Veröffentlicht am 2016-05-05 In Leben im Bündnis

“Eine Zeit zum Lieben”

PARAGUAY, Pili und Alfredo Pereira, Begleiter für die Einführung in der Familienbewegung•

Am 2. und 3. April des Jahres fand im Bildungshaus Padre José Kentenich in Tupârenda, Paraguay, das erste Treffen für Ehepaare der Familienbewegung in der Einführungsphase statt. Die Beteiligung war groß: 70 Ehepaare, die meisten aus der Diözese Asunción und einige Ehepaare aus den Städten Luque und Villarrica.

In diesem zweiten Jahr auf dem Schönstatt-Weg geben sie zum Abschluss des Jahres ihr Gruppenversprechen und machen sich auf den Weg zum Liebesbündnis mit der lieben Mutter und Königin. In der Erzdiözese Asunción hatten sich letztes Jahr 14 Gruppen gebildet,  zwei aus der Stadt Luque in der benachbarten Diözese San Lorenzo kamen dazu, zusammen etwa 130 Ehepaare.

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Während dieser ersten zwei Jahre werden sie von Ehepaaren begleitet, die wir “Eltern für immer“ nennen, und obwohl die Gruppe ab dem dritten Jahr bereits eine eigene Identität annimmt, mit eigenem Namen und einer Leitung aus der eigenen Gruppe, sind es diese Begleiter, die dieses Treffen mit viel Liebe und Einsatz organisieren und durchführen.

Ein zweites Treffen hat am 23. und 24. April mit den Gruppen stattgefunden, die nicht am ersten teilnehmen konnten. Dabei wurde die  gleiche oder größere Zahl an Teilnehmern erwartet. Neben den Ehepaaren aus Asunción waren auch jene aus Ciudad del Este im Osten von Paraguay und Encarnación im Süden gekommen. Diese Einführungsgruppen haben ihren Weg im Juni letzten Jahres gestartet und 12 Gruppen gebildet; dazu entstanden zwei weitere Gruppen in Luque in der Diözese San Lorenzo.

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Eine Zeit der Begegnung

Das Treffen, das wir “Eine Zeit zum Lieben” nennen, will folgende Punkte betrachten:

  • Begegnung mit mir selbst: eine gründliche Begegnung mit meinem inneren Selbst, sich bewusst werden über die eigenen Fähigkeiten, Grenzen und Aspekte, die mein Leben geprägt haben. Jesus ist sehr gegenwärtig bei dieser intimen Begegnung.
  • Begegnung mit meinem Ehepartner: nach der Beschäftigung mit dem persönlichen Inneren wird die Begegnung mit dem Ehepartner vorbereitet in einem entspannten Gespräch, das sie entdecken lässt, dass Jesus einen aktiven Part in ihrer Ehe einnimmt.
  • Begegnung mit Gott: die Bedeutung Gottes in unserem Leben und wie wir ihn in unserem täglichen Leben gegenwärtig sein lassen können.

Diese Begegnung soll eine schöne Zeit werden, die Gott den Ehepaaren gemeinsam, allein, miteinander und füreinander schenkt, wie sie es vielleicht nie zuvor in ihrem Leben erlebt haben.

Die Vorträge und die Dynamik der Arbeitskreise sollen Ruhe und Besinnung anregen und stärken mit dem Ziel, mein Ich wiederentdecken zu können, eine Begegnung mit mir selbst, mit meinen Wurzeln, mit meinen Erfahrungen, mit meinen Vorlieben, mit meinem Sein. Und das, damit die Herzen der Ehepartner eines Tages zum Schwingen kommen und die Flamme neu entfacht, die sie sich hat verlieben lassen.

Es ist eine Zeit des Gesprächs, in der wir unseren Herrn und die Gottesmutter  erleben. Den Frieden annehmen und spüren, den nur die Liebe hervorbringen kann.

Das große Finale: das Treffen gipfelt in einer bewegenden Messe, in der die Ehepaare ihr Eheversprechen erneuern.

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Einige Zeugnisse:

  • Da war eine Person, die seit 11 Jahren nicht gebeichtet hatte! Zu Beginn regten wir an, das zu tun, indem wir ihnen sagten, dass sie im Stand der Gnade des Herrn und mit reinem Herzen am meisten von dieser Zeit für die Liebe profitieren werden. Und es ist gelungen!
  • Die meisten Teilnehmer beurteilen die Erfahrungen, die Beichte und das viele Handwerkszeug, das sie vom Treffen für ihr weiteres Leben mitnehmen, sehr gut.
  • Bei diesem Treffen konnte ich meiner Frau Dinge erzählen, die ich ihr zuvor nie erzählt hatte.

Und auf die Frage: Welche Ziele sehe ich erreicht bei diesem Treffen? Wozu hat es mir geholfen?

  • Die Möglichkeit, Gott zu begegnen und diese Liebe neu zu spüren, um zu vergeben und neu diesen Weg der Liebe zu beginnen.
  • Eine sehr spezielle Zeit mit meinem Partner erleben, die uns geistig näher und in die Gegenwart Gottes gebracht hat. Das half zu verstehen, dass das Ehesakrament wirklich ein Geschenk Gottes ist.
  • Auf meinen Ehemann schauen wie auf Jesus. Das hatte ich vorher nicht so gesehen. Um neu den gemeinsamen Weg an der Hand Gottes zu beginnen.
  • Mit meinem Ehemann der Gottesmutter  näherkommen. Sehen, was fehlt, um dem gerecht zu werden, was Gott mir anvertraut hat.
  • Die Begegnung mit meinem Ehepartner, mit Gott und mit der Gottesmutter  tief erkennen und spüren.
  • Meinen Glauben stärken. Vermeiden, den Groll, der in mir ist, heraus zu lassen.
  • Mit meinem Ehepartner betrachten und reden können. Meine Ehe und mein Leben übergeben, damit die Gottesmutter  uns auf dem guten Weg führt.
  • Eine Zeit erleben, die ganz Gott, meinem Ehepartner und mir selbst gewidmet ist.

 

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Ein mitarbeitender Vater bemerkte: Ich war der erste, der die Kapelle verließ und sah die Gesichter aller sehr bewegt und erfüllt. Diese große Aufgabe, die die Gottesmutter  uns für das spirituelle Wachstum unserer Kinder anvertraut hat, war ein Erfolg.

Ein Anderer: wir hatten mit dem Treffen ein erfülltes Wochenende. Wir waren nur seine Werkzeuge. Denn ich weiß nicht, woher sonst so viel Kraft kommen kann. Und dank der Gottesmutter geht alles leicht. Unendlich vielen Dank an die Gottesmutter, die uns erlaubt hat, Teil dieser Geschichte der Liebe zu sein.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Norbert Jehle, Memhölz, Deutschland

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