Veröffentlicht am 2016-06-02 In Leben im Bündnis

Drei „Desmond Tutu“ beim Heiligtum Mont Sion Gikungu

BURUNDI, Diomède Mujojoma •

Drei „Desmond Tutu“ haben sich beim Schönstatt-Heiligtum Mont Sion Gikungu getroffen. Das war am Sonntag, 22. Mai. An diesem Sonntag feierte die ganze Kirche das Hochfest der Heiligsten Dreifaltigkeit. Bei diesem Heiligtum war es ein dreifaches Fest: Zuerst natürlich das Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit, dann der 14. Jahrestag der Kirchweihe dieser großen Kirche, die der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht ist und schließlich der Abschluss des Mai-Monats. Zu diesem Abschluss versammelten sich alle Gruppen der „Katholischen Aktion“ des Vikariats Bujumbura, die mit Fahnen, Musikgruppen und Trommeln gepilgert sind. Erzbischof Evariste Ngoyagoye von Bujumbura begleitete die Jugendlichen zusammen mit zwei Besuchern: dem Erzbischof von Addis Abeba und einem Bischof aus dem Sudan. Sie wurden vom Rat der Nordafrikanischen Bischofskonferenz als Beobachter in dieser Zeit der sozialpolitischen Krise nach Burundi gesandt. Die Hl. Messe mit allen Feierlichkeiten begann um 9.30 h. Die Kirche war da schon übervoll.  Auch die Stufen außerhalb waren schon mit Pilgern belegt.

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Ein Leben für den Frieden

Im Begrüßungswort hieß der Rektor der Heiligtums, P. Félicien Nimbona, auf Englisch alle Pilger willkommen, besonders die, die vom anderen Ende Afrikas gekommen waren: Kardinal Berhaneyesus Demerew Souraphiel, Erzbischof von Addis Abeba in Äthiopien und Erzbischof em. Paride Taban Abraham Kenyi, Gründer des Friedensdorfes „Heiligste Dreifaltigkeit“ im Sudan. Die beiden Priester haben sich ein Leben lang eingesetzt für eine friedliche und versöhnte Welt. Deswegen haben sie den „Spitznamen“: Desmond Tutu. Die beiden Priester und die Bevölkerung von Äthiopien und Sudan nennen Bischof Evariste Ngoyagoye den Desmond Tutu von Burundi. Das sagte Erzbischof Paride Taban Abraham Kenyi. Diese Eucharistiefeier erinnere ihn auch an den Tag seiner Priesterweihe. So haben sich drei Desmond Tutu getroffen.

Pater Félicien hieß auch die Mitglieder der Katholischen Aktion willkommen und erinnerte an die dreifache Feier: das Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit, den 14. Jahrestag der Kirchweihe der Dreifaltigkeits-Kirche und den Abschluss des Mai-Monats, zu dem die Mitglieder der Katholischen Aktion gekommen waren.

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Dreifaltigkeit als Modell von Einheit

In seiner Predigt beglückwünschte der Hauptzelebrant, Erzbischof Evariste Ngoyagoye, zuerst die Pilger, die genau am Tag des Festes der Heiligsten Dreifaltigkeit zur Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit gekommen waren. Wir ziehen den Abschluss des Maimonats vor, sagte er, weil am 29. das Fronleichnamsfest gefeiert wird, das auch Fest des Allerheiligsten Altarssakramentes genannt wird. Er informierte die Gläubigen auch über die Aufgabe der berühmten Besucher und wies darauf hin, dass sie von der Nordafrikanischen Bischofkonferenz gesandt wurden, um die Situation in Burundi zu studieren.

Der Marienmonat, so sagte der Erzbischof, sei eine Gelegenheit, sich von der Jungfrau Maria, der Mutter der Weisheit, neu beschenken zu lassen. Er legte die Hl. Schrift aus und betonte die Tapferkeit, die uns einen starken Glauben an das schwer verständliche Geheimnis der Heiligen Dreifaltigkeit schenken möge. Dieses Dogma ist für uns nur schwer zu verstehen. Er lud die Gläubigen ein, eine Einheit zu fördern nach dem Beispiel der Einheit zwischen Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.

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Gebet für die Friedensgespräche in Arusha

Am Schluss seiner Predigt lud der Erzbischof die Gläubigen ein, für die Friedensbemühungen in Arusha zu beten. Der Hl. Geist möge die Vertreter des burundischen Volkes besuchen und ihre Überlegungen leiten, damit das Resultat zu Frieden und Sicherheit beitrage.

Bei der Gabenbereitung hat die Katholische Aktion symbolische Opfergaben gebracht: eine Kerze als Symbol dafür, dass jeder ein Licht zum Andern tragen soll; ein buntes Blumenbouquet als Symbol der geistlichen Früchte, die wir in unserem Leben hervorbringen sollen; ein Globus, um die ganze Menschheit der Heiligen Dreifaltigkeit zu übergeben. Dann wurden 14 Kerzen gebracht als Symbol für die 14 Jahre Dreifaltigkeitskirche.

Nach der Eucharistiefeier wurden einige Reden gehalten, eine von einem Vertreter des Laienapostolates und zwei von den Bischöfen, die in Burundi zu Besuch sind. Eine Prozession zum Heiligtum schloss die Feier ab. Der Schluss-Segen wurde auf Latein vom Erzbischof und den beiden Gästen gespendet. Dann wurde getrommelt, begleitet von folkloristischen Darbietungen der Mitglieder der Katholischen Aktion.

Original: Französisch. Übersetzung: P. Josef Barmettler, Horw, Schweiz

Quelle: Clôture du mois marial au Sanctuaire Mont Sion Gikungu

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