Veröffentlicht am 2017-07-07 In Leben im Bündnis

Berufung: Gottes Ja-Wort an uns sichtbar werden lassen

TSCHECHIEN, P. Frank Riedel •

„Die Diözese Leitmeritz (tschechisch: Litoměřice) hat mit dir der Schönstatt-Bewegung ein Geschenk gemacht“, meinte Bischof Jan Baxant an Pater Jiří Landa gerichtet, den er gerade zum Priester geweiht hatte. Sogleich bat er den Neupriester, von nun an Geschenke für die Kirche zu bringen.

Zu der feierlichen Liturgie, die im Stefansdom in Litoměřice, der Heimatstadt Pater Jiřís, stattfand, waren bei strahlendem Sommerwetter Gäste aus vielen verschiedenen Richtungen angereist. Neben der Familie, Freunden und Bekannten sowie zahlreichen Mitgliedern der tschechischen Schönstatt-Bewegung waren auch viele Gäste aus Deutschland gekommen, wo der Schönstatt-Pater im Jahr 2005 seine Ausbildung begonnen und seitdem viele Jahre verbracht hat. Auch aus Polen, Ungarn, Österreich, der Schweiz und sogar aus Brasilien waren Gäste gekommen, um diesen besonderen Tag mitzuerleben.

Auch Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz setzte durch sein Kommen ein Zeichen der Verbundenheit mit P. Jiří und mit der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres, die seit vielen Jahren in der pastoralen Ausbildung mit dem Mainzer Priesterseminar kooperiert, dessen Leiter Bentz ist. Landa war zuletzt als Diakon in der Pfarrgruppe Zaybachtal in Mainz eingesetzt und wird demnächst seine Kaplansstelle in Worms antreten.

Dank an eine besondere Frau

Am Ende des Weihegottesdienstes richtete sich Pater Jiří in einem Dankeswort zunächst an seine Familie, an seine Mitbrüder sowie an die vielen Wegbegleiter, die ihn in den Jahren der Ausbildung unterstützten. Am Ende stand ein Dank, der, wie er sagte, „einer besonderen Frau“ galt. Gemeint war die Gottesmutter Maria, die Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt. Sichtbar bewegt überreichte ihr Jiří einen großen Blumenstrauß.

Die fünf tschechischen Schönstatt-Patres

Wachsen können in einem Klima des Wohlwollens

Am Tag nach der Priesterweihe feierte Pater Jiří Landa seine erste Heilige Messe, die Primiz, in seiner Heimatgemeinde, der Allerheiligenkirche, ebenfalls in Litoměřice. In seiner Primizpredigt sagte Pater Stefan Strecker aus München, bei der Berufung gehe es darum, Gottes Ja-Wort an uns Menschen sichtbar werden zu lassen. „Unsere Welt braucht Menschen, die mit einem positiven Blick auf die Welt schauen.“ Gottes Zusage an die Menschen müsse dann auch in konkreten Zeichen der Annahme Ausdruck finden.

Als eine besondere Gabe des Neupriesters stellte Strecker heraus, dass dieser ein Klima des Wohlwollens um sich verbreite, in dem Menschen aufblühen können. Es sei eine wichtige menschliche Erfahrung, dass wir wachsen dürfen. „Wir brauchen die Erfahrung, dass wir nicht ‚fertig‘ sein müssen.“

Von jenem Klima des Wohlwollens war in diesen Tagen in Litoměřice überhaupt viel zu spüren. Es war eine Atmosphäre der Freude und der Dankbarkeit – dafür, dass es Pater Jiří mit seiner wachstumsfördernden Art gibt, dafür, dass er jetzt als Priester für die Menschen wirken wird und dafür, dass Gott immer wieder Menschen beruft, seinem Ja zu uns ein Gesicht zu geben.

Allerheiligenkirche

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