Veröffentlicht am 6. November 2016 In Leben im Bündnis

Den 18. Oktober feiern heißt, unser Ja feiern

ITALIIEN, Claudia Minici •

file_000Gestern, am  18. Oktober,  feierten wir auch im Stadtzentrum von Rom die Geschichte unseres Bündnisses mit Maria. Des Bündnisses,  das vor etwas mehr als  einem Jahrhundert in jenem beinahe vergessenen, kalten Tal von Vallendar in einer kleinen Kapelle, die wir jetzt Urheiligtum nennen, begonnen hat. Genau hier, wo die Schönstattfamilie ihren Anfang nahm, haben die Feiern, so wurde uns erzählt, mit einer langen Vigil in Erwartung des 18. begonnen. Es waren vierundzwanzig Stunden des Gebetes, in denen die Marienschwestern sich mit allen Filialheiligtümern in der Welt geistig verbunden haben.

Eine Begegnung von Menschen aus verschiedenen Ländern

Die Schönstattfamilie der Stadt Rom ist von Natur und Berufung her international. Bei der Feier im Cor-Ecclesiae-Heiligtum waren Pater Angel Strada – zu einem kurzen Aufenthalt in Rom wegen des Seligsprechungsprozesses von Pater Kentenich -, eine deutsche Familie auf Urlaub und zwei junge Frauen aus der Schönstattjugend von Ecuador und Frankreich dabei.

Pater Alfredo Pereira zelebrierte die Messe im Heiligtum mit Pfr. Rolando Montes aus Kuba, zwei spanischen  Mitbrüdern vom Päpstlichen Spanischen Kolleg und Pater Javier Arteaga, Provinzial der Patres, die in Rom leben. Ganz zu schweigen von der musikalischen Begleitung „made in Paraguay“, für die wir den Missionaren der „Misión Roma“ danken. Heißt: eine Begegnung von Seelen mit sehr unterschiedlichen geographischen Ursprüngen, aber einem gemeinsamen Nenner … die Dreimal Wunderbare Mutter!

„Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir?“

Der 18. Oktober ist nicht nur Moment der Reflektion über unsere Vergangenheit, sondern vor allem über unsere Zukunft. Der bekannte Satz „Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir?“ fasst den gestrigen Tag treffend zusammen, der eine Gelegenheit darstellt, über das bisher Getane nachzudenken, und die nächsten Schritte des Wachstums der stadtrömischen Schönstattfamilie in den Blick zu nehmen. Ein Wachstum, das nur aus der innigen, persönlichen Beziehung zu Maria kommen kann. Einer persönlichen, allerdings nicht exklusiven Beziehung, denn, wie wir „Bundesgenossen“ wissen, ist es immer sie, die ruft und wählt. Marias Ruf ist der Anfang unseres Bündnisweges mit ihr, und wir brauchen keine Angst haben, uns so zu zeigen, wie wir sind und mit dem, was wir getan haben.  Sich anzubieten wie man ist, mit den Stärken und Schwächen, ehrlich und bescheiden, ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt. Mögen unsere Herzen entzündet werden mit einer Liebe, die alles kann und nichts fürchtet: mit der Liebe einer Mutter, real und siegreich.

Am Ende der Messe nach dem Verbrennen der Zettel mit den Beiträgen zum Gnadenkapital kamen wir zu einem kurzen geselligen Moment zusammen, wobei Jugendliche, Familien, Marienschwestern und die Schönstattpatres die 102 Geburtstagskerzen ausbliesen in der Hoffnung, dass wir künftig zusammen noch viel mehr auspusten können.

 

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Original: italienisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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