Veröffentlicht am 13. März 2018 In Leben im Bündnis

Diakonatsweihe von Santiago Ferrero beim Sionsfest

ARGENTINIEN, Claudia Echenique •

Das Sionsfest ist immer für eine Überraschung gut. Ein Besuch, ein Jubiläum, neue Berufungen. Dieses Jahr war es die Diakonatsweihe von Santiago Ferrero, und sie brachte nicht nur die „üblichen“ Pilger aus Buenos Aires, San Isidro, Villa Ballester und der Gegend um Florencio Varela herbei, sondern auch aus Córdoba, der Heimatstadt von Santiago, und aus La Plata, wo er eines seiner Pastoralpraktika absolviert hatte. Gerne wäre auch die Schönstattjugend aus Rom dabei gewesen, denn dort hat Santiago Ferrero in der Vorbereitung auf das Jubiläum 2014 gewirkt und nachhaltige Spuren hinterlassen. —

 

 

Eine Überraschung war es für viele auch, P. Juan Pablo Catoggio, den Generalobern der Schönstatt-Patres und Vorsitzenden des Generalpräsidiums Schönstatts, zu sehen und ebenso Bischof em. Claudio Giménez (ehemaliger Bischof von Caacupé – Paraguay), die beide einige Tage an der Jahrestagung des Schönstatt-Patres der Region teilgenommen hatten.

Bündnis, Heiligtum, Weihe

Am Sonntag, dem 18. Februar 2018, wurde die Heilige Messe darum in die Gott-Vater-Kirche in Nuevo Schoenstatt verlegt. Dort war Bischof Carlos José Tissera von Quilmes Hauptzelebrant, zusammen mit 16 Priestern und Diakonen.

Nach dem Eingangsgruß des Bischofs begrüßte Pater Tommy Nin Mitchel, der neue Regionalobere, alle, die zum Sionsfest nach Florencio Varela gekommen waren, und nannte die drei Hauptgründe der Feier: den Bündnistag, das Fest des 24. Weihetages des „Sion del Padre“-Heiligtums und die Diakonatsweihe von Santiago Ferrero.

 

P. Tommy Nin Nitchell, neuer Regionaloberer, zuvor Leiter der Schönstatt-Bewegung in Paraguay

Soziale Anliegen des neuen Diakons

„Ich war überrascht, als ich am Anfang die Biografie von Santiago Ferrero gehört habe, vor allem mit seinen sozialen Anliegen, die ihm während des Architekturstudiums kamen. Ich kenne die NGO Techo, aber ich hatte keine Ahnung, dass Santiago zu der Gruppe gehört hat, die diese Initiative in Argentinien gestartet hat, und dass er bis 2006 dort mitgearbeitet hat. Als ich hörte, dass sie in der Wirtschafts- und Sozialkrise 2001/2 angefangen haben, Notwohnungen in verschiedenen Gegenden von Córdoba zu bauen, erinnerte ich mich an die Gründer Schönstatts in Paraná, die Anfang der siebziger Jahre Hütten bauten für Obdachlose, als Sozialprojekt Schönstatts“, so eine Mitarbeiterin von schoenstatt.org.

Uns hineinwerfen in den Pool der barmherzigen Liebe Gottes

Bischof Tissera erinnerte in der Predigt daran, dass „Fastenzeit bedeutet, uns in der barmherzigen Liebe Gottes zu baden“, und in Blick auf die große Hitze dieses Morgens fügte er an: „Was täte das jetzt gut, ins Schwimmbecken zu springen … springen wir hinein in die Liebe Gottes!“

Indem er sich an Santiago wandte, sagte er: „An diesem Tag deiner Weihe sollst du spüren, dass du Teil einer Familie bist, der Jünger Jesu. Maria, die Frau des Bundes, helfe dir, wie sie immer zu Füßen Jesu zu stehen, ihm ohne müde zu werden und froh zu dienen und so der Welt zu zeigen, dass Hoffnung keine Illusion ist, sondern jemand, Jesus, lebendig mitten unter uns.“

 

Predigt von Bischof  Tissera (Spanisch)

Glaube was du liebst, lehre was du glaubst, tue was du lehrst

Zu Beginn des Weiheritus wurde Santiago, der vor seinen Eltern und Geschwistern saß, beim Namen gerufen, und er trat einen Schritt vor. Hier bin ich. Er legte seine Versprechen als Diakon ab und streckte sich dann auf dem Boden aus, während die Allerheiligenlitanei in der landestypischen Version gesungen wurde. Dann legte Bischof Carlos ihm die Hände auf, betete das Weihegebet – und Santiago war zum Diakon geweiht.

Seine Eltern, Eduardo und María de las Mercedes, traten mit Stola und Dalmatik zum Altar. Santiago empfing das liturgische Gewand der Diakone und das Evangeliar, und wurde dann zum Altar gebeten, um von dort aus weiter an der Eucharistiefeier teilzunehmen.

 

Diakonatsweihe

Sie sind der Weg zu meinem Priestertum geworden

Bevor er sich im Heiligtum der Gottesmutter weite, wollte der neue Diakon vielen Personen und Gemeinschaften danken, die ihn in seinem Leben und auf seinem Weg zum Priestertum begleitet hatten. „All diese Menschen, die Gott mir geschenkt hat, sind nicht am Wegrand geblieben, sondern Weg geworden: sie haben mich erzogen, gelehrt, haben mir gezeigt, wie man wächst und Vater und Priester wird“, betonte er. Im Kentenich-Jahr dankte Santiago „für Kentenichs Vorbild von Vaterschaft, von Priestertum und Nachfolge Christi, der Weg, auf dem wir in seinen Spuren gehen.“

 

Audio der Dankrede von Diakon Santiago (Spanisch)

Bei der Prozession von der Gott-Vater-Kirche zum Heiligtum trug der Diakon die Bronzeplakette mit einer Kopie des Handabdrucks von Pater Kentenich und legte diese dann auf den Altar. Dort weihte er der Gottesmutter, seiner treuen Begleiterin, „den Beginn des ganzen Dienstes. Ich bin dein Sohn und vertraue dir. Ich gebe mich in deine Hand, ich kröne dich und bitte dich, erweise dich als siegreiche Königin im Leben aller meiner Mitbrüder.“ Dann lud er alle ein, das Liebesbündnis zu erneuern und spendete dann allen Anweisenden den Segen.

Dass mein Herz etwas mehr wie seines wird

„Ich bete immer für die Patres und die Seminaristen, auch wenn ich nicht alle kenne oder nicht alle Namen weiß“, so eine Frau beim Empfang eines Bildchens mit einem schönen Foto der Hände von P. Kentenich, die einen Kelch halten, und dem Gebet um Berufungen auf der Rückseite.

„Ich möchte Jesus danken, dass er mich aus reiner Barmherzigkeit berufen hat. Er hat mich eingeladen, ihm zu vertrauen, ihm zu folgen. Dass mein Herz etwas mehr wie seines wird, sensibel für die Kleinsten und voll Vertrauen auf den Vater“, so der neugeweihte Diakon Santiago Ferrero, der als Motto gewählt hat: „Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8).

Das Fest ging auf dem Gelände der Schönstatt-Patres ein paar Straßen entfernt weiter; dort hatten viele die Möglichkeit, Santiago zu begrüßen und beim Mittagessen unter freiem Himmel miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Nachmittag spendete der neugeweihte Diakon nach der Eucharistischen Anbetung den Segen.

 

 

 

 

 

 
Fotos (Claudia Echenique)

Sion del Padre 2018

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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