Veröffentlicht am 2018-11-13 In Leben im Bündnis

Dilexit Ecclesiam: Leuchtturm am Neuen Ufer von Texas

USA, Carlos Cantú •

Am Samstag, dem 13. Oktober, fand die jährliche Delegiertentagung der Schönstattbewegung Texas im „Cor Unum in Patre“-Heiligtum und am Schönstattzentrum von San Antonio, Texas, statt. —

Nach einem kontinentalen Frühstück begann die Tagung mit dem folgenden Eröffnungsgebet:

“Nachdem wir des 50. Jahrestages vom Heimgang unseres Vaters und Gründers mit der Feier des Pater-Kentenich-Jahres gedacht haben, wenden wir uns wieder der Zukunft zu und stellen die ewige Frage: ‚Was will Gott in diesen schwierigen Zeiten von uns? ‘ Die Göttliche Vorsehung hebt für uns die Worte auf dem Sarkophag unseres Vaters und Gründer hervor … Er liebte die Kirche, und wir erkennen darin unseren Weg. Trotz allem, was er durch die Hand der Kirche erlitten hat, wollte Pater Kentenich diese Worte auf seinem Grabstein haben. Und weil wir seine Sendung in die neueste Zeit tragen, wollen wir wie Pater Kentenich sein. Damit auch von uns einmal gesagt werden kann, dass wir die Kirche liebten, müssen wir die Kirche lieben, jetzt, heute, mit all den Schwierigkeiten und Problemen, die sich heute zeigen. Die Kraft und Entschlossenheit dazu erhalten wir aus dem Liebesbündnis mit unserer Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt. In dieser Zeit, in der der moderne Mensch sich den Tabletten zuwendet um das tägliche Leben zu bestehen, würde Pater Kentenich sagen, dass er nur eine einzige Pille genommen hat: das Liebesbündnis. Pater Kentenich hat nicht allein gehandelt; er  hat immer auf seine Anhänger, seine Familie gezählt. Geeint als Familie, gestärkt durch unser Liebesbündnis mit unserer Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt und Hand in Hand mit Pater Kentenich im Heiligtum, verkünden wir der Kirche und der Welt unsere Schönstattsendung. Wenn wir unsere Delegiertentagung beginnen, bitten wir unseren Himmlischen Vater …

FÜHR UNS NACH DEINEN WEISEN PLÄNEN. Amen.“

Sechzig Delegierte aus den verschiedenen Diözesen in Texas nahmen an der Tagung teil. Die Schönstattpatres Gerold Langsch und Raimundo Costa waren auch dabei. Von den Schönstätter Marienschwestern waren gekommen: Sr. M. Danielle Peters, Sr. M. Heidi Infante, Sr. M. Gloria Mauricio und Sr. M. Mara Medina. Ein besonderer Dank geht an Albert und Maru García, die sich in der Vorbereitung der Tagung engagiert haben.

 

Aus dem Herzen des Vaters

Sr. M. Heidi Infante stellte die erste Präsentation über Pater Kentenich vor, und die ausgezeichnete Präsentation hob besonders Pater Kentenich und sein Gründercharisma hervor. Sie betonte die Worte des Hl. Johannes Paul II., die er 1985 an die Schönstattfamilie gerichtet hat und mit denen er uns ermutigte, treu zu unserem Gründer und seinem Charisma zu stehen, dem Liebesbündnis treu zu bleiben, es hochherzig zu leben und uns in unserem Leben am Beispiel der Gottesmutter zu orientieren. Sr. Heidi erwähnte auch die Versprechen, die Pater Kentenich dem Hl. Paul VI. und dem Bischof von Münster, Deutschland, gegeben hatte.

Sr. Heidi schloss ihre Präsentation mit den bewegenden Worten von Erzbischof Lucas Moreira Neves (Sekretär der Kongregation für die Bischöfe), die er in der Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom am 21. September 1985 an die Schönstattfamilie gerichtet hat:

„Machen Sie sich das Ideal zu eigen, das im Herzen von Pater Kentenich entzündet wurde, und leben Sie es!“

Gedenken der lebendigen Gründungsurkunde —Josef Engling

Felipe Quijano Ortix von den Schönstatt-Studenten in Austin, Texas, präsentierte eine begeisternde Darstellung von Josef Engling, dessen 100. Todestag kürzlich in Cambrai, Frankreich, begangen wurde. Im Wesentlichen betonte er Josef Englings Streben nach Heiligkeit besonders in den Schützengräben des 1. Weltkrieges. Pater Kentenich nannte Josef Engling die „lebendige Gründungurkunde“, und Felipe hat hervorragend gezeigt, wie ernst Josef Engling sein Streben nach Heiligkeit genommen hat, und was für ein kraftvolles Beispiel er für uns ist, auch jeden Tag nach dem höchstmöglichen Grad der Werktagsheiligkeit zu streben!

 

Schönstatts Gabe an die Kirche

Sr. Danielle hielt die nächste Präsentation. Sie legte den Schwerpunkt auf die „Kirche am neuen Ufer“. Sie stellte mit beredten Worten drei wichtige Aspekte heraus: Schönstatt, Herz der nachkonziliaren Kirche; das Kirchenbild des Konzils und seine Herausforderung; und Dilexit Ecclesiam. Das sind die letzten drei Kapitel in KENTENICH READER Bd. III, für diejenigen, die daran interessiert sind, diese nach unserem Propheten wertvollen Informationen zu lesen. Sr. Danielle betonte auch, dass Pater Kentenich dem hl. Papst Paul VI. zu helfen versprochen hat, die nachkonziliare Sendung der Kirche unter dem Schutz Mariens mitzutragen. Erinnern wir uns an das Foto, als Pater Kentenich vor dem hl. Papst Paul VI. steht, und es scheint, als hätte er ein Lunchpaket in der Hand, was in Wirklichkeit ein Geschenk für den Papst ist, ein Kelch für die neue Kirche Matris Ecclesiae, Mutter der Kirche, die gebaut werden soll. Die Schwester hob auch hervor, die Kirche am Neuen Ufer sei: eine brüderliche Kirche, eine arme Kirche, eine vom Hl. Geist geleitete Kirche, eine demütige Kirche, eine dynamische Kirche, die Sauerteig und Seele ist.

Wir  haben diese Gedanken abgeschlossen mit dem letzten Abschnitt  aus dem KENTENICH READER III: „Wenn ich so zurückschaue, was war das eine Zeit, als das Marianische nach dem ersten Weltkriege so stark Gegenstand der Auseinandersetzung war! Was waren das für Schlachten, die wir damals geschlagen haben zu Ehren der Gottesmutter! Und wenn sie sich verherrlicht hat in unserer Familie als einem Teil der Kirche, dann wird das immer unsere Aufgabe bleiben, dafür zu sorgen, dass die Gottesmutter in der Kirche anerkannt wird: ja, dass sie nicht nur anerkannt wird, sondern dass sie für die neue Zeit die große CHRISTUSSTRÄGERIN, CHRISTUSDIENERIN und CHRISTUSGEBÄRERIN ist!

Lebe es einfach!

P. Gerold Langsch übernahm die letzte Präsentation vor den Diskussionen und Überlegungen, eine neue Jahreslosung zu finden. Seine Präsentation war überschrieben mit „Dilexit Ecclesiam – Schönstatt und das Pfarreileben“. P. Gerold hatte sich mit mehreren Schönstatt-Mitgliedern in Verbindung gesetzt und sie haben ihre Erfahrungen mitgeteilt, was sie in den Gemeinden durchgeführt und wie ihre Gemeinden Schönstatt erfahren haben. Im Kern geht es darum, Schönstatt in so vielen Bereichen wie möglich im Leben der Gemeinde zu verwirklichen, nicht indem immer auf Schönstatt Bezug genommen wird, sondern indem es gelebt wird. Auf diese Weise pflegen wir eine Bündniskultur und stehen im Dienst der Kirche. P. Gerold ermutigte alle, im Alltag mit der Gottesmutter zu leben, und sie wird für das Übrige sorgen.

Nach Gesprächen und Überlegungen hat eine besondere Gruppe im „Cor Unum in Patre-Heiligtum“ das neue Jahresmotto erkannt: DILEXIT ECCLESIAM – LEUCHTTURM AM NEUEN UFER!

 

Original: Englisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

Fotos: Albert & María García

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