Veröffentlicht am 17. Juli 2019 In Leben im Bündnis

Ich bin glücklich, wenn ich sehe, dass ihr glücklich seid

PARAGUAY, Dani Vega •

„Ich bin glücklich, wenn ich sehe, dass ihr glücklich seid“, sagte Ramón (Novize der Schönstatt-Patres) zu mir, als er sich verabschiedete. Samstag, der 6. Juli, war ein ganz besonderer Tag mit der Überreichung des Sionsgewandes für den neuen Noviziatskurs der Schönstatt-Patres, aber was ihm eine besondere Note verlieh, war die Tatsache, dass Ramón Vergara (aus der Mannesjugend von Ciudad del Este und ein guter Freund) in der Gruppe war. Die ganze Familie der Region Ciudad del Este feierte, und so begleiteten wir unseren Ramón in diesem sehr wichtigen Moment. —

Die Bitte von Ramón

Im März, vor der Abreise zum Noviziat, bat Ramón uns, ein Asado für alle Freunde zu organisieren, wenn möglich in der Nähe von Tuparenda. Wir sprachen über mögliche Orte, aber als erste Möglichkeit gab es das Haus eines Freundes, Claudio Rivarola, in San Bernardino, und für lange Zeit gab es keine Diskussion mehr über das Thema.

Einen Tag vor dem großen Fest brachen wir in mehreren Gruppen und zu verschiedenen Zeiten auf, aber unter der Prämisse, uns alle frühzeitig in Tuparenda zu treffen.

Auf die letzte Minute

Der Tag kam, und schon am frühen Morgen spürt man diese ganz spezielle Aufregung vor einem so erwarteten Geschehen. Die Idee der Gruppe war, früh loszufahren, um entspannt lange vor Beginn der Zeremonie dort zu sein, aber um die Aufregung noch etwas zu steigern, kamen wir mit dem letzten Glockenklang vor Beginn der Messe auf den Parkplatz. Stichwort: Straßen von Paraguay! Wir rannten praktisch in die Kirche, und als wir atemlos hereinkamen, herrschte dort eine Atmosphäre des Himmels, der Feierlichkeit, und die Novizen standen bereit für die Eingangsprozession.

Die Feier war sehr emotional, sehr stark, und obwohl ich in vielen Momenten einen dicken Knoten im Hals hatte, war die Freude, die ich für all diese jungen Männer und vor allem für Ramón empfand, so groß, dass sie mit einem Lächelnübers ganze Gesicht zum Ausdruck kam, das gar nicht mehr aufhörte, umso mehr, als wir uns an die Momente von Mate und Tererés mit langen Gesprächen oder an die Begegnungen mit Ramón erinnerten, wo man eigentlich schon immer seine Liebe zu Schönstatt spüren konnte.

Nach der Messe ging das Fest weiter. Es war eine Zeit der großen Freude, der Begegnung mit Ramón, mit seiner Familie und seinen Freunden, und auch eine Zeit, Familie mit seinen Kursbrüdern zu sein, die aus anderen Ländern wie Spanien, Schweiz, Chile oder Argentinien kommen.

 Begegnung „in Familie“.

Am nächsten Tag hatten wir ein Treffen mit Ramóns Freunden und Familie in Claudios Haus. In einem Moment schaute ich mich um und mir wurde klar, dass, obwohl die Organisation kompliziert war, jetzt alles genau so war, wie wir es im März mit Ramon besprochen hatten. Monate später geschah alles so als ob Gott es schon immer so gewollt hätte.

Die Feier war nicht zu Ende, und die Runden von Tereré, die Bombardierung Ramóns mit tausend Fragen und seine klassischen Witze gehörten zur „Vorspeise“ des Asado. Wir setzten uns zum Essen hin und die Geschichten gingen weiter, bis es Zeit war, die Tafel aufzuhebenund aufzuräumen. Als der Abwasch erledigt war und Ramón sich die Zeit nahm, persönlich mit allen zu plaudern, die gekommen waren, begann am Nachmittag ein mythisches Spiel von „25“, das uns zurück in unsere Kindheit führte, alles mit viel Lachen und „Weißt du noch…“

Eine Begegnung mit Jesus

Als wir uns verabschiedeten, sagte ich Ramón, dass ich mich wirklich für ihn freue, worauf Ramón mit dem Satz antwortete, den ich am Anfang zitiert hatte. Das ließ mich verstehen, dass es nicht nur irgendeine Feier gewesen war, sondern dass diese ganze Feier eine Begegnung mit Jesus war und all die Freude aus seinem Herzen kam, die in der Hingabe der jungen Männer, in der Liebe der Familien, wenn sie ihre Kinder begleiteten, in den Freunden, die er selbst uns gegeben hat, spürbar wurde, und dass die Freundschaft in Jesus uns diese himmlischen Momente in jedem Austausch leben ließ. Deshalb waren wir so glücklich, dass unser Freund sich ganz eingesetzt hat, denn es war Jesus, der glücklich war. Da war es neben Ramón auch Christus selbst, der uns sagte: „Ich bin glücklich, wenn ich sehe, dass ihr glücklich seid“.

 

Fotos und Videos: Ani Souberlich, Dani Vega

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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