Veröffentlicht am 9. Mai 2019 In Leben im Bündnis

Als Schönstatt-Mannesjugend auf den Spuren von Josef Engling

DEUTSCHLAND/FRANKREICH, David van Eck, SMJ-Mainz-Limburg •

Mit mäßigen Französischkenntnissen und viel Vorfreude im Gepäck starteten auch dieses Jahr wieder 30 SMJler der Diözesen Mainz, Limburg, Speyer, Trier und Fulda in die Werkwoche nach Cambrai, die ganz unter dem Zeichen Josef Englings, einem Schönstatter der ersten Stunde, stand.

So ging es am Morgen des Ostermontages von den Schönstattzentren der Diözesen los in Richtung Verdun, dem berühmtesten Schauplatz des ersten Weltkrieges, der an den Tod der über 300.000 gefallenen deutschen und französischen Soldaten erinnert. Nach der gemeinsamen Besichtigung des Mahnmales und einer ehemaligen Befestigungsanlage ging es dann in unsere Unterkunft nach Cambrai, in der uns nach dem gemeinsamen Abendessen die Planung der folgenden Tage vorgestellt wurde.

Videos aus dem Leben von Josef Engling – echt, fast

Der zweite Tag unserer Reise begann nach dem gemeinsamen Frühstück in der Unterkunft im Schönstattzentrum von Cambrai, welches ca. 15 Minuten mit dem Auto von unserer Unterkunft entfernt war. Hier thematisierten die Jugendlichen nach dem gemeinsamen Morgengebet in einer ersten Einheit die Herkunft Josef Englings sowie seine Lebensstationen . Außerdem erarbeiteten die Teilnehmer in Gruppenarbeit die Eigenschaften von Helden und stellten diese anschließend vor.  Nach dem gemeinsamen Mittagessen teilten sich die Teilnehmer wieder in Gruppen aufgeteilt, in denen verschiedene Videos gedreht wurden, die bestimmte Situation aus dem Leben Josef Englings nachstellen sollten. Nach der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes im Schönstattzentrum ging es  zum Abendessen wieder zurück in die Unterkunft. Anschließend fand hier die Auswertung der gedrehten Videos statt, wobei unter der strengen Bewertung einer fachkundigen Jury ein Siegerteam gekürt wurde, welches natürlich für seine exzellente Arbeit belohnt wurde.

Verdun

Was heißt es, Soldat im Ersten Weltkrieg zu sein?

Der dritte Tag unserer Werkwoche war maßgeblich von Josef Englings Zeit als Soldat geprägt. So wurde uns Teilnehmern morgens in einer thematischen Einheit die geistliche Tagesordnung als praktische Möglichkeit der Selbsterziehung vorgestellt, die Josef Engling selbst sehr intensiv gelebt haben soll. Am Nachmittag sind wir dann unter sachkundigen Erklärungen zur militärischen Situation zum Zeitpunkt von Englings Tod den „Todesmarsch“ von Josef Engling gelaufen, der von einer Gedenkstätte für gefallene Soldaten aus dem ersten Weltkrieg über verschiedene militärische Schlüsselpunkte bis hin zu seiner Todesstelle führte. Nach dem gemeinsamen Abendessen in der Unterkunft begann schließlich der Einstieg in die Anbetungsnacht.

Cambrai Engling

Friedhof in Eswars

Liebesbündnis, dafür machen wir das alles

Der vierte Tag unserer Werkwoche startete morgens mit einer gemeinsamen Gruppenspielolympiade, in der sich das Team „Huhn mit Reis“ gegenüber dem Team „Thermomix“ klar durchsetzen konnte. Anschließend wurden verschiedene Kreativworkshops angeboten, die von T-Shirt-Batiken über Crossboccia bis hin zum Bau eines eigenen Hausheiligtums führten. Am Nachmittag fanden diverse Weihegespräche zur Vorbereitung auf die am Abend stattfindende Weihefeier statt. Nach einem Nachmittagssnack wurde dann das gemeinsame Kreuz der Regio Mitte am Schönstattzentrum von aufgestellt, wobei sich alle Teilnehmer in der gemeinsamen Urkunde verewigen konnten, die sich nun im aufgestellten Kreuz befindet. Nach der  Weihefeier ging es am späten Abend wieder zurück in die Unterkunft, in der der ereignisreiche Tag mit dem Festessen abgerundet wurde.

Abschluss in Paris

Am letzten Tag der Werkwoche fuhren wir nach dem gemeinsamen Abschluss in Cambrai nach Paris, wo wir nach dem Mittagessen in der Unterkunft eine Sightseeingtour machten, die uns von unserer Unterkunft in der Nähe der Kathedrale Notre Dame über den Präsidentenpalast, den Louvre bis zum Triumphbogen am Ende der Champs-Elysees führte. Nach der Aufteilung in die verschiedenen Ringe bzw. Kreise starteten wir anschließend in den gemeinsamen Ring- bzw. Kreisabend, der um 24 Uhr am blinkenden Eiffelturm endete.

Am Samstag ging es nach dem kurzen Besuch der Kapelle „Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille“ in der Rue du Bac und dem gemeinsamen Abschluss in einem Park in der Nähe der Kapelle wieder auf die Heimfahrt, wobei allen Organisatoren dieser Werkwoche ein großes Danke für die Gestaltung der ereignis- und erlebnisreichen Tage gilt.

Notre Dame, nach dem Feuer

Fotos: Frank Blumers, David Faust

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