Veröffentlicht am 28. August 2017 In Leben im Bündnis

Campus Belmonte 2017 – Wieder Baueinsatz rund ums Heiligtum

ROMA BELMONTE, Pfr. Armin Noppenberger •

Roma-Belmonte, Mitte August. 16 Jugendliche und Junge Erwachsene plus Carmen (Köchin) und Jürgen Reinle (Capo) aus den süddeutschen Regionen Oberschwaben und Baden haben wieder einen Baueinsatz am Internationalen Schönstattzentrum Roma-Belmonte erlebt; vom 13. bis zum 20. August 2017. Teils hat sich die Teilnehmerschaft durch Mund-zu-Mund-Werbung erneuert, teils waren es Belmonte-Fans, die schon mehrmals dabei waren. Drei Gewerke hatten die Belmonte-Kommission und Architekt Pörsch für die jungen ArbeiterInnen vorgesehen:

  1. Die „Intercapedine“ (Zwischenräume, im „Deutalienisch“ von Belmonte klingt es viel mystischer) des Gebäudetraktes A1 des Domus Pater Kentenich zu reinigen, neu zu grundieren und zweifach neu gegen Witterungseinflüsse mit Schutzanstrich zu versehen.
  2. Die Innenseite der Grundstücksmauer rechts vom unteren Eingangstor bis hin zum Mauerende zur Via di Boccea hin neu mit quarzweißer Farbe zu streichen.
  3. Vielfache Pflege-, Mäh- und Reinigungsarbeiten in den Grün- und Außenanlagen von Belmonte („Team Grün“).

An diesen Arbeiten fleißig dran waren: Elias B, Valentin F, Johannes S, Carmen Reinle; Jürgen Reinle, Magdalena R, Simon B, Matthias B, Ferdinand F, Clemens G, Antonia H, Anna Maria H, Leoni L, Caroline Viktoria P, Lilly R, Martin G, Johannes S, Dennis S, Pfr Armin Noppenberger. Und in der Küche mit Herz und Thermomix: Carmen mit dynamischem Team.

„Intercapedine“?

Intercapedine? Das sind die nach oben halboffenen Zwischenräume zwischen Kelleraußenwand und der betonierten Schutzmauer bzw. -wanne, die das ganze Haus kellergeschossig leicht begehbar umgibt. Architekt Pörsch hatte dazu vorab eine detaillierte und leicht umsetzbare Anweisung für diese Malerarbeit gegeben. Jürgen Reinle erledigte im Vorfeld die Arbeitsvorbereitung, damit es auf Belmonte am Montag, 14. August, richtig losgehen konnte. Diese Arbeit war gut während der Tageshitze zu machen, im kühleren Halbschatten der Intercapedines.

Grün

Die Arbeit in den Außenanlagen verlegten wir hauptsächlich in den frühen Morgen ab 6 Uhr bzw. in den späteren Nachmittag; denn zu diesen Zeiten waren Sonne und Temperaturen noch nicht so unerträglich hoch und heiß wie während des Tages (38°C +). Die Grünflächen auf dem Fleckchen Erde „Belmonte“ ums Heiligtum herum sind auch im August frisch, weil sie über Nacht aus der grundstückseigenen Zisterne Wasser bekommen, welches sich den Tag über ansammelt und durch ein wirksames Bewässerungssystem wachstumsfördernd verteilt wird. Bedenkt man den außerordentlichen Wassermangel im Italien dieses Sommers 2017, kann das alles als Geschenk erlebt werden; noch mehr die Atmosphäre ums Heiligtum, die dadurch mit ermöglicht wird.

2 x Meer = viel mehr

Ans Meer fahren gehört zum Campus Belmonte, vor allem wenn er im Sommer ist. Am Festtag Mariä Aufnahme in den Himmel – diesen haben wir alle zusammen mit der Vigilfeier am Vorabend begangen – genossen einige das Meer bei Marina di San Nicola; die anderen, überwiegend erstmaligen Teilnehmer besuchten die ewige Stadt mit Valentin, dem orts- und sprachkundigen Geschichts- und Theologiestudenten und Baueinsatzkenner. Das zweite Mal am 17. August. Grund: wir sind mit unseren Arbeiten gut  vorangekommen und der Vormittag war schon sehr heiß. Unter diesen Umständen schlug Capo Jürgen die Planänderung „Meer“ vor, nach der Siesta. Mit etwas Vesper und einigem Mineralwasser im Gepäck ging’s an den Strand. Zurück erst wieder nach einem filmreifen Sonnenuntergang.

Essen, Freude, Gemeinschaft und Gebet

Zu allem gab’s reichlich und gut zu essen und trinken, in italienischem Stil – dank dem dynamischen Küchenteam unter Carmen Reinle und ihrem Thermomix.  Alle waren auch wieder dabei wegen der guten Gemeinschaft, die auf guten Baueinsätzen immer erlebbar ist. Dazu gehört Belmonte und sein Rektor Don Marcelo Cervi, der mit Freude Herz, Türen und Räume auf Belmonte weit für die Jugend offenhält. Das war für die jungen Leute auch in seiner Predigt emotional zu spüren bei der Bündnisfeier am Freitag, 18. August, am Heiligtum. Die haben viele italienischen Mitchristen aus der Region mit uns zusammen bei untergehender Abendsonne gefeiert mit anschließendem incontro (Begegnung) bei einem „gigantischen Pizzabuffet“ und selbsterzeugtem Wein aus der Region.

Und der Spaßfaktor war auch wirksam: beim Arbeiten, bei der qualifizierten Siesta, am Abend bei einem Bier oder Wein, bei einer abendlichen Tour durch Rom mit seinem ewig guten und soften Eis, am Meer oder bei der Präsentation über die Vision von Belmonte, Pfr. Armins Infotainment. Alle wollen wieder Belmonte.

Das Vertrauen geht dahin, dass das Engagement der jungen und jüngeren Generation ein wirksamer Beitrag zum Gelingen von Belmonte als exemplarischer Ort für „Kirche am neuen Ufer“ wird und Mut zum Wagnis macht.

Deshalb Dank an alle TeilnehmerInnen für ihre Arbeit, Motivation und Verbundenheit im Bündnis; Dank an Jürgen Reinle als Capo, an Carmen Reinle als Köchin und Thermomixerin, an Lilly, Dennis, Ferdinand und Valentin fürs Mitdenken in den Teambesprechungen, für den guten Verlauf der Aktion und das lebendige Gruppenklima. Dank an Belmonte-Verwalterin Elena Buosi für den unkomplizierten Kontakt im Vorfeld; und an Rettore Don Marcelo Cervi für die große Offenheit und das Vertrauen.

Um der Gottesmutter, Königin von Belmonte zu danken, machten wir alle schließlich noch mal Station im Heiligtum mit Gebet, Liedern und erbetenem Segen.

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