Veröffentlicht am 26. Mai 2019 In Leben im Bündnis

Jeder Heilige ist eine Sendung

DEUTSCHLAND/ROM, Dr. Peter Wolf •

Vom 13. Bis 18. Mai war Dr. Peter Wolf, Rektor des Schönstattzentrums Oberkirch, Deutschland, mit Pfarrer Schäfer und Sr. M. Elena  zu einer Rom-Fahrt auf Belmonte. Es war die erste Gruppe, die nach Erhalt der so lange erwarteten „Agibilitá“, der staatlichen Bauabnahme und damit verbundenen Genehmigung des Bewohnens,  auf Belmonte zu Gast weilten. —

Turin – Don Bosco

Während wir im vergangenen Jahr über Mailand nach Rom fuhren, um den Heiligen Carlo Borromeo kennen zu lernen, wählten wir dieses Jahr die Strecke über die schneebedeckten Schweizer Alpen über Turin nach Rom.

In Turin wollten wir die Stätten von Don Bosco besuchen. In der Kapelle des ursprünglichen Oratoriums, wo er seine Mission mit den Jugendlichen begann, feierten wir die Messe. Zu unserer Überraschung wurden wir Zeugen einer Marienweihe von Jugendlichen, die mit ihrem Jugendseelsorger ihr Weihegebet am Marienaltar beteten und ihre Medaille erhielten.

Pfarrer Schäfer erschloss der Gruppe viele Bilder aus dem Leben des bekannten Heiligen im Bereich der beeindruckenden Kirchen und Gebäulichkeiten. Viele waren erstaunt über die prächtige Marienkirche „Maria Hilfe der Christen“.

Audienz

Am nächsten Morgen ging es entlang der Alpen in Richtung Mailand über Florenz durch den frühlinghaften Apennin nach Rom, wo wir gegen Abend eintrafen und von Rektor Marcelo Cervi herzlich begrüßt wurden. Wir waren die erste Gruppe, die nach Erhalt der lange erwarteten „Agibilitá“ (staatliche Bestätigung der Bewohnbarkeit) auf Belmonte wohnen durfte. Nach der Eucharistiefeier im „MATRI ECCLESIAE-Heiligtum“ saßen wir noch lange bei einem guten italienischen Abendessen.

Am nächsten Morgen ging es früh los zur Audienz auf den Petersplatz, wo wir gute Karten hatten und einen schönen Blick auf Papst Franziskus. Gegen Ende der Audienz fing es an zu nieseln und mehr und mehr zu regnen. Doch die Gruppe hielt dem Regen stand.

Foto: Michael Bouren

Philipp Neri, Mutter Teresa

Nach dem Mittagessen suchten wir die „Chiesa Nova“, wo wir dem heiligen Philipp Neri begegnen wollten. In der Nähe seines Grabes stellte uns Dr. Wolf den interessanten und in Rom sehr beliebten Heiligen und seine Sendung vor. Danach ging es im strömenden Regen und in einem völlig überfüllten römischen Bus zu den Schwestern von Mutter Teresa. Wir hatten die Gelegenheit, ihre kleine Zelle zu besuchen und danach einer ihrer Schwestern zu begegnen, die uns vermittelte, wie auch heute Schwestern aus der Spiritualität ihrer Gründerin leben und wirken. Am Abend hatten wir die Freude, dass Bischof Michael Gerber uns besuchte und mit uns Eucharistie feierte und eine sehr anregende Predigt zur Apostelgeschichte hielt.

Petrus und Paulus

Der nächste Vormittag führte uns nach Tre Fontane, dem Ort des Martyriums des Apostels Paulus und in die große Basilika „Sankt Paul vor den Mauern“. Viele waren ganz beeindruckt von den riesigen Ausmaßen der Basilika und den Ausgrabungen in der Mitte der Kirche. Am Nachmittag machten wir uns auf dem Weg zur Peterskirche, wo Pfarrer Schäfer und Dr. Wolf die Pilger in Gruppen zu besonders kostbaren Orten innerhalb von Sankt Peter führten.

Foto: Michael Bouren

Belmonte

Den Freitag hatten wir als Tag auf Belmonte vorgesehen. Pfarrer Schäfer lud zu einem Pater Kentenich-Weg mit mehreren Stationen auf dem weitläufigen Gelände ein. Dabei wurde erlebbar deutlich, wie wichtig Pater Kentenich Belmonte war und welche Vision er mit diesem Ort verbunden hat. Der Weg begann an der Vaterstatue, führte über eine Stelle, wo der Gründer mit Vertretern der Schönstattgemeinschaften gestanden hat, zum Heiligtum und zum Bildstock am unteren Ende des Geländes. Den Abschluss bildete das Haus DOMUS PATER KENTENICH mit dem wunderbaren Farbfenster der Frauen von Schönstatt aus Bethanien. Den Tag auf Belmonte nützten wir auch zu zwei Besuchen bei unseren Nachbarn: in der Krypta von Santa Gemma und in der Hauskapelle des Priesterseminars der Bruderschaft Carlo Borromeo.

Am Nachmittag nahmen wir uns Zeit für einen Vortrag zum Motto unserer Rom-Fahrt: „Jeder Heilige ist eine Sendung“. Dabei zeigte Dr. Wolf auf, wie wichtig Pater Kentenich der Sendungs-Gedanke war und wie er viele Menschen dazu angeleitet hat, nach ihrer persönlichen Sendung zu fragen und ihr Leben darauf auszurichten. Gleichzeitig konnte er zeigen, dass Papst Franziskus ebenso auf diesen Gedanken setzt.

Zur abschließenden Messe trafen wir uns mit Pater Eduardo Aguirre, dem Postulator des Seligsprechungsprozesses von Pater Kentenich, und feierten die Eucharistie mit Vertreterinnen und Vertretern der italienischen Schönstattfamilie. Nach dem Abendessen gestalteten wir mit Sr. M. Elena einen gemeinsamen Rückblick auf die gemeinsamen Tage, wobei von vielen Seiten sehr viel Dankbarkeit für die erlebte Fahrt ins Wort kam. Auch der Wunsch, im kommenden Jahr wieder eine solche Rom-Fahrt zu machen, kam deutlich zum Ausdruck.

Auf dem Vaterweg in Belmonte. Foto: Hildegard Fuchs

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