Veröffentlicht am 7. Mai 2018 In Leben im Bündnis

Erzieher-Ehepaare: Erfahrungen, Erfolge und Schwierigkeiten

COSTA RICA, Michelle Ramírez •

„Es ist unsere Aufgabe und unsere Mission, erzogene Erzieher zu verkörpern, um anderen zu dienen und zum Wachsen zu helfen“, so heißt es von einem der 20 Ehepaare, die am ersten Internationalen Treffen von Erzieherfamilien des Familienbundes teilgenommen haben, das vom 12. – 15. April 2018  in Costa Rica stattfand.

„Vor einem Jahr, 2017, schien das völlig unmöglich, was jetzt schon geschriebene, gelebte und genossene Geschichte ist. Schon seit einiger Zeit hatten wir den Wunsch, ein Treffen von Erzieherfamilien anzuregen, um den Austausch zu erleichtern. Dieses Anliegen ist nun dank der Initiative des Familienbundes in Costa Rica umgesetzt worden“, so Rosa María Wieland, Internationale Leitung des Familienbundes.

Der Familienbund in Costa Rica hat die Organisation übernommen und zusammen mit der Internationalen Leitung alle Territorien des Familienbundes eingeladen. Elf Territorien waren durch Ehepaare, Geistliche Assistenten, Gründungsbeauftragte und im Familienbund arbeitende Marienschwestern vertreten: Deutschland, Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador, Spanien, USA, Paraguay, Polen, Puerto Rico. Die früher angekommenen Teilnehmer  vernetzten sich mit den Familien aus Costa Rica und machen ausgiebig Tourismus am Meer und in den Bergen und lernten einen Vulkan kennen, während die anderen Teilnehmer erst zum Beginn der eigentlichen Tagung kamen.

In einem Klima der Freude und neuer Erfahrungen als Gastgeber brachte die Schönstattfamilie von Costa Rica die 20 Ehepaare in Häusern von Familien, auch anderer Gliederungen wie der Familienliga, der Mütterliga, der Liga und des Bundes unter. Eine geeinte Familie im Kentenich-Jahr.

Sieben Assistenten waren bei allem dabei: die Patres José Luis Correa, Rafael Fernández, José María García, Eduardo Parra, Christian Christensen sowie die Schwestern María Auxiliadora und Virginia.  Zum Beginn des Treffens war schon eine große Familie entstanden, die sich in mehreren Sprachen verständigte, was niemals ein Problem wurde.

Erlebt wurde nicht nur ein Internationaler Familienbund, sondern eine Familie, versammelt im Schatten des Heiligtums, dessen Sendung „Familie der Hoffnung“ ist. Bei dieser Quelle der Hoffnung fand ein kleines Pfingsten statt.

Das beste Geschenk:  ein ehrlicher Austausch

Beim Treffen ging es um das Austauschen von Erfahrungen, Erfolgen und Schwierigkeiten. Die Arbeit gestaltete sich in vier Bereichen, deren Themen die neuen Herausforderungen für Familien in dieser Zeit spiegeln. Dabei ging es in Vortrag und Austausch um: Inhalte mit Leben füllen, Selektionskriterien, Funktion und Verantwortung der Erzieherfamilien, Ausbildung der Erzieherfamilien und pädagogischer Leitfaden.

Der Reichtum dieser Beitrag zeigte sich darin, dass bei den Mahlzeiten und den Freizeitaktivitäten spontan darüber weitergeredet wurde. Man tauschte sich auch aus über die konkrete Situation in den einzelnen Territorien, und so kamen auch Ideen ins Spiel, wie es gelingen könnte, ein Netzwerk an pädagogischen Instrumenten und eine internationale Wissensdatenbank aufzubauen, um so in den ganz unterschiedlichen Akzenten der Länder und Territorien Austausch und Wachstum zu fördern,.

„Es ist ein doppeltes Geschenk: sich zu öffnen und lernen zu können. Kein System ist Garantie für Erfolg und alle Modelle müssen in einem Moment neu gedacht werden, um an ihrer Erneuerung zu erarbeiten, und das um so mehr im Bereich der Erziehung und im Dienst an den Erzieherfamilien“, so Josef Wieland.

Zurück und schon auf dem Weg zum nächsten Treffen

„Wir sind schon längst alle wieder zu Hause, froh über das Erlebnis einer schönen, echten Gemeinschaft, die Begegnung mit wunderbaren Ehepaaren mit viel Erfahrung und über eine weite und umfassende Sicht unserer Aufgabe und persönlichen Arbeit als Erzieher.

Wir haben ein begeistertes, hochengagiertes, kompetentes und dynamisches Team erlebt. Wir danken allen, die einen Beitrag gegeben haben, besonders Pater Rafael Fernández und den Gründungsbeauftragten des Familienbundes in  Costa Rica, Alcidez und Margarita Bogarín de González.

Und was soll man erst sagen über das Gebet, die Vorbereitung und die Anregung vor dem Treffen via WhatsApp. Wir haben monatelang für dieses Treffen gebetet. Wir haben eine starke Verbundenheit erlebt, die eine Gruppe geschaffen hat. Daniela Ramírez ist sicher die Königin der Bindung über WhatsApp.

In zwei Jahren treffen wir uns wieder zum zweiten Treffen der Erzieherfamilien des Familienbundes. Wir sind gespannt, in welchem Land wir das machen“, so Ehepaar Wieland.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: M. Fischer, schoenstatt.org

Schlagworte: , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.