Veröffentlicht am 2016-03-17 In Leben im Bündnis

Ein Tomatensamen ist ein Versprechen. Belmonte auch

Von Carmen Reinle und Maria Fischer •

Ein Tomatensamen ist ein Versprechen. Ein Versprechen von Setzlingen und Pflanzen, ein Versprechen von leckeren, saftigen, knallroten Tomaten.

„Belmonte“ ist so ein Versprechen. Im Jahr 1965 hatte die weltweite Schönstatt-Bewegung es ihrem Gründer zum 80. Geburtstag als Geschenk versprochen. Als Geschenk zum Weiterschenken an die Kirche.

Im Jahr 2003/2004 ist es soweit. Das über vierzig Jahre alte Versprechen wird endlich eingelöst.

In Rom, in der Stadt der Päpste entsteht ein Schönstatt-Heiligtum. An einem eiskalten Wintertag wird in Gegenwart von gut 100 Menschen der Grundstein gelegt.  Unter strahlender römischer Sonne feiern wenige Monate später Tausende aus aller Welt die Einweihung.  Es ist für sie „unser aller Heiligtum“.

Um das Heiligtum entsteht ein Ort, an dem die Vision einer neuen Kirche Gestalt annimmt.  Einer Kirche, die herausgeht zu den Menschen, einer Kirche, in der Menschen aller Nationalitäten, aller Berufungen und aller Lebenswege Familie Gottes sind, Geschwister, die einen Vater und eine Mutter haben. Einer Kirche, in der Barmherzigkeit Maßstab des Handelns ist. Einer Kirche nach dem Herzen von Papst Franziskus.

Im Jahr 2016, im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, geht der Bau des Tagungshauses in die Abschlussphase. Dann können dort endlich die Früchte reifen, für die Kirche, für die Gesellschaft, für Schönstatt.

Alles geht langsam weiter, doch die Arbeiten sind wieder aufgenommen worden; wir sind schon nahe am Abschluss, wenn auch noch manches fehlt. Wir haben kleine, aber hochherzige Beiträge erhalten, die mich an die arme Witwe des Evangeliums denken lassen haben. Es geht nicht um eine große Spende, sondern um das Zusammen von kleinen Beiträgen von Hochherzigen“, schreibt Rektor Daniel Lozano im Brief aus Belmonte.

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Tomatensamen bringen Früchte: Belmonte-Tomaten und finanzielle Unterstützung für den Weiterbau

Mit dem obigen Text, Fotos von knackigen Tomaten und viel Begeisterung sind Carmen und Jürgen Reinle dabei, Vorbestellungen anzunehmen für „Tomatenpflanzen und Pasta di Belmonte im Set“. Als Ende Februar die lang erwartete Nachricht kam: „Es gibt wieder Nudeln“, da gingen die ersten Pakete gleich Richtung Freiburg. Aus Tomatensamen von Belmonte (genau genommen, dem Laden gegenüber) hat Carmen Reinle jedes Jahr Pflänzchen gezogen, die dann zugunsten von Belmonte verkauft wurden. Ab diesem Jahr gibt es die Nudeln dann gleich dazu – jene schon berühmten bunten Belmonte-Nudeln in Form des Petersdomes mit Heiligtum darin, die seit dem Jubiläum 2014 der große Renner sind.

Tomatenpflanzen, an denen einmal Belmonte-Tomaten reifen, kann man nur am Heiligtum der Berufung in Freiburg bekommen oder bei einem Besuch bei Familie Reinle. Nudeln gibt es auch per Post oder etwa auf Berg Moriah in Schönstatt, im Schönstatt-Zentrum Würzburg…

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Mit Ebay für Belmonte

„Gegenseitige Anregungen im Kampf für unsere bedrohten Ideale in schwerer Zeit“ lautete der Untertitel der Zeitschrift MTA, die Pater Kentenich im März 2016 erstmals herausgab. Nun sind wir nicht im Ersten Weltkrieg, doch „in schwerer Zeit“ für Belmonte, wo die Mittel für die Fertigstellung des Hauses noch nicht gesichert sind, tun Anregungen gut. Und so hat die Geschichte von den Tomatensamen manche angeregt. So schreibt Ida Ziegler:

Zu dem Thema „Ideen muss man haben“, kann ich auch einen Beitrag leisten:

Ich bin 74 Jahre alt und habe Wertsachen, von denen ich vermute, dass sie nach meinem Tod vielleicht im Müll landen.  Daher habe ich mein Haus durchforstet und alles, von dem ich mich heute schon trennen kann, zusammen getragen.

Eine Freundin von mir versteigert Sachen im Internet. Sie stellt alles für mich ein und verschickt es.  Dafür bekommt sie 10% vom Erlös, der Rest geht als Spende für Belmonte nach Schönstatt.
Zu Pater Kentenich habe ich gesagt: „Wenn du eine große Spende willst, dann sorge dafür, dass meine Sachen zu einem hohen Preis ersteigert werden.“
Es klappt und hat gleichzeitig mehrere Vorteile:

Die Wertgegenstände bekommt jemand, der sie schätzt. Bei mir steht nichts „Unnötiges“ mehr herum und ich habe keine Sorge mehr, dass etwas, das mir wertvoll war, im Müll landet. Die Freundin hat ein Taschengeld, Belmonte eine Spende und ich immer wieder neue Freude.

 

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Foto oben: iStockGettyImages, Copyright: Terry Brooks

Foto unten: Architekturbüro Poersch

Webseite von Belmonte

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