Veröffentlicht am 2016-04-16 In Leben im Bündnis

Angekommen in Ayolas: die Schönstatt-Familienbewegung im Dienst der Liebe in den Familien

PARAGUAY, Ayolas, von Alejandro und Eva Frías •

Um mit dem Schreiben der Geschichte der Familienbewegung in Ayolas anzufangen, muss man etwa mit dem Jahr 1994 beginnen oder vielleicht viel früher mit einer großen und begeisterten Gruppe von Frauen (Müttern) und einigen Männern, die in dieser Stadt die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter begonnen haben. Es waren siebenunddreißig Missionare, die mit ihrem Gebet, Engagement, ihrer Mission, ihrem Apostolat und Begeisterung es möglich machten, dass wir heute über die Familienbewegung sprechen können als Saatbeet der Familienpastoral in der Gemeinde San Jose Mi.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Errichtung des Wegrand-Heiligtums der MTA im Jahr 1997 und im Jahr 2003 der Besuch von Pater Francisco Javier Pistilli, jetzt Bischof von Encarnacion, bei der Mannes- und Mädchenjugend.

Wer von dem Wasser trinkt, das ich gebe, wird nie mehr dürsten

Diese Worte, die Jesus zur Samariterin sagte, sind immer noch aktuell und erfüllen sich im Wunsch einer Gruppe von Ehepaaren, die schon von dem Weg zur Quelle erfahren als Mitglieder der Bewegung „Marriage Encounter“. Diese Ehepaare wandten sich an die Koordinatorin der Diözese, Elodia Amarilla, um zu fragen, wie die Familienbewegung in Ayola beginnen könnte. Sie nahm Kontakt auf mit P. Antonio Cosp, und die Antwort kam umgehend.

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Geh … in das Land, das ich dir zeigen werde …

Gottes Wort zu Abraham kann angewendet werden auf das Leben zweier Menschen voller Liebe und Engagement für Gott und die Gottesmutter: Papito und Chiquita (Sebastian und Concepción Martín) aus Encarnación. Ihnen gab P. Antonio Cosp den Auftrag, die Betreuung für die werdende Familienbewegung in Ayolas zu übernehmen.

Die Gottesmutter hat auf unser Land geschaut …

An einem Sonntag im September 2014 – Frühling in unserer Hemisphäre – kamen Martins mit Erlaubnis von Pfr. Bernardo Ríos wie Frühlingsboten nach der Abendmesse um 19.00 Uhr in die Kapelle San Francisco Javier. Sie stellten sich ganz schlicht vor, und die Ehepaare, die das Glück hatten, bei diesem ersten Treffen dabei zu sein, fühlten ein großes Vertrauen und die geradezu magnetische Anziehungskraft dessen, was heute ihr Haus, ihre Gemeinschaft, ihre Familiengruppe ist.

Es wurde beschlossen, sich in vierzehn Tagen wieder zu treffen mit der Zusage, weitere Ehepaare einzuladen. Heute ist es bei der Erinnerung an diesen entscheidenden Moment offensichtlich, dass es Maria war, die handelte: eine Mutter, die ihre Kinder unter ihrem Schutz versammelt.

Es gab regen Zulauf; nach und nach, im Maße wie die Schönstatt-Spiritualität erklärt wurde, erwachte der starke Wunsch, dazuzugehören. Einzelheiten wie Tag, Uhrzeit und Häufigkeit der Treffen wurden an die konkrete Situation angepasst, Die Gottesmutter eroberte langsam und gründlich die Herzen.

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P. Antonio Cosp in Ayolas

Das Gründungstreffen … der große Tag

Die Feiern zum Jahreswechsel waren vorbei und das Jahr 2015 begann, ein Jahr des Segens!

Die Ehepaare trafen sich nach der Sommerpause an einem schönen Apriltag mit großer Begeisterung wieder in der Kapelle San Francisco Javier. Wieder folgten viele Ehepaare dem Ruf der Gottesmutter und waren dabei. Das Engagement wurde stärker, Männer und Frauen ließen sich von Maria, dieser einfachen, schweigsamen Frau erobern…

Jetzt ging es um Verbindlichkeit und damit darum, Zeiten, Orte und Tage für die Gruppentreffen einzuhalten. Zum Glück arbeitete ein junges, engagiertes Ehepaar, Fabiana und César González, bei der weiteren Einführung mit. Alle zwei Wochen gab es ein Treffen, und nach einigem Hin und Her einigte man sich auf die Kirche San Roque González als Treffpunkt. Es waren richtig schöne Treffen mit Themen zur Reflexion, mit Gebet und Anregungen zu Erziehung und Selbsterziehung. Die Gruppe begann sich zu festigen: Fünfzehn Ehepaare bereiteten die zweiwöchentlichen Treffen durch Paargespräch vor. Das Zusammenwachsen gelang so gut, dass schließlich die Treffen in den Häusern der Mitglieder der werdenden Gemeinschaft gehalten wurden.

Erste Früchte des Gemeinschaftsgeistes

Die Monate vergingen und die Gruppe wuchs, sorgsam von der Gottesmutter mit Zartheit, Liebe und Verständnis geführt. So groß war die Begeisterung, die die Verantwortlichen vermittelten, dass beschlossen wurde, ihre ganze Gruppe „Corazones Solidarios“ (Solidarische Herzen) aus Encarnación einzuladen. Es war eine gute Zeit, in der Liebe, Solidarität und natürlich Freude herrschten, wie es für Kinder der Gottesmutter typisch ist. Die Schönstattfamilien aus Ayolas dankten für die Aufmerksamkeit mit einem Gegenbesuch im November bei der Tagung aller Gliederungen zum Jahresabschluss. Beim künstlerischen Teil traten auch einige der Ehepaarte aus Ayolas in Aktion, denn in den Gruppen gibt es etliche Talente; gerade geht es darum, einen Chor zu bilden!

Bei dieser Gelegenheit besuchte die Gruppe das Heiligtum „Nuestra Señora de Itacuá“, wo sie an der heiligen Messe teilnahmen, bevor sie reich gesegnet und dankbar für die vielen Geschenke nach Hause zurückkehrten.

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Ein weiterer Schritt …

Die Feiern zum Jahreswechsel kamen mit Apfelwein, Christstollen und vielen schönen Begegnungen … Die Verantwortlichen ermutigten die Gruppe zum nächsten kleinen Wachstumsschritt, nämlich der Wahl eines Leitungsteams aus den eigenen Reihen. Bei einem Treffen im Haus der Familie González (Paty und Jorge), in Anwesenheit von Pfr. Yiyo, fand die Wahl statt unter den zehn Ehepaaren, die dabei geblieben waren. Das Ergebnis war: Mario und Mirtha Fleitas, Leiter; Alejandro und Eva Frias, Stellvertreter; Patricia und Jorge González, Kassenwarte. Anderen Ehepaaren wurden andere Aufgaben gegeben, und ein gesegnetes Jahr endete mit dem Vorsatz, sich für das weitere Wachsen der Familienbewegung in Ayolas einzusetzen.

Das große Geschenk …

Die Martins als Verantwortliche für die Gruppe, die sie mit Liebe, Geduld und Weisheit begleitet hatten, bestätigten freudig den Besuch von P. Antonio Cosp. An dem Tag arbeitete sogar die Natur mit, um das Ambiente vorzubereiten. Die Kirche hatte selten eine so große Anzahl von Menschen unterzubringen, die begierig waren, sich auf die Fülle des Lebens in Jesus Christus einzulassen. Und die Gottesmutter ließ sich bewegen, sich in der San-Roque-Gonzalez-Kirche niederzulassen. Am Abend des 29. Februar wurde ihr Bild dort angebracht, das I-Tüpfelchen eines Treffens voller Freude, Fülle und Segen. Zur selben Zeit entstand der Auftrag zur Bildung einer zweiten Gruppe der Familienbewegung und der Gründung der Pastoral der Hoffnung für Wiederverheiratete Geschiedene.

Eine Zeit zu lieben

Im laufenden Jahr 2016 verwöhnt und bestärkt Maria die neuen Familien weiter in ihrer Entscheidung für die Schönstatt-Familienbewegung. Vom 12. – 13. März fand in Tuparenda ihre erste Familientagung statt: „Eine Zeit zu lieben“ hat das Ziel, das Feuer der ehelichen Liebe zu wieder zu beleben, dass für einige vor Jahrzehnten entstanden war, für andere vor einigen Jahren. Die Gruppe kehrte zurück, gestärkt durch das Erlebnis der Liebe Gottes und der Gottesmutter und fest entschlossen, der Kirche als Schönstätter zu dienen und sich dafür einzusetzen, dass viele Familien durch die Vermittlung seiner Mutter zu einer tiefen Begegnung mit Jesus Christus finden.

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Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland /mf

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