Veröffentlicht am 2016-02-11 In Leben im Bündnis

Von „unser aller Heiligtum“ aus mit Papst Franziskus auf seiner Reise nach Mexiko

BELMONTE, von Maria Fischer •

index2Vor seiner XII. Apostolischen Reise, die ihn als „Missionar der Barmherzigkeit und des Friedens“ nach Mexiko führt, bat Papst Franziskus bei der Generalaudienz am Aschermittwoch, ihn im Gebet zu begleiten:

„Übermorgen (12.02.) beginne ich meine Apostolische Reise nach Mexiko, doch zuvor bin ich in Havanna, um meinen geliebten Bruder Kyrill zu treffen. Ich vertraue auf eure Gebete sowohl für das Treffen mit Patriarch Kyrill wie für meine Reise nach Mexiko.“

Am 11. Februar, dem Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes, hat Daniel Lozano, der Rektor von „unser aller Heiligtum“ in Belmonte, einen großen Krug mit dem Bild der Gottesmutter von Guadalupe ins Heiligtum gestellt (Foto rechts). Es ist der Krug, den die Delegation aus Mexiko zur Einweihung des Heiligtums am 8. September 2004 mitgebracht hat (Foto oben).

Viele erinnern sich noch: „Füllt die Krüge mit der Liebe zur Kirche!“ – so lautete das Motto der Vorbereitung auf die Einweihung, und es war verbunden mit der Einladung, Krüge aus den Heiligtümern und von den Bildstöcken der Welt mitzubringen, um so symbolisch die Ströme des „Nichts ohne dich, nichts ohne uns“ von allen Heiligtümern hier in diesem Heiligtum zu verbinden, dass die ganze Schönstattfamilie Jahrzehnte zuvor Pater Kentenich versprochen und geschenkt hatte.

Im Herzen der Weltkirche

Viele der Krüge, die 2004 zur Einweihung gebracht wurden, sind in Belmonte geblieben und haben einen Ehrenplatz in der Casa dell’Alleanza gefunden, heißt es auf der Webseite von Belmonte. Immer wieder wird ein anderer Krug ins Heiligtum gestellt und verbindet mit dem  Land, aus dem er kommt.

Mancher Besucher wundert sich, mitten in Rom ein Heiligtum zu sehen mit einer Cholita – dem typischen Tonkrug aus Bolivien -, einem Korb aus Burundi, einem Krug mit dem Bild der Guadalupana oder portugiesischer Beschriftung. Und versteht auf einmal, dass er hier weder in einem deutschen noch in einem italienischen, sondern einem internationalen Schönstattzentrum ist. Im Herzen der Weltkirche.

IMGP0141

8.9.2004: PIlger aus Mexiko bringen ein Bild Unserer Lieben Frau von Guadalupe als Geschenk. Ob es ins „Mexiko-Zimmer“ kommt?

Wir pilgern nach Belmonte, um mit dem Papst nach Mexiko zu pilgern!

IMGP0140„Jetzt pilgern wir nach Belmonte, um mit dem Papst nach Guadalupe zu pilgern“, kommentiert ein Italiener trocken. Genau so ist es.

In wenigen Tagen erfüllt sich der große Wunsch des Papstes, vor dem Bild Unserer Lieben Frau von Guadalupe, der Patronin Amerikas, zu beten. Er wollte Mexiko nicht besuchen, ohne auch sie zu besuchen.

Knapp eine Woche vor Beginn seiner Reise nach Mexiko gab Papst Franziskus ein Interview, in dem er seine große Liebe zur Gottesmutter von Luján ausdrückte, die ihm, wie er wörtlich sagte, „Sicherheit und Zärtlichkeit“ schenke. Seine Bitte an die Mexikaner: Wenn er die Basilika der Mutter des Herrn besuche, sollten sie ihm „eine kurze Weile allein vor dem Bild erlauben. Das ist die Bitte, die ich habe.“

Was weckt sie in mir? Sicherheit, Zärtlichkeit. Jedes Mal, wenn ich Angst habe wegen eines bestimmten Problems oder weil etwas Schlimmes geschehen ist und ich nicht weiß, wie ich reagieren soll und ich dann zu ihr bete, sage ich gerne immer wieder zu mir selbst: »Hab’ keine Angst! Bin ich denn nicht da, ich, deine Mutter?« Das sind ihre Worte: »Hab’ keine Angst!« Das ist es, was sie mir am häufigsten sagt. Eine andere Anrufung der Jungfrau regt mich vielleicht zu etwas anderem an. Aber jedes Mal, wenn ich vor ihr Bild trete und sie anblicke, dort, mit ihren Augen, die jene kulturelle Synthese der Neuen Welt vollziehen, die im Entstehen begriffen ist, in Erwartung des Kindes, dann sage ich mir: »Warum hast du Angst? Bin ich denn nicht hier, ich, deine Mutter?“, so der Papst.

Danke, Schönstattfamilie von Mexiko, für den Krug mit dem Bild Unserer Lieben Frau von Guadalupe, die unserem Papst, unserem Schönstatt und jeden von uns sagt: Hab keine Angst, bin nicht ich hier, deine Mutter?

 

Aus Anlass des Besuches von Papst Franziskus in Mexiko vom 12. – 17. Februar hat die Kommunikations- und Pressestelle des CELAM eine Multimedia-Plattform bereitgestellt, auf der man dieses für die ganze Kirche Lateinamerikas bedeutsame Ereignis live mitverfolgen kann:  www.comunicacioncelam.org.
Auch CTV überträgt wie immer live.

PICT0315
Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer/schoenstatt.org

Schlagworte: , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.