Veröffentlicht am 2016-09-22 In Leben im Bündnis

Was hat mich bewegt, berührt?

SCHWEIZ, Urban Gehrig •

„Na schön, und was mach ich jetzt damit?“ Das haben sich wahrscheinlich die meisten Teilnehmer des Leitungsteamtreffens (LTT)  der Familien-Bewegung der Schweiz vor einem Jahr gefragt.

Damals haben sie mit viel Schweiss und harter Konzentrationsarbeit unter der Anleitung von Frau Maria Fischer ein Kommunikationskonzept für die Familienbewegung der Schweiz erarbeitet, das die drei Fragen mit ihren Antworten beinhaltet:

  • WAS will ich erreichen: „Familien stärken“,
  • WEN will ich erreichen: „christliche Familien und Paare, die wachsen wollen“ und
  • WELCHE BOTSCHAFT wollen wir aussenden: „starke, freie und vernetzte Familien verändern die Welt“.

Das war harte Arbeit, aber allen fehlte irgendwie die Übung, dieses Kommunikationskonzept im Konkreten anzuwenden. Nur schon die Antworten auf die drei Fragen auswendig herzusagen bereitete Mühe. Irgendwie war es einfach noch nicht „drin“, dieses Kommunikationskonzept. Aber bekanntlich macht ja die Übung den Meister.

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Fallbeispiel Radio Maria

Eine Anfrage von Radio Maria, die einige Monate zuvor an das Kernteam herangetragen wurde, war das ideale Fallbeispiel. Hier übten nun die Teilnehmer richtig zu fragen, die Antworten zu geben, auszutauschen und zu gewichten. Die Vertrautheit wuchs und siehe da: in relativ kurzer Zeit war eine Fall-Lösung entwickelt. Die Teilnehmer waren nun mit der notwendigen Sicherheit ausgerüstet, die es braucht, um selbständig das Kommunikationskonzept anwenden zu können.

Wie geht es unserem Projekt?

Ein weiteres Jahr wurde wieder in den verschiedenen Projekten der Leitungsteam-Mitglieder gearbeitet. Ein wichtiger Bestandteil jedes LTT ist es, vom Stand, den Höhepunkten aber auch den Problemen und Schwierigkeiten zu erfahren: Wie ist es dem Projekt, wie ist es den Verantwortlichen gegangen? Welche Geschichten können sie von ihrem Projekt erzählen?

Genau das haben sie denn auch gemacht: in Geschichten von Höhepunkten, vom Spannendsten, vom Schönsten in ihrem Projekt erzählt. So hörte man ganz unterschiedliche Geschichten. Fünf Kriterien gaben Auskunft, wie eine Geschichte bei den Zuhörern ankam in Bezug auf Lebensvorgang, Spannung, Impuls, Botschaft, und wie hat sie mich berührt/bewegt. Schwergewichte zeigten sich für jede Geschichte. Die eine hat mehr Impulse gegeben, die andere bewegte mehr – jede Geschichte bekam ihr eigenes Profil.

Sechs Fragen dienten den Teilnehmern dazu, sich mit ihren Projekten auch zu orientieren, wie sie im Vergleich zu den Anforderungen des Kommunikationskonzepts standen. Sie lauteten:

  1. Wen wollten wir unserem Projekt erreichen und wen haben wir erreicht?
  2. Was wollten wir erreichen und was haben wir erreicht?
  3. Welche Botschaft wollten wir vermitteln und welche haben wir vermittelt
  4. Welche Personen haben wir als Mitarbeiter gewinnen können, welche verloren?
  5. Welche Erfolge hatten wir und welche Misserfolge? Warum?
  6. Eine Thematik unseres Projektes, die wir noch ansprechen möchten……..

Da kam eine nicht leichte Aufgabe auf die Teilnehmer, denn die Projekte hatten ihre Geburtsstunde schon vor dem Kommunikationskonzept und passten nicht immer schön konform in diese sechs Fragen. Sie gaben aber jedem Paar die Möglichkeit, den Spielraum zu entdecken, wo das Projekt noch angepasst werden konnte.

Das Potential aller anderen und der Quervergleich

Dann war da aber noch die Frage 6, die es jedem Teilnehmer ermöglichen sollte,  mit Hilfe der anderen Paare evtl. entscheidende Inputs für die Lösung eines Problems zu erhalten. Das war eine fruchtbare Runde für die Verantwortlichen der Familien-Ferienwoche: viele Ideen für neue Quellen für potentielle Teilnehmer flogen ihnen entgegen und viele weitere Ideen.

Doch auch die Fragen 1 bis 5 boten weiterhin Potential für Informationen. Ein Quervergleich der gleichen Fragen jeweils quer durch alle Projekte ergab Spannendes und Interessantes und vielleicht überhaupt zum ersten Mal eine Vergleichbarkeit der so vielfältigen Projekte.

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Fotos: Markus Infanger

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