Veröffentlicht am 2015-09-27 In Leben im Bündnis

Bischof Rafael Biernaski aus dem Priesterbund übernimmt die Diözese Blumenau, begleitet vom Dank der Schönstattfamilie von Curitiba

BRASILIEN, Edson und Luciana Mocelin •

Seit am vergangenen 24. Juni die Nachricht bekannt wurde, dass Bischof Rafael Biernaski aus dem Schönstatt-Priesterbund zum Bischof der Diözese Blumenau ernannt worden war, ergaben sich einige sehr besondere Augenblicke des Abschieds von diesem so sehr geschätzten Hirten, den Gott uns in der Diözese Curitiba und ihrer Schönstatt-Bewegung gegeben hatte. Die Erzdiözese Curitiba, die Schönstattfamilie und der Familienbund bereiteten Begegnungen vor, um für seine liebenswürdige, väterliche, weise und herzliche Gegenwart zu danken – wobei die Liste der Adjektive, mit der sein fünfjähriges Wirken als Weihbischof und die neun Monate als Diözesanadministrator beschrieben werden kann, noch viele Erweiterungen zuließe.

Bei der heiligen Messe am 5. Juli, die Bischof Biernaski beim Kurstreffen des 15. Kurses feierte, erinnerte der Familienbund von Curitiba an die vielen Male, in denen der Bischof beim Familienbund war – bei Tagungen, Vorträgen, Treffen, Messen, Jahrestagen der Hörder Tagung und nicht zuletzt als Beichtvater (die Beichten werden für immer im Gedächtnis der Familien bleiben, die monatlich während der letzten drei Jahre die Barmherzigkeit Gottes durch die Hände und Worte erleben durften, die Bischof Rafael mit väterlicher Güte den Erwachsenen und den Kindern, auch den Kleinsten, schenkte, denen er geduldig die Beichte abnahm).

Die Aufmerksamkeit, die Bischof Rafael unserer Gemeinschaft geschenkt hat, wird für immer in den Herzen bleiben – und klar, in vielen, sehr vielen Fotos!

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Von der Schönstattfamilie ausgesandt

esuiCty9UP5c8CczpWeNLo3mNnH3-FTn4gwMZWV9NzgAm 18. August dankte die Schönstattfamilie bei der Heiligen Messe und Bündniserneuerung im Magnificat-Heiligtum für die Sendung von Bischof Rafael von Anfang an, heißt, seit dem Erwerb des Geländes für das Heiligtum, damit die Gottesmutter sich in dieser Stadt niederlasse, bis zu allen Feiern, bei denen er am Heiligtum dabei war. Ein Video erinnerte an diese Momente, und das Gebet der Anwesenden sandte Bischof Rafael zu seinem neuen Wirkungsort und seiner neuen Mission:

Himmlischer Vater, unsere Dankbarkeit gilt dir heute dafür,

  • Dass du ihn zum bischöflichen Dienst in unserer Stadt gerufen hast und dafür, dass er ein für alle offener und aufmerksamer Bischof gewesen ist: für Erwachsene, Jugendliche und Kinder;
  • Dass du Bischof Rafael die Gabe der geistlichen Vaterschaft, der Geduld und Barmherzigkeit geschenkt hast, die von Dir kommt und an deren Unverdientheit er uns so oft erinnert hat;
  • Für alle Augenblicke, die du uns mit diesem deinem geliebten Kind geschenkt hast, dessen Gegenwart uns in jeder Geste, jedem Blick und jedem Wort an deine väterliche Gegenwart erinnert hat.

Im Liebesbündnis geeint, versprechen wir Bischof Rafael unsere Gebete und beten mit unserem Vater und Gründer eine Strophe des Heimatliedes mit der Gewissheit, dass das Charisma Schönstatts für immer unsere Verbundenheit erhält.

Vom Magnificat-Heiligtum senden wir Bischof Rafael in seine neue Diözese und bitten, dass die Gnaden, die von diesem Gnadenort fließen, ihn an seinem neuen Wirkungsort begleiten. Amen.

Curitiba verabschiedet ihn und Blumenau heißt ihn Willkommen

Am 27. August feierte die Erzdiözese eine Dankmesse und ein Abendessen zu seiner Ehre. Es war bewegend zu sehen, wie ein Schönstattkind so sehr geliebt wird von dem gläubigen Gottesvolk, in dessen Dienst Gott ihn zu Beginn seines bischöflichen Wirkens gestellt hat. Auf der Webseite des Erzbistums Curitiba steht: „Bischof Rafael war ein Hirte nach dem Herzen Gottes, ein auf seinen Dienst theologisch und pastoral hervorragend vorbereiteter Mann, menschlich und beheimatend und den Menschen unbeschreiblich nahe: er wurde zum Freund aller.“

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„Er hat mich gesandt zur Evangelisierung“

Doch eine neue Mission erwartet ihn und ein warmherziges Gottesvolk hieß ihn am 29. August in der Heiligen Messe zur Amtsübernahme in der Paulus-Kathedrale in Blumenau willkommen. Unter dem Bischofsmotto „Er hat mich gesandt zur Evangelisierung“ übernimmt Bischof Rafael eine Diözese, zu der drei Großstädte gehören und die seit einem halben Jahr auf einen neuen Bischof gewartet und für ihn gebetet hat. Die Kathedrale, die 3000 Personen fasst, war mit über 4000 Menschen gefüllt. Draußen hieß ein großes Plakat willkommen, und in der Kathedrale empfingen die Menschen Bischof Rafael mit Schals und T-Shirts mit seinem Foto. Mehrere Reden standen am Beginn der Eucharistiefeier, und das Verlesen der Ernennungsbulle markierte den Moment, in dem Bischof Rafael den Bischofsstab, das Symbol seines Hirtendienstes, empfing und anschließend des Bischofssitz einnahm, Zeichen für die Verkündigung des Evangeliums, wofür er in der Diözese die letzte Verantwortung trägt. Zum ersten Mal segnete Bischof Biernaski dann die Gläubigen der Stadt und der Region. Vertreter der Kirche und der Gesellschaft, Gläubige, Freunde und Verwandte erlebten mit ihm diesen so ganz besonderen Moment.

In der Predigt benutzte Bischof Biernaski Ausdrücke, die den Schönstättern sehr vertraut klangen, etwa wenn er davon sprach, dass er die Menschen kennenlernen möchte, um sie gern haben und ihnen dann dienen zu können. Und mit der gleichen väterlichen Sorge wie immer bat er alle, die nur Stehplätze hatten, dieses Opfer für seinen Bischofsdienst zu bringen.

Ja, Bischof Rafael, gerne schenken wir alles ins Gnadenkapital, doch das ist wenig im Vergleich mit der Zeit, die Sie uns geschenkt haben, mit den Gesten der Aufmerksamkeit und den hochherzigen Worten der Ermutigung und tiefer väterlicher Sorge, die Sie uns in den vergangenen Jahren gegeben haben.

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Verbunden im Liebesbündnis

Beim Abendessen in der Halle der Kathedrale begrüßten wir Bischof Rafael, wünschten ihm alles Gute für diese neue Aufgabe und gaben ihm die Grüße all derer weiter, die nicht hatten dabei sein können. Geistig waren alle da, und wir bleiben verbunden im Liebesbündnis. Geographisch weit entfernt, aber ganz nahe im Gebet und in unseren Gedanken. Und wir werden nicht müde, Bischof Rafael zu danken, der uns mit jeder Geste an die persönliche Art erinnert hat, mit der Pater Kentenich die Menschen behandelt hat. Und vor allem ist Bischof Rafael für uns immer ein Spiegel der barmherzigen Väterlichkeit Gottes

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Quelle: http://www.uniaodefamilias.com.br

Original: Portugiesisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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