Veröffentlicht am 15. September 2015 In Leben im Bündnis

Fünfzig Jahre Heiligtum der Einheit in Cambrai – Gruß des Vorsitzenden des Generalpräsidiums

FRANKREICH, schoenstatt.org mit Material von Françoise Moniez, in: Doyenné de Cambrai

Am Samstag, dem 12. September 2015, war das Goldene Jubiläum des Heiligtums der Einheit in der Nähe von Cambrai, Frankreich – ein Heiligtum, das damals ein starkes Symbol für das Ende des kirchlichen Exils Pater Kentenichs und des Einsatzes von ganz Schönstatt für ihn und seine Mission war.

Anwesend waren Erzbischof François Garnier von Cambrai, Weihbischof Michael Gerber aus dem Erzbistum Freiburg, Deutschland, Pfarrer Michael Hergl als Dolmetscher, die Priester Fleury, François Triquet und Jean-Marie Moura aus dem Bistum Cambrai.

Etwas mehr als 200 Menschen versammelten sich unter freiem Himmel zur festlichen heiligen Messe: Franzosen, Belgier, Argentinier, Spanier, Mexikaner, Brasilianer und vor allem eine große Zahl von Deutschen, die in eigenen Autos angereist waren.  Zwei Busse waren aus Schönstatt in Deutschland gekommen, das an diesem Tag an der Grenze wieder Personenkontrollen eingeführt hatte, wodurch die Busse mit eineinhalb Stunden Verspätung eintrafen.

Groß war die Freude, einander zu begegnen und zur Dreimal Wunderbaren Mutter zu beten.

Der Chor „Guillaume du Fay“ gestaltete die Messe musikalisch, bei der eine große Gemeinschaft von Gläubigen aus vielen Sprachen erlebt wurde.

Der Regen konnte die Pilger nicht entmutigen, die am Nachmittag zu Fuß nach Eswars zum Josef-Engling-Memorial gepilgert sind.

Ein großer Tag der Freundschaft und Einheit, an dem das Gebet von jedem Einzelnen in seiner Sprache erklang. Ein gutes Beispiel von Verzeihung, Versöhnung und Frieden unter den Völkern.

Es war auch der endgültige Abschied von Schwester Michela aus Cambrai. Frau Dominique Touret hat die Leitung des Hauses übernommen; Pfr. Jean-Marie Moura wurde als Nachfolger von Pfr. Fleury zum Rektor des Heiligtums ernannt.

Zum 50. Jahrestag der Einweihung schrieb P. Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums Schönstatts, aus Nigeria einen Gruß an den Erzbischof von Cambrai und die Pilger, die sich am Heiligtum versammelt hatten.

Grußwort zum 50jährigen Jubiläum des Heiligtums der Einheit, Diözese Cambrai

An
Erzbischof François Garnier, Diözese Cambrai
Herrn Ernest M. Kanzler, Generaloberer der Schönstätter Marienbrüder
P. Pierre-Laurent Bagnères
Abbé Jean-Marie Moura

Liebe Schönstatt-Familie, Freunde und Pilger,

Sie sind zum Heiligtum der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin von Schönstatt in Cambrai gepilgert, das vor 50 Jahre eingeweiht wurde. Das Heiligtum ist eng mit der Geschichte Schönstatts verbunden. Es ist entstanden nahe zu dem Ort, an dem Josef Engling, einer der ersten „Heldensodalen“ und jungen Mitgründer, fast am Ende des ersten Weltkrieges tödlich gefallen ist und wo also sein Lebensangebot angenommen wurde. Viele sind im Laufe der Jahrzehnte den Spuren Josef Englings nachgefolgt und haben in Schönstatt den Geist des Ursprungs lebendig erhalten.

Der Ort ist ein Treffpunkt von Deutschen und Franzosen, ein Ort der Versöhnung und der Verständigung unter den Völkern geworden. Es hat daraus Sendung und Name empfangen: Heiligtum der Einheit.

Vor 50 Jahren wurde das Heiligtum eingeweiht als Ausdruck der Dankbarkeit für 50 Jahre Schönstatt und für seine juridische Autonomie. Aber die Vorsehung wollte das Heiligtum mit einem neuen Meilenstein der Schönstattgeschichte verbinden: mit der Rückkehr des Gründers, P. Josef Kentenichs, aus dem langen Exil in den USA und mit seiner Rehabilitierung. Am Tag nach der Einweihung des Heiligtums bekam P. Kentenich jenes Telegramm, das ihn nach Rom rief. Mit Recht haben viele das Heiligtum als „Lösepreis“ der Befreiung und der Heimkehr P. Kentenichs gedeutet.

Nach der großen Jubiläumsfeier des vergangenen Jahres 2014 erleben wir neue Lebensaufbrüche Schönstatts in Frankreich, und nicht zuletzt einen vielversprechenden Einsatz des Erzbischofs François Garnier von Cambrai, und in seinem Auftrag, von Abbé Jean-Marie Moura.

Im Namen des Generalpräsidiums des Schönstatt-Werkes darf ich Sie alle, die Sie am heutigen Fest teilnehmen, begrüßen. Viel Segen ist aus dem Heiligtum der Einheit in Cambrai geflossen. Möge noch viel Segen in den kommenden Jahren daraus entspringen. Möge die Gottesmutter von dort aus viele Gnaden austeilen:

  • im Sinne des Mitgründergeistes und des stillen alltäglichen Heroismus Josef Englings für das neue Jahrhundert Schönstatts,
  • im Sinne der Versöhnung und der Einheit unter den Menschen und Völkern, wie sie uns in der Vision einer Bündniskultur vorschwebt,
  • und im Sinne des „Lösepreises“ für die Fruchtbarkeit der Botschaft und des Charismas P. Kentenichs für unsere Zeit.

Mit Ihnen im Heiligtum verbunden, Ihr

P. Juan Pablo Catoggio

Fotos: J Cl Moniez, Doyenné de Cambrai

http://www.paroissesdecambrai.com/50eme-anniversaire-chapelle-unite.html

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