Veröffentlicht am 8. August 2019 In Hörde, Leben im Bündnis

Etwa 750 Schönstätter feiern 100 Jahre Hörde

ORT SCHÖNSTATT,  Maria Fischer •

Schon wieder ein Jubiläum? Unter dem Motto: „Wachet auf und wecket einander! (J. Kentenich)  Apostolischer Aufbruch – Modell Hörde 1919“ hat das Generalpräsidium vom 16. bis 18. August 2019 zu einem internationalen Wochenende für bewegte und bewegende Menschen eingeladen. Zu der Tagung in Schönstatt, Deutschland, werden etwa 750 Teilnehmer erwartet. Im Anschluss daran treffen sich Mitglieder verschiedener Schönstatt-Bundesgemeinschaften zu eigenen Feiern und Begegnungen.—

Schon wieder ein Jubiläum, in der Tat. Hundert Jahre … – das wird Schönstatt wohl erhalten bleiben bis zum zweihundertjährigen Jubiläum des 18. Oktober 1914. Aber, so machen die Veranstalter deutlich, es soll nicht einfach ein museales  Jubiläum gefeiert werden mit Rückblick, vergilbten Fotos, dem obligatorischen „Was war Hörde?“-Video und mächtigem Stolz auf das Vergangene.

„Wir fragen nach den Grundkräften“

Die Veranstalter  – Generalpräsidium mit Internationaler Koordinationsstelle – schreiben dazu:

„Wir feiern kein Jubiläum, sondern fragen nach den Grundkräften, die die Initiatoren der Hörder Tagung 1919 bewegt haben und fragen uns, wo wir heute anknüpfen können und uns von ihrem Feuer anstecken lassen.

In den drei angebotenen Themenblöcken geht es um gelungene und inspirierende Erfahrungen von damals und heute: die lebensverändernde Erfahrung junger Menschen im Krieg mit dem Erziehungssystem Schönstatt, die sie auf Dauer organisatorisch sichern möchten, die Erfahrung der engen Zusammenarbeit mit P. Kentenich als Gründer und väterliche Persönlichkeit eines großen Vertrauens, das er in sie setzte.   Dabei sollen die Antriebskräfte, welche die Dynamik von Hörde bewirkt haben, entdeckt werden, um sie in unserem Leben, in der Gemeinschaft und schließlich auch in Zusammenarbeit mit anderen fruchtbar machen zu können.“

Dazu gibt es eine Reihe von Vorträgen, die teilweise von mehreren Referenten gestaltet werden,  am Samstagabend die Gelegenheit, apostolische Projekte kennenzulernen, und am Sonntag, 18. August, einen Gottesdienst mit Aussendung, Hauptzelebrant ist Bischof Dr. Michael Gerber, Fulda.

Begegnungen

Die ersten Teilnehmer sind schon auf dem Weg. Aus Paraguay, Mexiko, Chile … Ein paar Stunden Deutschkurs, Präsentationen von Projekten und viele Erwartungen im Gepäck: Schönstatt, das Urheiligtum erstmals oder nach langer Zeit wieder sehen, eine Tour durch Deutschland und Europa mit dem Aufenthalt in Schönstatt verbinden, und vor allem: Netzwerke knüpfen, Menschen treffen, die für die gleiche Sache brennen, Austausch finden, Anregung mitnehmen.

Was erwarten die Teilnehmer? Thomas Schilling, Vallendar: „Ich finde den Vorgang wichtig, wie Schönstatt aus einer gemeinschaftsinternen Gruppe junger Männer zu einer Gemeinschaft und Bewegung geworden ist, die ab Hörde eben jedem zugänglich geworden ist.“ Arno Hernadi: „Ein Thema des Wochenendes ist der Auftrag unseres Gründers, am Apostolischen Weltverband zu arbeiten.  In Deutschland zeichnen sich diesbezüglich anfanghaft in der Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gruppierungen und Diözesen erste Konturen ab. Ich bin gespannt, wie dieses Thema international – vor allem in Südamerika – gesehen und erlebt wird.“

In vielen Sprachen, irgendwie

Von den etwa 750 angemeldeten Teilnehmern sind etwa 340 deutschsprachig, 260 spanisch-, knapp 100 portugiesisch- und knapp 50 englischsprachig. Die Beiträge und Vorträge werden hauptsächlich in Deutsch gehalten, aber in die drei Sprachen Spanisch, Portugiesisch und Englisch übersetzt. Eduardo, kein Problem also, wenn du bei Duolingo nicht weitergekommen bist als zu „Die Frauen essen Obst.“

Und wer weiß – vielleicht kommst du, Eduardo, nach dieser Tagung dann nicht mehr „aus dem Ausland“, wie es so schön in den aufgeführten Zitaten der Pressemappe heißt, sondern… aus der internationalen Bewegung. Aus unserer internationalen weltweiten bunten bewegten Schönstattfamilie. In Mexiko, in Indien, in Paraguay, in Uganda, in Nigeria, in Italien,  in Guatemala, in Deutschland und anderswo.

 

 

Mit Material aus der Pressemappe/Arno Hernadi.

Webseite (deutsch, teilweise auch  in Englisch, Spanisch, Portugiesch)

100 Jahre Hörde – Anfang einer Bewegung

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