Veröffentlicht am 2017-01-13 In Leben im Bündnis

Vierzig Jahre als Familiengruppe gemeinsam unterwegs: das Geheimnis des Tayi

PARAGUAY, Morocha  und Carlos Etchegaray •

Maria, hier sind wir, die Tayi-Gruppe, vierzig Jahre, nachdem du uns gerufen hast.

Wir möchten dir danken,  dass du uns berufen hast, Teil der Schönstattfamilie unseres Landes und Teil der ersten Generation zu sein.

Wenn wir auf die Gegenwart schauen und sehen, wie die Bewegung in Weite und Fruchtbarkeit gewachsen ist, können wir mit Demut und Freude behaupten, dass das Motto, das uns damals geleitet hat und alles, was wir eingesetzt haben, nicht vergeblich war: „Um deiner Hingabe willen steige Maria hernieder in Tupãrendá.“

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Danke, liebe Gottesmutter, für deine Treue. Die Gründergeneration

Der Tayi wuchs und verbreitete seinen Samen …

Heute beten wir für diese neue und junge Generation in der Bewegung, damit sie das „Nichts ohne Dich, Nichts ohne uns“ mit Sendungsbewusstsein leben, und so immer mehr Wirklichkeit wird: Paraguay, Nation Gottes – Herz von Amerika.

Heute wollen wir auch nicht vergessen, denen zu danken, die unsere ersten Berater waren: Pater Antonio Cosp, Pater Nicolás Schwizer, Bischof Claudio Giménez und Sr. M. Andrea, und unseren lieben Gruppenführern Magdi und Nonino, die uns die ersten Schritte als Schönstätter gelehrt haben.

Wir erinnern dankbar an unsere Gruppenbrüder und -schwestern, die sich  nun am Ewigen  Schönstatt erfreuen: Estela und Manolo Muñoz, Rosa Ortiz und José Fernández.

Wie am ersten Tag sagen wir heute und immer: Es bleibt dabei, wir bleiben treu!

Eine Parallele: Geschichte der Tayi-Gruppe und der Apostolischen Familienliga

Im Jahr 1976 fand die erste Einführungstagung für die Schönstatt-Familienbewegung statt. Drei Gruppen sind bei diesem Treffen entstanden: Renacer, Tayi und Pequeña  Grey. Die Tayi-Gruppe ist die, die seitdem zusammengeblieben ist.

Die acht Ehepaare, die in Treue zu Schönstatt diese erste Gründungszeit radikal, mit opferbereiter Hingabe und der Glut und Kraft der Gründer gelebt haben, sind:

Lola und Horacio Chiola

Gilda und Chilo Dos Santos

Morocha und Carlos Etchegaray

Yuti und José Fernández

Pacha und Luis Fontclara

Estela und Manolo Muñoz

Rosa und Oscar Ortiz

Maria Yolanda und Kikito Vázquez

Für die Inkulturation Schönstatts in Paraguay

Lapacho-Baum - Tayi

Lapacho/Tayi

Als Gruppe wählten wir den Namen „Tayi“; das ist Guarani für Lapachobaum  Wir wählten diesen Namen, weil wir unsere Sendung als Gründungsgruppe ausdrücken wollten:

Eine konkrete Form für die Inkulturation Schönstatts in unserem Vaterland.

Wir wünschten, dass Schönstatt so, wie der Lapacho seine Wurzeln in den Boden senkt, in unserem Land gedeihen sollte. Wir wollten wie ein Tayi-Baum sein, der tiefe Wurzeln hat, mit festem, hartem und starkem Holz. Wenn die Wurzeln sprießen und Halt im Boden finden, dann werden in der Zukunft die schönen, grünen Zweige viele Menschen schützen und die Blüten und Früchte werden ein Ausdruck für das Leben in Fülle sein.

Wenn wir die Schönstatt-Bewegung in Paraguay heute sehen, können wir mit Gewissheit sagen, dass die MTA Hingabe und Engagement jener ersten treuen acht Ehepaare angenommen hat. Ebenso wie der Tayi hat Schönstatt tiefe Wurzeln in den Boden Paraguays gesenkt. Das Motto während der Jahre, in denen wir das Gelände und das Heiligtum von Tupãrendá erarbeitet haben, war ein starker Impuls und Anstoß für jedes dieser Ehepaare und für die damals kleine Schönstattfamilie:

„Um unserer Hingabe willen steige Maria hernieder in Tupãrendá.“

Jeder gibt alles für Schönstatt

Damals nahmen wir Teil an den Führungsaufgaben der Bewegung. Wir sorgten mit speziellen Arbeiten dafür, dass der Tayi wuchs: Einer aus der Gruppe hatte eine Schmiede; dort wurden Glocke und Glockentürmchen des Heiligtums von Tupãrendá gemacht; ein anderer arbeitete als Geschäftsführer für Tupãrendá, ein anderer im Bereich Wirtschaft, wieder ein anderer im Sendungs-Team, andere als Gruppenleiter für Familiengruppen. Jeder gab alles für Schönstatt.

Als das Gelände von Tupãrendá schon gekauft war, schenkte die Gruppe 100 kleine Tayi-Bäume, die wir an besonderen Plätzen auf dem großen Gelände pflanzten, mit Hilfe und Unterstützung von Pater Antonio. Das war ein Abenteuer und Opfer, denn zu der Zeit war der größte Teil des Geländes eine Art Urwald. Wasser gab es nur an einer Stelle, und wir mussten Wassereimer zu jedem kleinen Baum tragen, um ihn zu wässern. Noch heute ergreift uns eine unbeschreibliche Freude, wenn wir diese Bäume blühen sehen. Sie sind ein Zeichen für die Gruppe und Ausdruck der Früchte von bereitem, frohem und treuem Engagement.

An diesem Jubiläumstag möchten wir auch an vier Gruppenbrüder und -schwestern, die schon ins Haus des Vaters gegangen sind, erinnern und für ihr Leben danken. Es sind: Estela und Manolo Muñoz sowie José Fernández und Rosa de Ortiz.

Quelle: Zeitschrift  Tuparenda, 11/12 2016

Das Team von schoenstatt.org ist stolz darauf, einen echten „Tayi“ im Team zu haben,  den großartigen Tayi Kikito Vázquez, seit vielen Jahren Übersetzer von Portugiesisch nach Spanisch.

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Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland/mf

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