Veröffentlicht am 10. November 2019 In Leben im Bündnis

Sechs Neupriester – ausgesandt, Ungerechtigkeit und Schmerz in Chile zu bekämpfen

CHILE, Redaktion ACI Prensa •

Sechs Neupriester, die im Schönstatt-Heiligtum von Santiago (Chile) geweiht wurden, wurden gesandt, die leidenden Brüder und Schwestern zu entdecken und gemeinsam mit ihnen gegen die Ursachen von Ungerechtigkeit und Schmerz zu kämpfen, die heute in den Protesten in Chile sichtbar werden. —

Die Botschaft des Apostolischen Administrators von Santiago, Celestino Aós, stand ganz im Kontext der Kundgebungen der Bürgerschaft gegen eine Politik, die kein menschenwürdiges Leben insbesondere für die schwächsten Bürger möglich macht. Diese sozialen Forderungen werden seit Wochen durch massive friedliche Proteste zum Ausdruck gebracht, wenngleich sich darunter auch Gruppen mischen, die Vandalismus und Angriffe auf öffentliches und privates Eigentum durchführen.

„Wir als Priester werden gesalbt und gesandt, um die Leidenden zu entdecken und die Bedrängten zu trösten. Unser Gebet und unsere christliche Reflexion werden den Brüdern helfen, sich vor das Geheimnis des Leidens zu stellen, und zusammen mit ihnen werden wir die Ursachen von Ungerechtigkeit und Schmerz suchen, um dagegen zu kämpfen und das zu korrigieren, was korrigiert werden muss.“

„Wir müssen uns selbst betrachten, demütig den Teil der Verantwortung, den wir in dieser Situation tragen, anerkennen und um Vergebung bitten“, sagteBischof Aós in seiner Predigt.

„Die Umstände rund um eure Weihe werden durch die Forderung nach Gerechtigkeit von Tausenden von Brüdern, die sich friedlich ausdrücken, verändert. Aber auch von anderen, die den Weg der Gewalt, der Plünderung, der Brandstiftung, der übermäßigen Repression wählen. Wir erleben Momente, in denen wir entdecken, wie viel Leid unter uns ist und wie viel Leid nicht ausgedrückt wird, aber da ist“, so der Bischof.

„Heute ein Priester zu sein, ist schön und anspruchsvoll, denn wir sind zu allen gesandt, um diejenigen auf dem Weg zu unterstützen und die Verlorenen zur Bekehrung einzuladen“, sagte er.

Der Bischof ermutigte sie abschließend, zur Jungfrau Maria zu gehen und Gott zu bitten, „ihnen ein väterliches Herz wie das von Jesus dem guten Hirten zu geben“; er ermutigte sie, dem Volk zur Verfügung zu stehen, „nahe am konkreten Volk zu sein, das Gott euch durch die Kirche anvertraut“.

Die Weihe fand am 26. Oktober in einer Kirche mit vielen Verwandten und Freunden der Neupriester P. Diego Cifuentes García, P. Juan Pablo Cruz Vial, P . Domingo Errázuriz Goldenberg, P. Francisco Jensen Escudero, P. Cristián Sánchez Matte und P. Gonzalo Villaseca Vial statt.

 

Fotos: ACIprensa und Twitter des Erzbistums Santiago de Chile @Iglesiastgo

 Video (Aufzeichnung der Liveübertragung über Facebook des Colegio Mayor)

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

Die Stimme der Witwe nicht in so vielen Gesichtern und in so vielen Leben: wir haben sie nicht gehört, nicht verstanden und wir wollten es nicht

 

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