Veröffentlicht am 15. Februar 2017 In Leben im Bündnis

Wir reden schon fast mit der Gottesmutter in diesen vier Wänden im Bau …

COSTA RICA, Ileana und Chalo Vega mit Maria Fischer

Donnerstag, 9. Februar. Zum ersten Mal hört man die Glocke des zukünftigen Heiligtums in San José, Costa Rica. Etwas mehr als einen Monat vor der Einweihung des Heiligtums „Familie der Hoffnung“ am 18. März konnte man das werdende Heiligtum nicht nur sehen und berühren, sondern auch hören. Die Vorfreude wächst mit dem Wettlauf gegen die Uhr, um alles für die Einweihung fertig zu bekommen. „Du kannst dir vorstellen, dass wir schon fast mit der Gottesmutter in diesen vier Wänden im Bau reden“, sagt Chalo Vega aus der Gründergeneration Schönstatts in Costa Rica.

Am letzten Wochenende im Januar wurden Hunderte von Namen auf die Wände des werdenden Heiligtums geschrieben, die Namen von Menschen, die beim Aufbau dieser Familie mitgewirkt haben. Denn ohne Familie gibt es kein Heiligtum. Die die Ehre haben, Freunde in Costa Rica zu haben und diese dynamische Familie begleitet zu haben, entdecken ergriffen ihre Namen auf den Wänden. Auch schoenstatt.org steht dort. Nicht zu fassen …

Alles in Vorbereitungs-Modus

Die Einweihungs- und Baukommissionen bestehen aus 314 Personen, die hochherzig und durchgehend dafür arbeiten, dass am 18. März eine neue Seite in der Geschichte der Kirche von Costa Rica aufgeschlagen wird.  Ein Chor hat sich gebildet, der regelmäßig probt, um die Liturgie festlich zu gestalten. Es gibt ein Gebet, das auf Anregung von Renate Siebenkäs aus Deutschland entstanden ist , und das wir auf schoenstatt.org verbreiten, damit an diesem Bündnistag alle, die es möchten, sich damit mit der  Einweihung des Heiligtums in Costa Rica verbinden können; die Feier soll per Livestream im Internet übertragen werden. Michelle Ramírez bereitet mit ihrem Team alles für die Presse vor.  Schon über 100 aus dem weltweiten Schönstatt haben ihre Teilnahme zugesagt, zunächst aus den Nachbarländern, aber auch darüber hinaus – insgesamt werden 14 Länder vertreten sein. Ein eigenes Team kümmert sich um Unterstützung bei der Flug- und Hotelbuchung und bietet den internationalen Gästen Begegnungen und Ausflüge in Natur und Kultur des Landes an.

Und sie feiern drei Tage lang … und für immer

Am Freitag um 19.00 Uhr abends beginnt die von der Schönstattjugend gestaltete Vigilfeier. Am Samstag, 18. März, ist dann der große Tag der Einweihung. Die Türen des Bewegungshauses öffnen sich um 8.00 Uhr morgens, und um 9.00 Uhr beginnt das Programm.
Die Heilige Messe und Einweihung beginnt um 10.00 Uhr, und bis dahin sollten alle auf ihren Plätzen sein. Nach der Feier haben wir die Möglichkeit, das Heiligtum zu besuchen, die Gottesmutter zu begrüßen und sich zu verbinden. Für Musik und eine gute Auswahl an Speisen und Getränken ist gesorgt.

Am Sonntag, dem 19. März um 11.00 Uhr ist eine Eucharistiefeier mit Pater José Luis Correa, an der alle teilnehmen können, die bei der Einweihung waren und auch alle, die aus Platzmangel oder anderen Gründen am Tag zuvor nicht dabei sein konnten.

„Bitten wir die Gottesmutter, dass dieses Heiligtum ein neuer Feuerherd der Kampagne in Costa Rica und Amerika werde“, so der spontane Kommentar von Ana Echevarria aus Argentinien, als sie das Gebet bekam, mit dem sich am 18. März weltweit alle in die Einweihung des ersten Heiligtums Mittelamerikas einschalten können.

Ganz sicher ist dieses Heiligtum ein Gnadenort für die Kampagne. Die Pilgernde Gottesmutter von Schönstatt hat ihren Pilgerweg in Costa Rica im Jahr 1990 begonnen, als ein Bild von Panama aus dorthin gebracht wurde; im Jahr 1994 folgte ein Bild aus Argentinien. In Costa Rica ist es seitdem geglückt, dass die Pilgernde Gottesmutter in viele Gegenden des Landes gekommen ist, in alle sozialen Schichten, in unzählige Häuser, in denen die Menschen die dreifache Wallfahrtsgnade erfahren, die Maria vom Schönstatt-Heiligtum aus schenkt. Familien, die es vorher nicht schafften, in der Familie zu beten, oder die es einfach nicht taten, tun es jetzt. Häuser mit alkoholkranken oder gewalttätigen Vätern leben heute in Frieden.

In vielen Heimen, Krankenhäusern, Schulen und Firmen wird heute der Rosenkranz gebetet, wenn die Pilgernde Gottesmutter zu Besuch kommt, Gaben und Gnaden austeilt, und die Liebe Gottes hat dort durch die Vermittlung der Mutter des Herrn und unser aller Mutter Eingang gefunden.

In Stadtteilen, in denen die Menschen einander nicht kannten, lebt jetzt eine echte Gemeinde, während die Pilgermutter leise von Haus zu Haus geht.

Mit dem Wachsen der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter ging die Gründung und das Wachsen von Schönstattgliederungen einher. Heute gibt es in Costa Rica vier Kurse des Familienbundes und die Ligagemeinschaften der Familien, Männer, Mütter und der Jugend. Sehr stark ist die Strömung der Madrugadores.  Die erste Universität, in der nach der Pädagogik Pater Kentenichs gelehrt wird, steht in Costa Rica. Starke apostolische und soziale Projekte sind das Fortalecimiento Matrimonial (Familien aus Costa Rica haben auch bei der Einführung des Fortalecimiento Matrimonial in Spanien im Jahr 2016 mitgewirkt), die Pastoral der Hoffnung für wiederverheiratete Geschiedene, Pastoral für Verliebte, Misión Matrimonio (Begleitung von Ehepaaren in Krisen), Vergebungskurs. Und das alles ohne dauernde Präsenz von Patres oder Schwestern im Land, aus einem starken, eigenverantwortlichen Einsatz aller Schönstätter. Es ist eine Familie der Hoffnung.

Gebet des Heiligtums „Familie der Hoffnung“

Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt, Königin der Hoffnung, an dich wenden wir uns mit dankbarem Herzen für das Geschenk dieser Tugend, einer unerschöpflichen Quelle der Freude und des Friedens.

Hoffnung herrschte in der Heiligen Familie und begleitete dich an jedem Tag deines Lebens. Wir kommen zu dir, weil unsere Familien in der Hoffnung der Liebe und mit der Hoffnung des Glaubens leben müssen.

Festige unsere Familie in der Einheit, im Engagement und in der geschwisterlichen Liebe, in der Hoffnung, die Neue Gemeinschaft zu bauen, die unser Vater und Gründer entworfen hat.

In diesem Heiligtum ist HOFFNUNG die Gnade, die den Pilgern verheißen ist,

weil du, Maria, Modell und Meisterin der Hoffnung bist.

 

Contactos

www.schoenstattcostarica.org

Santa Ana, San José / Costa Rica, Central America

[email protected]

(506) 8823-2812 / 8874-8023

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

Ein Gebet, dass ganz Schönstatt mit der Einweihung des Heiligtums in Costa Rica verbindet

 

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