Veröffentlicht am 2016-10-12 In Leben im Bündnis

Die Schönstatt-Familie von Mexiko hat ihr Landesideal formuliert

Familie ist, wo Mann und Frau zusammengeschmiedet sind, die die Gesellschaft verändern sollen, um den neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft zu formen. Schönstatt macht aus uns eine Familie; wir fühlen uns Gott verbunden in der Gestalt seines Sohnes, wir empfinden Maria als unsere Mutter.

Die Familie ist unser Wesen und unsere Mission; und sie ist der grundlegende Kern der Gesellschaft, wo sich Gottes bedingungslose Liebe und unsere Berufung zum Dienst manifestieren. Sie ist die Institution, die das mexikanische Volk als Siegel für die Einheit unserer Nation beiträgt.

MEXIKO, Schwester Mariana Chacón •

In diesem Jahr war das nationale Leitungstreffen ein „historischer Moment“ in der mexikanischen Schönstattfamilie. Seit zwei Jahren haben wir unser Landesideal gesucht, und jetzt waren wir vorbereitet, um konkret daran zu arbeiten und es als Familie zu formulieren.

Die Leiter aller bestehenden Gliederungen des Landes trafen sich am Landesheiligtum „Corazón fiel de la Iglesia“ [treues Herz der Kirche], insgesamt 113 Personen aus siebzehn Orten in Mexiko (Monterrey, Torreón, Chihuahua, Monclova, Aguascalientes, San Luis Potosí, León, Campeche, Celaya, Querétaro, México City, Iguala, Guadalajara, Taxco, Chiapas, Guerrero, Tuxtla), vierzehn Priester (Schönstattpatres und Diözesanpriester), ein Seminarist der Schönstattpatres und drei Marienschwestern. Die Atmosphäre des Treffens war geprägt von erwartungsvoller Freude und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein  eines jeden Teilnehmers.

Schlüsselbegriffe

Die Vorbereitung für dieses Treffen begann im März, als sich die Patres und Schwestern trafen, um „Schlüsselbegriffe“ zu erarbeiten (die sich aus den vorangegangen Diskussionsgruppen aus zwei früheren Delegiertentagungen,  2013 und 2014, ergeben hatten und die, wenn auch eher intuitiv, als wesentlich für die mexikanische Schönstattfamilie erkannt worden waren). Die Worte waren: Familie, Guadalupe, Treue und Mission.  Daraus wurden vier Themen erarbeitet, die alle Gruppen lesen sollten; dazu kamen Fragen, die zur Definition des Landesideals führen sollten, und ebenso konnte jede Gruppierung  einen möglichen Formulierungs-Vorschlag für das National-Ideal einreichen.

Alle Gliederungen und Leiter wurden gebeten, in ihren Gruppen nicht nur auf die Themen zu schauen, sondern auch besonders für dieses Treffen zu beten. Wir wussten, dass das ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der mexikanischen Schönstattfamilie und das Gebet  dafür entscheidend sein würde. Zur Vorbereitung begannen wir das Heilig-Geist-Gebet zu beten.

In einer Coenaculum-Atmosphäre

Das Treffen begann am Freitag, dem 2. September, und von Anfang an waren alle Leiter eingeladen, in dieser Gebetsatmosphäre zu  verweilen.  Es war ständige Anbetung im Heiligtum von Freitag 9.00 Uhr bis Sonntag um 8.00 Uhr. Wer wollte, war zu einer halbstündigen Anbetungszeit eingeladen, die örtliche Schönstattfamilie übernahm die Zeiten, in denen es Gesprächsrunden gab. Das ganze Wochenende hindurch konnte man eine Gebetsatmosphäre spüren.

Am Samstag wurde in Gruppen gearbeitet, und nach und nach nahm der Inhalt des Landesideals Gestalt an. Am Abend trafen sich die Verantwortlichen der elf Gruppen zusammen mit einigen Patres und Schwestern, um das Landesideal zu definieren, zu erarbeiten, zu akzentuieren und zu formulieren.

Währenddessen waren alle anderen Verantwortlichen – vereint mit den Schönstattfamilien ihrer Diözesen – in einer „Coenaculum-Stunde“ im Heiligtum versammelt, um den Heiligen Geist anzuflehen, damit wir unser Landesideal entdecken dürften.

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Familie, Guadalupe, Treue, Mission

Familie ist, wo die Männer und Frauen gestaltet werden, die die Gesellschaft verändern, den neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft formen sollen. Schönstatt macht uns zur Familie; wir fühlen uns Gott verbunden als seine Kinder und erleben Maria als unsere Mutter.

Die Familie ist unser Sein und unsere Sendung, die Keimzelle der Gesellschaft, wo sich unsere bedingungslose Liebe zu Gott und unsere Berufung zum Dienst manifestieren, ist die Institution, die das mexikanische Volk als Siegel der Einheit unserer Nation beiträgt.

Guadalupe wenn wir von der Guadalupana sprechen und als Guadalupanos bezeichnen, beziehen wir uns auf das Ereignis von Guadalupe. Dort hat Maria ihr erstes Bündnis mit uns in Tepeyac besiegelt hat, uns als Nation konstituiert und die mexikanische Identität gegeben.  Wie Juan Diego wählt sie uns als Werkzeuge, um ihr Heiligtum zu bauen.

Das Bündnis mit Maria ist die Mitte unserer Spiritualität, die wir der Kirche und Mexiko schenken möchten; dieses Bündnis leben wir im Heiligtum mit dem „Nichts ohne dich, nichts ohne uns“, wo sie uns erzieht zu brauchbaren Werkzeugen in ihrer Hand und uns zur Werktagsheiligkeit führt. Das ist die originelle Form für uns als Mexikaner, Guadalupe-Familie zu sein.

Treue ist, Maria unser „Ja“ zu geben, ist uns zu erinnern an das „Nichts ohne dich, nichts ohne uns.“ Johannes Paul II., einer der beliebtesten Menschen in der Geschichte unseres Landes, sagte, das Mexiko immer treu sei.

Treu zu sein heißt, bedingungslos zu sein trotz Missverständnissen und Verfolgungen und keinen Bruch zuzulassen zwischen dem, was man lebt und was man glaubt. Das ist Kohärenz des Lebens. Nur die Hingabe aus Liebe kann Treue genannt werden.

Mission des Vaters: wir möchten Pater Kentenichs Präsenz in Schönstatt anerkennen und bekräftigen.  Werkzeuge Mariens sein,  wie Pater Kentenich uns lehrt, um den neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft zu formen. Das gibt uns ein Gefühl für Dienst und Sendungsbewusstsein (Schönstatt im Herausgehen).

Treu zur Sendung des Vaters zu sein heißt, Schönstatt als Ganzes annehmen, das wir sichern, dem wir treu sein und das wir vollständig übernehmen wollen.  Die Krise unserer Zeit ist die Abwesenheit des Vaters, die mit Kindlichkeit behoben wird. Das ist die Bedeutung unserer Verbundenheit mit ihm als Transparent des Vatergottes.

Jetzt fängt es an …

Wir müssen noch tiefer eintauchen in unser Ideal und wissen, es wird ein Ideal sein, das unsere Geschichte als Schönstattfamilie von Mexiko prägen wird, und dass es ein ganzes Leben lang braucht, um es zu verwirklichen und zu erfüllen.

Am Sonntag versammelten wir uns um die Statue des Vaters, und dort wurde das Landesideal für alle Delegierten enthüllt. Wahre Freude wurde gezeigt und gefühlt. Dann feierten wir die Abschlussmesse, in der wir die ganze Arbeit dieses Wochenendes, die Arbeit der Leiter, jeder Gliederung und jedes Staates in die Hände Marias und unseres Vaters legten.

Wir wissen, dass uns die Gottesmutter mit diesem Ideal gesegnet hat, und sie erwartet die Antwort von der gesamten mexikanischen Schönstattfamilie. Nun beginnt die Aufgabe, es zu verarbeiten, indem wir es bekannt machen und den ganzen Reichtum sehen, den wir hier für unsere Familie erhalten können.

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Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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