Veröffentlicht am 3. Juni 2018 In Leben im Bündnis

Ein Tag der Rosen am Vorabend der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien

KOLUMBIEN,  Consuelo Iturrieta •

Die Gottesmutter von Schönstatt unterwegs auf den Straßen von Bogotá in Kolumbien! Und die Kolumbianer folgen ihr auf 2700 Metern Höhe „himmelwärts“. Am Vorabend der Präsidentschaftswahlen in dieser entscheidenden Zeit für den Friedensprozess wurde der erste Bildstock der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt in Bogotá eingeweiht. –

Schönstatt ist in die kolumbianische Hauptstadt hereingebrochen, und die Gottesmutter ist gekommen, um zu bleiben. Die Schönstattfamilie, zusammengerufen und angeführt durch die Mädchenjugend, hat den ersten Bildstock der Gottesmutter von Schönstatt gebaut und im Garten des Schönstatthauses im Stadtteil Niza eingeweiht. Von diesem schlichten Ort aus schenkt die werdende Jugend den Kolumbianern einen Raum der Beheimatung, damit die Königin immer mehr Herzen erobern kann.

Etwa 70 Personen waren an diesem großen Tag, dem 26. Mai, dem Marienmonat, dabei, um die Königin zu feiern und ihr einen Ort unter freiem Himmel anzubieten; die großen Anliegen waren dabei das Wachstum der Schönstattjugend und das gemeinsame Gebet für die Präsidentschaftswahlen in Kolumbien, die am Tag danach, am 27. Mai, stattfanden. Ein historischer Tag für die Schönstatt-Bewegung in Bogota.

Prozession zwischen Passanten und ratlosen Nachbarn

Während die Sonne jede Ecke der Stadt füllte, begann der Tag der Schönstätter um 10.00 Uhr morgens  mit einer Prozession durch die Straßen des Viertels, angeführt von dem Bild der Gottesmutter, das von zwei Mitgliedern der Familienbewegung getragen wurde, die in der Mädchenjugend arbeiten.

Die Königin wurde begleitet von Kindern und jungen Menschen der Pfarrei St. Maximilian Kolbe und dem „Haus der Mater“, den beiden Orten, an denen sich zur Zeit Jugendgruppen gebildet haben), und die stolz ihre Fahnen und Gruppensymbole als Marienapostel und Mädchenjugend trugen. Dahinter gingen Mitglieder der Familienbewegung, einige Mütter und Missionare der Pilgernden Gottesmutter zusammen mit einigen Nachbarn, die sich spontan anschlossen, um die Mutter des Herrn zu ehren.

Es entstand viel Neugier unter den Passanten und Anwohnern des Viertels, die hinter den Gardinen oder vom Bürgersteig aus recht perplex diese von der Polizei und zwei Autos eskortierte Gruppe beobachteten, die ein Marienbild auf den Schultern durch die Stadt trug.

 

Die entstehende Schönstattjugend bringt die Schönstattfamilie von Bogotá ans Laufen

Während der Prozession wurde der Rosenkranz gebetet, verbunden mit passenden Aussagen von Pater Kentenich, wobei jedes Gesätz mit einem konkreten Anliegen verbunden wurde mit der Betonung auf die Präsidentschaftswahlen und das Wachsen der Schönstattjugend. Dazwischen gab es Momente der Stille, der persönliche Reflexion, des Zuhörens und Betens. Die Mädchenjugend hatte die Lesungen übernommen, betete den Rosenkranz vor und präsentierte den neuen Chor, der die Prozession begleitete.

Auch wenn der Tag mit strahlender Sonne begonnen hatte und die Regenschirme vor Sonnenbrand schützen sollten, zog sich der Himmel gegen Mittag zu und die Regenschirme erfüllten nun ihren eigentlichen Zweck, nämlich vor dem Regen zu schützen. Typisch für Bogotá, wo man sagt, dass die vier Jahreszeiten hier an einem einzigen Tag stattfinden.

Die Prozession endete am selben Ort, an dem sie begonnen hatte, dem Schönstatthaus, dem „Haus der Mater“. Dieses Haus gibt es nun seit knapp einem Jahr, seit es von der Schönstattfamilie gekauft wurde, und hat schon viele Früchte gebracht. Der große Saal des Hauses füllte sich mit den Teilnehmern, gemeinsam feierten sie mit Pfr. Rubén Darío Franco die heilige Messe.

Weihe des Bildstocks unter strahlender Sonne

Die Wolken zogen währenddessen weiter, und so begleitete nun wieder strahlender Sonnenschein die Weihe des Bildstocks im Garten des Hauses. Alle Teilnehmer drängten sich an dem Ort, an dem das Bild der Gottesmutter seinen Platz finden sollte. Die kleinen Marienapostel und die ganz kleinen Kinder trugen rote und weiße Rosen, um den neuen Gnadenort zu schmücken.

Nach der Weihe des Bildstocks veranstalteten die Jugendlichen einen Verkauf von Essen, Getränken und Andachtsgegenständen als Fundraising für ihre Fahrt zum Weltjugendtag 2019 nach Panamá. Und wie immer zeigte sich die Familie solidarisch und freute sich zugleich an leckeren Empanadas und Getränken.

Ein Teilnehmer der Bewegung kommt zu dem Schluss: „Ein großer Segen für die Schönstattfamilie ist dieser Bildstock! Dank an die Jugend!“

Dies war die erste von der Mädchenjugend initiierte Unternehmung, mit einer Idee, die aus ihren Herzensanliegen kam und die sie aus eigener Kraft organisiert hat.

Mit Beiträgen zum Gnadenkapital möchten wir Jugendlichen diesen Bildstock mit Leben füllen und bitten die Gottesmutter weiter, viele jugendliche Herzen an sich zu ziehen, um Kolumbien eine Schönstatt-Bewegung zu schenken, die Bindungen aufbaut in einem zerrissenen Land.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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