Veröffentlicht am 13. August 2018 In Kentenich, Leben im Bündnis, Schönstätter

Die Aktualität des Charismas unseres Gründers

Im Gedenken an P. Humberto Anwandter, Redaktion •

“Mit jedem Menschen, der stirbt, stirbt eine Welt“, sagt Gerhard Hauptmann, „doch keiner stirbt für sich allein. Jeder, der von uns geht, nimmt ein Stück von uns mit.“ Und lässt etwas von sich bei uns zurück. Als Christen wissen wir, dass er bei uns bleibt. Als am 29. Juli Pater Humberto Anwandter aus der Gründergeneration Schönstatts und der Schönstatt-Patres in Chile verstorben ist, da starb ein granz Großer, eine Bündniswelt, eine Bündnisgeschichte, eine Geschichte insbesondere des Bündnisses mit Pater Kentenich und des Heranführens der neuen Generationen an den Propheten.

Uns bleibt die Erinnerung, allerdings nicht eine Museumserinnerung, sondern eine Bündniserinnerung.

In seinen Worten und seinen Büchern, in dem, was wir von ihm hören und lesen, bleibt er bei Schönstatt und bleibt Orientierung in unserer Suche nach dem Weg Schönstatts im 21. Jahrhundert.

Am Tag seines Todes entdeckte ein Mitglied der Redaktion von schoenstatt.org ein vor mehreren Jahren auf Schoenstatt Vivo veröffentlichtes Video, das wir nach Autorisierung durch P. Rafael Fernández mit großer Freude hier verbreiten und für unsere englisch-, portugiesisch- und deutschsprachigen Leser untertitelt haben. In diesem Video, das vor dem Jubiläum von 100 Jahren Liebesbündnis aufgenommen wurde, gibt P. Humberto Anwandter Antwort auf die Frage, was er von Schönstatt für 2014 erwarte, „die Jahrhundertfeier des Anfangs von Schönstatt, handelt es sich doch um das Jubiläum des Gründungsaktes des Liebesbündnisses im Urheiligtum.“

Video: SchoenstattVivo, P. Rafael Fernández. Mit freundlicher Erlaubnis. Untertitel: Claudia Echenique @schoenstatt.org

Die zwei Dimensionen schöpferischer Treue

Er spricht vom „Blick auf die Grundkraft, die den Ursprung bewirkt hat, das Liebesbündnis, lokal verknüpft mit dem Heiligtum“, von schöpferischer Treue und den Dimensionen des Liebesbündnisses – mit Maria, mit der Dreifaltigkeit, mit der Familie: „Es ist ein Bündnis, das nicht nur individuell geschlossen wird, sondern das Familienbindungen schafft. Es hat eine vertikale und eine horizontale Dimension. Und diese Dimension, so glaube ich, muss noch vertieft und verheutigt werden.“

Wenige Wochen vor dem 50. Jahrestag des Todes von Pater Kentenich ruft er uns dazu, die Bindung an Pater Kentenich zu vertiefen „sowohl in der Dimension einer persönlichen Bindung wie in der Kenntnis seines Charismas, seiner Botschaft, des Eigenen, das er  der Kirche zu geben hat, jedoch in der Konfrontation mit den Herausforderungen der heutigen Zeit: Es geht um die Aktualität des Charismas des Gründers. Und dieses zu verheutigen und auf diese Weise darzustellen, dazu sind wir als Familie gerufen.“

 

Nach 100 Jahren müsste Schönstatt weiter sein im Dienst an der Kirche

„Das wäre vielleicht so etwas wie eine zweite Dimension der schöpferischen, kreativen Treue, oder anders gesagt, dass Schönstatt nach 100 Jahren eigentlich schon bereit und fähig sein müsste, sich immer mehr und besser in seinem Dienst an der Kirche und der Welt einzubringen, heißt, Herz der Kirche sein zu können, mehr Herz der Kirche sein zu können, damit die Kirche mehr Seele der Welt sein kann. Ich glaube, darin liegt die große Herausforderung, die nach 2014 vor uns liegt.“ Jetzt also.

Für das Schönstatt des 21. Jahrhunderts, das zweite Jahrhundert seiner Existenz und 50 Jahre nach dem Tod des Gründers, bleibt, wie P. José María García in diesen Tagen und im Zusammenhang des Todes von P. Humberto Anwandter sagte, „die Bitte, dass das, was die Gründergeneration hat, uns nicht verloren geht oder als bloße Erinnerung an  eine Epoche bleibt. Sie sind es, die das Charisma Pater Kentenichs und die Mission der MTA verstanden, dafür gelebt und sich dafür hingegeben haben. Und das muss unsere Referenz und die der kommenden Generationen sein. Den Puls der Zeit nimmt jede Generation auf, doch die Identität und ursprüngliche Dynamik verkörpern die Ersten“, Menschen wie ein P. Humberto Anwandter.

 

Fotos: Octavio Galarce @schoenstatt.org

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

 

 

 

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