Veröffentlicht am 28. Oktober 2019 In Leben im Bündnis

Ich war dabei, vor 50 Jahren

SPANIEN, Paz Leiva •

Ich war dabei, vor 50 Jahren. Ich war bei der Weihe des Heiligtums von Pozuelo, dem ersten Heiligtum in Spanien. Ich war so alt wie meine älteste Enkelin heute, als ich Pater Ricardo Bravo kennenlernte. —

 

Messe am 18.10.2019

Am vergangenen Samstag, dem 19. Oktober, wurde ich gebeten, während des Jubiläumsfestes am Tag nach der feierlichen Feier der Erneuerung des Liebesbündnisses ein Zeugnis abzulegen. Und da war sie, meine Enkelin Dalia, in der ersten Reihe, bereit, mir zusammen mit ihren Freunden zuzuhören. „Was für eine Schande, um Himmels willen, meine Großmutter hat mich zweimal angesprochen!“

Damals vor 50 Jahren war ich Schülerin der deutschen Schule, als Pater Ricardo dorthin kam, um einige Fastenvorträge zu halten. Eines Tages schlug er mir vor, ein Heiligtum für die Jungfrau Maria zu bauen, damit sie von dort aus ihre Gnaden auf ganz Madrid verteilen konnte. Er hatte es auch zwei Jungen aus meiner Klasse erzählt, aber er gab mir keine Details und ich dachte, dass diese brillante Idee seine war: ein Heiligtum zu bauen, zu beten und Maria zu bitten, sich unter uns zu niederzulassen. Ihr Opfer, Wünsche, Pläne zu bringen…. um das Gelände zu besuchen.
Der Vorschlag von Pater Ricardo hat mein Leben für immer verändert.

Der Vorschlag von Pater Ricardo hat mein Leben für immer verändert.

santuario Madrid

P. Ricardo Bravo

Das Gelände war damals irgendwie viel weiter von Madrid entfernt als jetzt, der weg dorthin unangenehm und lang. Bei meinem ersten Besuch dort mit einem meiner Schulkameraden fanden wir dort den Bildstock mit einem uns unbekannten Bild, da wir ja von Schönstatt eigentlich noch gar nichts wussten.

„Pater Ricardo muss den dorthin gestellt haben“ – dachten wir.

Ich war eine begeisterte Jugendliche, ich dachte, dass die Mission wichtig sei, und ich glaubte, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, an etwas Großartigem mitzuwirken, Madrid zu erobern.

Wenn ich meinen Teil nicht erfüllen würde, würde die Mission unerfüllt bleiben. Ich wiederhole mich, aber: Der Vorschlag von Pater Ricardo hat mein Leben für immer verändert.


Er bestand, wie schon vor 50 Jahren, auf dem Dienst an der Kirche.

Die göttliche Vorsehung hat es möglich gemacht, dass Pater Ricardo Bravo uns jetzt, 50 Jahre später, begleitet hat. Es mag wie eine Lüge erscheinen, aber er ist absolut noch genauso wie vor 50 Jahren, nur die Haarfarbe hat sich geändert. Seine Liebe zur Mission ist so groß wie immer und seine Begeisterung ansteckend.

In diesen Tagen bin ich ihm fast überall hin gefolgt. Er hat mit uns darüber gesprochen, Christus in den Mittelpunkt zu stellen, Christus wie Maria in der Welt zu gebären, Geistpflege zu üben, sprach über Erziehungsmittel, Inscriptio, über seine Erfahrung als Gründer in Spanien und über seine Gespräche mit dem Vater und Gründer in Milwaukee und in Chile. Er hat wie vor 50 Jahren auf dmn Dienst an der Kirche bestanden, auf einem Schönstatt auf dem Weg nach draußen. Er hat mit uns über soziale Gerechtigkeit gesprochen, über den Umgang mit materiellen Gütern, darüber, wie man sich um Bindungen mit denen kümmert, die uns helfen, mit uns zusammenarbeiten, sich um uns kümmern oder uns dienen.

 

Kentenich hat vor mehr als einem Jahrhundert eine Apostolische Bewegung gegründet, keinen Club von Freunden

Es gibt ein unerforschtes und wenig bekanntes soziales Schönstatt. Wir sind seit 50 Jahren in Madrid und bewegen uns um unsere beiden Heiligtümer Pozuelo (ein Ort in 14 km Entfernung vom Stadtzentrum) und Serrano (eine der wichtigsten und meist frequentierten Straßen im Zentrum). In der Kirche sind wir kaum bekannt. Ist es nicht an der Zeit, die Strategie zu ändern? Wir versuchen seit 50 Jahren, Menschen in unsere Heiligtümer zu bringen, und worauf warten wir, stattdessen diejenigen zu sein, die das Heiligtum zu den Menschen bringen? Madrid hat 21 Bezirke und ist Missionsland, die Pfarrer suchen verzweifelt nach jemandem, der ihnen hilft, Christus zu verkünden, Christus in der Welt zu gebären, wie Maria es getan hat. Du musst dir nicht den Kopf zerbrechen. Ein deutscher Priester namens Josef Kentenich gründete vor mehr als einem Jahrhundert eine Apostolische Bewegung, keinen Club von Freunden. Auch darber hat Pater Ricardo gesprochen.

Nun haben meine Enkelinnen, ihre Geschwister, ihre Freunde und alle Jugendlichen, die dieses Jubiläum erlebt haben, 50 Jahre vor sich, um das zu erreichen, was noch zu tun ist. Ich werde sie begleiten, solange es Gott erlaubt, und wenn ich im ewigen Schönstatt ankomme, verspreche ich, diese Sendung mit der gleichen Begeisterung. die ich bei der Einweihung des Heiligtums hatte, weiter zu unterstützen.

 

 

Fotos: Ignacio García de Sola, Juan Zaforas

Weitere Fotos und Videos

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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