Veröffentlicht am 20. März 2018 In Leben im Bündnis

Die Österreicherin Maria Mauhart wurde Sr. Mirja Mauhart

 ÖSTERREICH, Lucia Reinsperger •

Unter den fünf Novizinnen, die am 18. März 2018 in Schönstatt zur Marienschwester eingekleidet worden sind, ist eine Österreicherin. Maria Mauhart ist ihrer Rolle als „Kursbaby“ der Familienakademie längst entwachsen, war bei den Mädchen/Jungen Frauen aktiv und hat beim Weltjugendtag im Sommer 2016 Gottes Ruf gehört. Nach 25 Jahren begeht mit Maria nun wieder eine Österreicherin den Weg zur Marienschwester. Zur Einkleidungsfeier ist ein Bus voll Gratulanten der österreichischen Schönstattfamilie angereist. —

Den Namen mussten wir mehrmals wiederholen

Schwester Mirja – diesen Namen mussten wir mehrmals wiederholen, um ihn zu lernen. Ein wenig klingt er, als hätte Maria ihren Mädchennamen umgedreht, jedenfalls hat er dieselbe Bedeutung. Maria ist jetzt Novizin der Schönstätter Marienschwestern, daher trägt sie wie jede von ihnen eine Namensform von Maria, das drückt ihre besondere Beziehung zur Gottesmutter aus. Neben dem neuen Namen trägt Sr. Mirja jetzt auch dunkelblaue Tracht, Gürtel, Schleier und Medaille – die Zeichen der marianischen Sendung, der Reinheit, jungfräulichen Liebe sowie Verbundenheit mit Jesus und Maria.

All das wissen wir, seit wir zur Einkleidung nach Schönstatt gereist sind. Ein so seltener und besonderer Anlass, für den wir gerne zehn Stunden Fahrt auf uns genommen haben und durch den wir ein Stück weit Einblick in das Leben der Marienschwestern bekommen haben, in Marias jetziges Leben. Schon auf der Hinfahrt von Oberösterreich nach Schönstatt stimmen wir uns auf das Thema Berufung ein: Jemand könne noch so mutig, fromm oder abenteuerfreudig sein, das alles sei kein Grund, um Marienschwester zu werden, erklärt uns P. Felix Strässle im Bus. Eines sei entscheidend: die Berufung, der Ruf Gottes. Der Reihe nach ergreifen auch die Reiseteilnehmer unter uns das Wort, Freunde, Verwandte von Maria, Mitgliederfamilien und Mädchen. Sie erzählen, wie lebensfroh, bescheiden und beständig sie Maria kennen und wie sie ihr wünschen, dass sie auf ihrem außergewöhnlichen Weg glücklich werde.

Auf dem Weltjugendtag kommt die Frage der Berufung

Als wir am Vorabend der Einkleidung in einer Vigilfeier eingestimmt werden, erleben wir auch die Lebensgeschichten und Kulturen von Marias Kursschwestern. Vertreter der Schönstattfamilien aus ihren Ländern sind wie wir versammelt und haben Lieder und Bilder aus der Heimat mitgebracht. Am eindrucksvollsten ist der Moment, als wir die Worte der Novizinnen selbst hören, auch wenn andere Schwestern ihnen ihre Stimme leihen. „Ich bin gespannt, wohin Gott mich führen wird“, hören wir Maria sagen. Sie habe sich die Frage der Berufung gestellt, als sie zum Weltjugendtag nach Krakau gereist ist. Dort hat sie die jungen polnischen Schwestern erlebt. Die Tage nach Weihnachten 2017 hat sie bei den Kandidatinnen und Schwestern in Maria Rast verbracht und gemerkt, wo Gott sie haben möchte.

Bei der Einkleidungsfeier am Sonntag schneit es. Ein Zeichen der Reinheit in der Natur, meint eine Teilnehmerin aus unserer Gruppe. Auch die Novizinnen ziehen im weißen Kleid in die Anbetungskirche ein, bevor sie später ihre Tracht überreicht bekommen. Und ihren Namen. Schwester Mirja hören wir – und werden ihn mehrmals wiederholen müssen.

Fotos: Gertrud Jehle, Ulrike Wurm

Mehr über die Schönstätter Marienschwestern auf ihrer Homepage: www.s-ms.org

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