Veröffentlicht am 2017-06-28 In Leben im Bündnis

Schönstatt ohne Heiligtum?

BOLIVIEN, Roberto Henestrosa •

Un Santuario Abierto

Offenes Heiligtum

Schönstatt ohne Heiligtum das klingt wie Café Crema ohne Schaum oder Sprudel ohne Kohlensäure …  Doch wir laden Sie ein, einen Blick auf unsern Bildstock zu werfen …

Im November sind es 20 Jahre seit der Gründung der Schönstattfamilie von Santa Cruz de la Sierra in Bolivien. Wir haben ein Gelände von 5 Hektar inmitten eines Naturparadieses, wo der größte Schönstatt-Bildstock der Welt steht. Wir haben kein Heiligtum, obwohl die Familie von Santa Cruz eine Stütze der Ortskirche geworden ist. Wir sind an Zahl gewachsen und führen uns selbst ausschließlich mit Laien.

Sie will offenbar mehr

Es ist ganz einfach so, dass die Gottesmutter noch mehr von uns möchte. Sicherlich ist es etwas Großes, darum lässt sie uns so lange warten. Wir träumen davon, dass wir auf diesem Gelände eines Tages ein Tagungshaus haben, ein Bildungszentrum und wer weiß, vielleicht ein Schwimmbad, um dort als Familie die heißen Nachmittage und Abende von Santa Cruz zu genießen. Doch vor allem träumen wir von einem Heiligtum, umgeben von Palmen und Tajibos (Diamantnussbaum), wohin jene pilgern, die Beheimatung in den Armen der Gottesmutter suchen, um innerlich gewandelt und mit Lust am Apostelsein herausgehen.

Sie, die Sie ein Heiligtum haben

Ich schreibe diese Zeilen als einen Aufruf an all diejenigen, die wann immer sie es möchten die Freude haben, jene hölzerne Tür zu öffnen um hereinzutreten und sie dort zu sehen, gekrönt, umgeben von Blumen, an ihrer Seite Vinzenz Pallotti und der Erzengel Michael. Ich lade Sie ein, wenn Sie das nächste Mal ein Heiligtum betreten, innerlich zu spüren, dass diese kleine Kapelle das Gewicht einer Geschichte von Lebenswerken hat, und für all die Leben danken, die sich für die Mission eingesetzt und Ihnen die Möglichkeit gegeben haben, Ihr Leben im Schatten eines Heiligtums zu gestalten.

 

 

 



Fotos: Olker Baldivieso

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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