Veröffentlicht am 2016-01-26 In Leben im Bündnis

Heilswirken, Freiheit und Gnade: Eine kurze Reflexion über das Liebesbündnis

ITALIEN, von Pamela Fabiano •

Am 18. Dezember nahm die römische Schönstatt-Familie im Cor Ecclesiae-Heiligtum in der Via Aurelia Antica in Rom am Liebesbündnis von drei jungen Frauen aus der Schönstattjugend teil.

Es ist mehrere Jahre her, seit bei den Mädchen und jungen Frauen Italiens ein Liebesbündnis gefeiert wurde, und das nicht, weil die Gottesmutter die Herzen der jungen Frauen nicht gerufen hätte. Der Wunsch, ihr Leben der Gottesmutter anzuvertrauen, mit allem, was es mit sich bringt, und sich von ihr erziehen zu lassen, war bei Rossella, Chiara und Claudia sehr stark, aber verschiedene Umstände hatten dieses große Ereignis verzögert.

Pater Ludovico Tedeschi erneut in Rom

IMG-20151220-WA0026Die Beschreibung dieses Abends ist schlicht und einfach. Die Mitglieder der Bewegung, Freunde und Verwandte der jungen Frauen, die sie eingeladen hatten, kamen aus unterschiedlichen Teilen Roms an, wie immer durch den Nachmittags- und Weihnachtsverkehr gehetzt, versammelten sich beim Heiligtum und wurden von den Schwestern empfangen. Voll Freude und Spannung trafen sie mit P. Ludovico Tedeschi zusammen, der für einige Wochen aus Argentinien zurückgekommen war. P. Ludovico, der vor einem Jahr zurückgegangen war, nachdem er mehr als zehn Jahre bei uns gewirkt hatte, nahm an der Messe teil. P. Alfredo Pereira, zurzeit kommissarischer Leiter der Schönstatt-Bewegung Italiens und Standesleiter der Jugendgemeinschaften, war Hauptzelebrant. Der Moment des Liebesbündnisses war für viele bewegend, besonders aber für die Verfasserin dieses Artikels.

Das Bündnis, das „meine“ jungen Frauen geschlossen haben, hat auch meinem Leben neuen Glanz und Kraft gegeben

Dass ich die jungen Frauen über Monate vorbereitet habe, geführt von Sr. M. Julia de Almeida und Sr. Vera Lucia Mangas, war eine Erfahrung, die ich – ohne falsche Rhetorik – als heilend beschreiben möchte. Ja, heilend! Stellen Sie sich eine Aufgabe vor, eine Mission, die uns übertragen wird, ohne dass wir sie gesucht hätten und die sich dann als genau das erweist, was wir in diesem Moment brauchen… Keine Sorge, das wird hier jetzt nicht zum üblichen süßlichen Bekenntnis der angeblich einzig wahren Christin – so etwas passt ja nun einmal gar nicht zu uns als Schönstättern!

Ein perfektes Gleichgewicht von Freiheit, Wille und Gnade

IMG-20151220-WA0024Es ist vielmehr eine Reflexion, die auf Erfahrung beruht, auf einer menschlichen Gegebenheit. Und in diesem Fall ist es eine kurze Reflexion über Gottes Heilswirken, das den meisten Menschen als Gnade bekannt ist.

Pater Kentenich hat uns immer aufgefordert, auf die Zeichen der Zeit zu hören, „die Hand am Pulsschlag der Zeit“ zu haben, zu erkennen, was Gott uns sagen und uns in genau diesem Augenblick unseres Lebens und Weges geben will. Wir können nur lernen, die Dinge zu erkennen, die Gott nur für uns bereitet hat und sie zu wahr- und anzunehmen, indem wir aufmerksam und gründlich zuhören. Natürlich weiß ich als Theologin, dass meine Erlösung von meinem Willen abhängt und der Freiheit, sie anzunehmen und zu erkennen, doch zuallererst ist sie ein Werk der Gnade.

Durch seine Pädagogik und seine neuartigen Studien über das menschliche Wesen und seine Beziehung zum Göttlichen hilft P. Kentenich uns, den Dschungel von Unsicherheiten und Unentschlossenheit zu entwirren und zeigt uns den Weg, den diejenigen gehen, die auf Maria als ihr Vorbild schauen und sich ihr anvertrauen, und so das höchste Maß an Freiheit in der Bindung an Gottes Heilsplan erfahren.

Es ist ein perfektes Gleichgewicht von Freiheit, Wille und Gnade, das den Lebensweg faszinierend und spannend macht und gewöhnliche Menschen wirklich zu Gottes „Söhnen und Töchtern“ macht, die diesen Namen verdienen! Das Liebesbündnis bringt auch diese Einsicht mit sich und macht aus drei jugendlichen Römerinnen besondere Frauen, die sich selbst und die Liebe Gottes zu ihnen erkennen, und die bereit sind zu Gottes Heilsplan „Ja“ zu sagen.

Original: Italienisch, Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland/mf

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