Veröffentlicht am 25. März 2019 In Leben im Bündnis

Ein Heiligtum in Santa Cruz de la Sierra – jetzt wird es Wirklichkeit!

BOLIVIEN, Alexandra Kempff und Roberto Henestrosa •

Die Geschichte der Schönstattfamilie von Santa Cruz de la Sierra – Bolivien ist eine Geschichte, die widerspiegelt, wie die Gottesmutter in der Lage ist, den größten Schmerz, den jeder fühlen kann, in eine verwandelnde Strömung zu verwandeln, die durch Selbsthingabe und Treue genährt wird. —

Vor mehr als 20 Jahren starb Claudio Bagnoli, der Sohn von Enzo und Ruth Bagnoli, während seines Studienaufenthaltes in Mexiko bei einem Autounfall. Seine Eltern erfuhren Trost und Stärkung durch die Pilgernde Gottesmutter, die jemand in Mexiko ihnen anbot, und das wurde für sie zum Impuls, Schönstatt in Santa Cruz zu gründen. Um diese Geschichte zu verkürzen, die bereits in einem von Ruthy verfassten Buch festgehalten wurde: 22 Jahre sind vergangen, seit die ersten Bemühungen unternommen wurden, den Funken Schönstatts kraftvoll zu entzünden, und das mit keinem anderen Werkzeug als dem brennenden Wunsch, die Beheimatung weiterzugeben, die sie selbst erlebt hatten, als sie inmitten von unsagbarem Schmerz die Gottesmutter empfingen. Dieses Licht intensivierte sich nach und nach und kämpfte gegen Stürme, aber heute, nach 22 Jahren, ist es ein Leuchtturm, der unsere Ortskirche erhellt.

Es ist möglich, dass wir uns irren, aber wir haben ausgerechnet, dass die Anträge zum Landnutzungsverfahren für das Gelände, auf dem unser Bildstock steht, im Jahr 2010 begonnen haben. Unsere Plan war, das Heiligtum im Jubiläumsjahr 2014 einzuweihen. Gott hatte andere Pläne, und Geduld ist keine Eigenschaft der Leute von Santa Cruz …. das Verfahren war so verworren, dass wir begannen, nach anderen Alternativen von Land zu suchen, aber die Knoten waren immer noch zu stark gebunden. Nach vielem Kommen und Gehen brachten die Hände der Gottesmutter die Knoten unter der sanften Gewalt des Gebets der ganzen Familie mit der Intensivaktion für Gnadenkapital „Sumando Gracias“ (Ganden anhäufen) zum Nachgeben. Zu unserem großen Glück erhielten wir die Nutzungsvergabe am 15. September letzten Jahres als Geschenk an Pater Kentenich zum 50. Jahrestag seines Todes.

 

GLADYS de RODA (mit Bild) schenkte vor über 22 Jahren das Gelände für den Bildstock, wo nun auch das Heiligtum gebaut wird

Ein Tag zur Suche nach dem Motto der Schönstattfamilie von Santa Cruz

Am Sonntag, den 17. März, eröffnete Pater Claudio Martinez (unser Berater, der aus Chile kommt) die Konferenz mit den Worten: „Die Gottesmutter hat uns den Weg geebnet, und das ist bereits geschehen. Der Start war sehr langsam und sehr schmerzhaft und plötzlich begann sich alles mit einer Geschwindigkeit vorwärts zu bewegen, die uns alle überraschte.“ Unsere Beraterin, auch chilenische Schwester Silvia Beltrán, dachte darüber nach, wie wir in diesem Moment sind: „Mit offenen und empfänglichen Herzen und  im Nichts ohne dich müssen wir die Gabe als Aufgabe annehmen.“ Und wir nehmen sie an, als „Land des Lichtes und der Freude“.

Vor der Feier der Heiligen Messe machten wir Halt an der Stelle, an der das Heiligtum gebaut wird. Die Kinder im Zentrum als Vertreter der zukünftigen Generationen, der Erben des Heiligtums. Wir halten Hände, wir singen, wir beten, wir weinen vor Freude, wenn wir uns vorstellen, dass wir am 2. Mai 2020 das Fest feiern werden, nach dem wir uns 20 Jahre und mehr gesehnt haben.

Kurz gesagt, der Tag war voll – die weniger Pünktlichen mussten vor der Tür sitzen – die älteren Kinder kümmerten sich um die jüngeren Kinder, die draußen spielten, wir hatten ein Picknick, ein Familienfest! In diesen Zeichen wird deutlich, dass jeder, von wo aus er berührt wird, von dem Grad der Hingabe, den er hat,sich schon als lebendiges Heiligtum fühlt – wir sind bereits eine Familie, die von der Quelle der Gnade des Heiligtums lebt, und vermissen nur die physischen Wände.

 

 

 

Fotos und Fotobearbeitung: Eduardo Gutiérrez

Original: Spanisch, 23.03.2019. Übersetzung: Maria Fischer

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