Veröffentlicht am 2016-12-16 In Leben im Bündnis

Salve Regina – Mater misericordiae

DEUTSCHLAND, Dr. Peter Wolf •

Mit zwei Bussen waren die „Freunde von Belmonte“ in der Nacht zum 6. Dezember über den Sankt Gotthard nach Rom gefahren und am Morgen auf Belmonte angekommen. Rektor Daniel Lozano hieß die Pilger aus Deutschland herzlich willkommen und Pfarrer Georg Egle stimmte sie in seiner Predigt zum Salve Regina auf die diesjährige Rom-Pilgerfahrt ein, die zu ausgewählten Bildern der Gottesmutter in der Ewigen Stadt führen sollte. Nach Einzug im Hotel TRA NOI galt der erste Besuch dem Petersdom, in dem sie neben der weltbekannten Pieta von Michel Angelo das Marienbild der ersten Peterskirche aufsuchten. Danach war eine Nikolausvesper mit Diakon Stadtfeld angesagt, an deren Ende Pfarrer Armin Noppenberger als Nikolaus die versammelten Pilger mit einem sehr anregenden Gedicht und kleinen Geschenken überraschte.

Begegnung mit Papst Franziskus

Der nächste Vormittag war ganz der Begegnung mit Papst Franziskus in der großen Audienzhalle gewidmet, der mit überschwänglicher Freude nicht nur von Seiten der Indigenen aus Mexiko empfangen wurde. In seiner Ansprache ging es ihm um die Qualität christlicher Hoffnung, die für ihn weit über jeden Optimismus hinausreicht.

Es war eine große Freude für die Pilger aus Deutschland, als Papst Franziskus die Mitglieder und Freunde der Schönstatt-Bewegung eigens begrüßte:

Mit Freude grüße ich die Brüder und Schwes­tern aus den Ländern deutscher Sprache, besonders die Mitglieder und Freunde der Schönstatt-Bewegung und die Pilger aus Algund und Bozen. Helfen wir uns gegenseitig, die christliche Hoffnung zu leben, vor allem in dieser Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Geburt des Herrn. Gott segne euch und eure Familien.

Am Ende der Audienz hatte Msgr. Peter Wolf die Gelegenheit, dem Heiligen Vater Grüße der Pilger aus Schönstatt zu sagen und seine Veröffentlichung zum Jahr der Barmherzigkeit mit Texten von Pater Kentenich in spanischer Sprache zu überreichen, wofür der Papst sich sehr bedankte.

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Fest der Immkulata in Rom

Am Nachmittag führte Dr. Wolf die Pilgergruppe zu den berühmten Basiliken Maria in Cosmedin und Maria in Ara Coeli auf dem Kapitol, wo sie die Eucharistie feierten. Beide Orte sind früh mit der Mutter Jesu verknüpft und bergen kostbare Zeugnisse ihrer Verehrung.

Der dritte Tag der Pilgerschaft galt dem Fest der Immakulata, das in Rom bis heute ein großer Feiertag ist. Auf dem Programm stand ein Besuch beim sicherlich ältesten Bild der Gottesmutter in der Ewigen Stadt, das von kontemplativ lebenden Dominikanerinnen auf dem Monte Mario gehütet wird. Dieses aus dem Orient stammende wohl älteste Marienbild hat die Pilger tief beeindruckt.

Von dort führte der Weg weiter nach Maria in Trastevere, wo mehrere afrikanische Schwestern einer Ordensge­meinschaft gerade ihre ewigen Gelübde ablegten. Aus diesem Anlass war die Kirche hell erleuchtet und die kostbare Darstellung der Krönung Mariens in der Apsis und die farbenfrohen Bilder zum Marienleben im Chorraum gut zu sehen. Am frühen Nachmittag feierte Pfarrer Noppenberger mit der Gruppe die Eucharistie zum Festtag der Immakulata in Santa Prassede mit ansprechender Predigt.

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Santa Maria Maggiore, Besuch von Papst Franziskus

Mit Papst Franziskus in Maria Maggiore

Danach stand die nahegelegene Kirche Maria Maggiore auf dem Programm. Dr. Wolf hatte gerade die Bedeutung dieser ersten und größten Marienkirche in Rom den Pilgern erschlossen und die Gruppe in die Kirche geführt, als zur völligen Überraschung Papst Franziskus zum Festtag die Kirche besuchte, um vor dem Bild der Salus Populi Romani zu beten. Er war auf dem Rückweg von der Spanischen Treppe, wo er im Beisein von zahlreichen Pilgern mit der Bürgermeisterin der Stadt der Marienstatue auf der Säule nach alter Tradition einen Kranz überreicht und ein sehr berührendes Gebet gesprochen hatte. Auf der Fahrt zum Hotel erlebte die Gruppe ein großes Feuerwerk über der Immakulata-Kirche aus Anlass ihres Patroziniums in unmittelbarer Nähe zu TRA NOI.

Für den letzten Vormittag in Rom gab es alternative Angebote wie ein Besuch der Marienschwestern beim Cor Ecclesiae-Heiligtum, Besichti­gung der Engelsburg und Aufstieg zur Kuppel von Sankt Peter. Der Nachmittag war ganz Belmonte gewidmet. Pfarrer Egle führte die Gruppe in ausgewählten Stationen über das schöne Gelände und durch das neue Tagungsgebäude „Domus Pater Kentenich“, das  vor der Fertig­stellung steht. Sr. Yvonne berichtete von ihrem Einsatz für die Pilgernde Gottesmutter in Italien. Mit einer Eucharistiefeier im Foyer des Domus Pater Kentenich endete die Pilgerfahrt, die Dr. Wolf in seiner Predigt noch einmal zu bündeln versuchte. Nach dem anschließenden Abendessen in einem typisch italienischen Lokal ging es durch die Nacht nach Deutschland zurück.

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Heilige Messe in der Eingangshalle von Belmonte

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