und es wurde geschätzt, dass um 10:30 Uhr die Heilige Messe beim Bildstock auf dem Gelände für das neue Haus der Gottesmutter gefeiert werden würde. Diejenigen von uns, die arbeiten, waren sehr enttäuscht von den Plänen, weil wir erst einige Tage später die Möglichkeit haben würden, unsere Gottesmutter zu sehen, weil alle Ereignisse in die Arbeitszeit fielen. Allerdings hatte sie die Dinge auf unerwartete Weise und ganz anders geplant.

Die ersten Anzeichen dafür, dass die Dinge nicht so laufen würden, wie wir es geplant hatten, zeigten sich , als am 18. Oktober die gewalttätigen Proteste in Santiago ausbrachen. Flüge wurden gestrichen. Dann wurde in Santa Cruz nach den Anschuldigungen des Wahlbetrugs beschlossen, einen unbefristeten Streik zu starten, der am 23. Oktober um Mitternacht begann, dem Tag, an dem die Gottesmutter kam! Diese Streiks sind Maßnahmen des friedlichen Protestes, bei denen Zivilisten auf die Straße gehen und den Fahrzeugverkehr blockieren. Die Menschen nehmen ihre Rolle ernst, niemandem zu erlauben, mit dem Auto durchzufahren.

 

Warten auf dem Flughafen

Das Boarding eines ganz besonderen Gepäcks

Roger und Maria Isabel Baldivieso wurden ausgewählt, um das Bild aus Santiago zu bringen. Sie mussten viele Stunden am Flughafen verbringen, stiegen aber schließlich zur vorgesehenen Zeit ein und kamen pünktlich in Santa Cruz an.

Roger erzählte uns auf folgende Weise von seiner Reise: „Es ist unglaublich, dass bei der Ankunft am Flughafen von Santiago ein kleiner freier Gepäckwagen auf die Gottesmutter wartet. Bei der Ankunft am Flughafen in Santa Cruz steht ein weiterer kostenloser Wagen im Zollraum und so öffnet die Gottesmutter mit kleinen Details ihren Weg. Unnötig zu sagen, dass sie in Chile keine Gebühr wegen Sondermaßen und Übergewicht bezahlt hat. Die Gottesmutter wartete mit uns zwischen zwei Abfertigungsschlangen, als ob sie zwischen dem schlechten Zollbeamten und dem guten Zollbeamten wählen wollte; dann ging einer in die Pause, es blieb nur der andere, und der fragte, was denn in dem großen Kasten sei.

Als ich ihm daraufhin das Video zeigte, hat er die MTA sofort erkannt. Und sie durchgelassen.

In Bolivien öffnete der Zollbeamte den Kasten und konnte nicht aufhören, überrascht den Kopf zu schütteln. Als ich ihn fragte, wo ich den Einfuhrzoll bezahlen müsse, wurde er ganz still, dann sagte er: Nein, komm schon, du zahlst keinen Zoll“.

Die Streikbrecher

Auf der Seite der Tür, wo ankommende Passagiere erwartet werden, standen eine große Anzahl von Schönstättern, die buchstäblich üner die Barrikaden geklettert und gesprungen waren, um die Gottesmutter aufzunehmen. Wir verbrachten die Wartezeit damit, uns zu erzählen, wie wir durch die Sperren gekommen waren. Patricia Limpias etwa hatte stoßweise MTA-Bildchen eingesteckt, stieg aus dem Auto, verteilte die Bildchen und erklärte den Leuten, dass die Gottesmutter von Schönstatt genau jetzt, wo wie sie am meisten brauchten, in unser Land komme. Alle, die die Zufahrten blockierten, ließen uns durch, als sie verstanden, dass die Königin uns rief…

Und so sollte die Geschichte dieses Bildes beginnen. Er kommt geladen mit chilenischer Hoffnung auf bolivianischem Boden an. Eine Lektüre der Zeichen der Zeit mit einer sehr starken Symbolik.

 

Gottesmutter, komm!

 

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