Veröffentlicht am 20. August 2016 In Leben im Bündnis

Mit der Kirche leben, fühlen, feiern – die Heiligsprechung von Mutter Teresa in Belmonte

ROM/BELMONTE, von Maria Fischer •

Neben dem Weltjugendtag in Krakau ist die Heiligsprechung von Mutter Teresa am kommenden 4. September das größte Ereignis dieses Heiligen Jahres der Barmherzigkeit. Die Heiligsprechung von Mutter Teresa auf dem Höhepunkt des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit steht unter dem Motto: Trägerin der zärtlichen und barmherzigen Liebe Gottes.“ Die Missionarinnen der Nächstenliebe haben rund um die Heiligsprechung ein Programm von liturgischen Feiern und Veranstaltungen geplant wie auch die Möglichkeit, dass die Gläubigen die Reliquien der neuen Heiligen verehren können.

Am Samstag, dem 3. September morgens findet auf dem Petersplatz eine außerordentliche Generalaudienz mit Katechese des Heiligen Vaters statt. Um 17.00 Uhr nachmittags gibt es Gebet und Musikalische Meditation mit einem Musical zu Ehren der heiligen Teresa von Kalkutta  – „Mother“ -, in der Basilika Sant’Andrea della Valle, komponiert von Marcello Bronzetti. Danach können ihre Reliquien verehrt werden, und um  19.00 Uhr ist Heilige Messe. Am Tag nach der Heiligsprechung, am 5. September, ist eine Dankmesse auf dem Petersplatz mit Kardinalstaatssekretär Parolin. Die Heilige Messe wird musikalisch gestaltet vom Chor der Diözese Rom unter der Leitung von Mons. Marco Frisina. Am Nachmittag können die Reliquien in der Lateran-Basilika verehrt werden. Hier können sie auch noch den ganzen Dienstag über verehrt werden.

Am 7. und 8. September werden die Reliquien in der Kirche San Gregorio Magno al Celio zur Verehrung ausgestellt. Auch wird es möglich sein, das Zimmer von Mutter Teresa im Kloster San Gregorio zu besuchen.

Das Internationale Schönstattzentrum in Rom bleibt natürlich all dieser Freude und Dankbarkeit für das Leben der Trägerin der zärtlichen und barmherzigen Liebe Gottes.“ nicht fern. Schon vor einiger Zeit hat Mons. Peter Wolf uns einen schönen Artikel über seine Begegnung mit Mutter Teresa und dem Kreuz der Einheit Schönstatts, das sie eines Tages im Schmutz der Straßen von Kalkutta gefunden hatte, geschenkt.

„Das werden Tage der Freude und Dankbarkeit in unserem Heiligtum“, so Rektor Daniel Lozano. „Am Samstag, 3. September und am 5. September feiern wir um 18.00 Uhr in unserem Heiligtum in Belmonte eine Heilige Messe zum Dank und erbitten für unsere ganze weltweite Bewegung die Gnade, Träger der zärtlichen und barmherzigen Liebe Gottes zu sein.“ Auch wenn die Infrastruktur von Belmonte noch sehr eingeschränkt ist und das Haus noch nicht zur Verfügung steht, sind alle eingeladen zu diesen heiligen Messen und/oder zum Besuch des Heiligtums in diesen Tagen. Viele Tausend Pilger werden zu diesem Großereignis nach Rom kommen, unter ihnen sicher auch Mitglieder und Freunde der Schönstatt-Bewegung. „Ich möchte bei einer dieser Messen dabei sein“, hat  Pfr. Rolando Montes aus dem Schönstatt-Priesterbund in Kuba, der am 1. September ein Postgraduiertenstudium in Rom beginnt, bereits angekündigt.  Herzlich willkommen zur Begegnung! Mit Rektor Daniel, Schw. Yvone, Pfr. Marcelo Cervi und Maria Fischer „können wir die Pilger in Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Englisch und Deutsch empfangen! Was wollen wir mehr!“, so Rektor Daniel. Und vielleicht auch noch mit einem Espresso…

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Wenn der erste argentinische Heilige heiliggesprochen wird…

„Am Sonntag, dem 16. Oktober, bin ich garantiert nicht in Belmonte!“, erklärt Rektor Daniel  Lozano. „Egal was passiert, ich bin dabei, wenn der erste in Argentinien geborene und gestorbene Heilige heiliggesprochen wird. Und ich weiß sogar schon, dass ich konzelebrieren kann“, erklärt er. Genau so klar ist, dass alle Schönstätter und Freunde, die zur Heiligsprechung nach Rom pilgern, ganz herzlich willkommen sind, um im Heiligtum von Belmonte für den neuen Heiligen zu danken und die Heiligsprechung zu feiern. Dort werden  am Samstag, 15. Oktober und am Montag, 17. Oktober, jeweils um 17.30 Uhr heilige Messen gefeiert – mit argentinischer Fahne, dem Bild des neuen Heiligen auf dem Altar und dem MTA-Bild und dem Kreuz des Señor de los Milagros für das Argentinien-Zimmer in der Domus Pater Kentenich.

Sicher sind eine Reihe argentinischer Schönstätter in Rom:  P. Javier Arteaga, Regionaloberer der Schönstatt-Patres, der zu dieser Zeit die Patres der Gemeinschaft in Rom besucht, Pfr. Dario Gatti aus dem Institut der Schönstatt-Diözesanpriester aus Rosario, Argentinien, und P. Guillermo Mario Cassone, Schönstatt-Pater aus Córdoba wie der neue Heilige, mit einer großen Pilgergruppe.

José Gabriel del Rosario Brochero wurde am 16. März 1840 im Norden der Provinz Córdoba, Argentinien, geboren. Am 4. November 1866 empfing er die Priesterweihe. Er wurde Studienpräfekt im Kolleg Nuestra Señora de Loreto und im Jahr 1869 zum Vikar des Bezirks San Alberto mit gut 10.000 Einwohnern gewählt. Er ließ sich in Villa del Tránsito nieder, einer Stadt, die seit 1916 seinen Namen trägt. Bei der Cholera-Epidemie, die Cordoba verwüstete, engagierte er sich sehr stark. Er starb blind und an Lepra erkrankt, nachdem er sich beim Besuch der Kranken angesteckt hatte.

Der Cura Brochero ist „ein lebendiges Bild dessen, wozu uns Papst Franziskus als Kirche im Herausgehen einlädt“, so die argentinischen Bischöfe anlässlich der Heiligsprechung. Papst Franziskus selbst ist dem zukünftigen Heiligen sehr verbunden. Im Jahr 2013 schrieb er in einer Botschaft: „Der Cura Brochero hat die Aktualität des Evangeliums, er ist ein Pionier im Herausgehen an die geographischen und existentiellen Peripherien, um allen die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu bringen.“

„Er ist nicht im Pfarramt sitzen geblieben, er hat sich auf dem Maultier abgerackert und endete mit Lepra, immer im Bemühen, die Menschen aufzusuchen, wie ein Straßenpriester des Glaubens“, so der Heilige Vater.

Rund um die Heiligsprechung finden in Rom eine ganze Reihe von Feiern statt. Am Donnerstag, 13. Oktober, ist um 20.00 Uhr Cantata Brocheriana von Carlos Di Fulvio aufgeführt, ausgeführt vom Lateinamerikanischen Chor Roms; Veranstaltungsort ist die Argentinische Kirche.

Am Freitag, 14. Oktober findet ein Treffen der in Rom lebenden argentinischen Priester mit den argentinischen Bischöfen und Priestern statt, die als Pilger kommen. Am selben Tag ist eine Heilige Messe mit Erzbischof Carlos José Ñáñez von Córdoba im Großen Päpstlichen Seminar von Rom.

Am Samstag, 15. Oktober ist in der Argentinischen Kirche von Rom den ganzen Tag über Gebet, beginnend mit einer Heiligen Messe mit Bischof Santiago Olivera von Cruz del Eje.

Am Sonntag, 16. Oktober, feiert Papst Franziskus dann auf dem Petersplatz die feierliche Eucharistie zur Heiligsprechung des Cura Brochero.

Am Montag, 17. Oktober um 11.00 Uhr ist Dankmesse im Petersdom mit Kardinal Mario Aurelio Poli von Buenos Aires, dem Primas von Argentinien.

Am Mittwoch, 18. Oktober schließlich spricht  der Argentinier Guillermo Ortiz SJ, Leiter des spanischsprachigen Programms von Radio Vatikan, in der Gregoriana über die Evangelisationsmethode des neuen Heiligen unter Nutzung der Geistlichen Exerzitien des heiligen Ignatius.

PANORAMICA BELMONTE

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