Veröffentlicht am 20. Juli 2015 In Leben im Bündnis

Unser aller Heiligtum

ROM-BELMONTE, P. Daniel Lozano und Maria Fischer •

“Der Juni war ein Monat vieler Besuche aus Deutschland, Argentinien, Uruguay, USA, Chile, Brasilien und einer Wallfahrt von 80 Römern, die vom Cor Ecclesiae-Heiligtum nach Belmonte gepilgert waren, mit Messe, Mittagessen und geselligem Beisammensein. Mindestens 50 von ihnen waren zum ersten Mal in einem Schönstatt-Heiligtum, und die meisten hatten noch nie von unserer Familie gehört. Bei der Messe war der heilige Josef der erste Gast in der Statue, die am ersten Mai ins Domus Pater Kentenich getragen worden war, wo ich ihm die Arbeiter und die Weiterführung des Baus anvertraut hatte“, schreibt P. Daniel Lozano, Rektor des Internationalen Schönstattzentrums in Belmonte, in seinem monatlichen Brief. Mit diesem Brief informiert P. Daniel Lozano die Schönstattfamilie aus erster Hand über alles, was rund um „unser aller Heiligtum“ – dem Namen, den das Matri-Ecclesiae-Heiligtum zu seiner Einweihung im September 2004 „aus dem Volk“ erhalten hat.

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St. Josef, der Arbeiter

Nicht wenige wunderten sich, als sie die Statue des heiligen Josef in der Eingangshalle des Domus Pater Kentenich entdeckten. Allen, die wissen wollten, was der heilige Josef dort zu suchen hatte, erklärte Gianni, verantwortlich für Hausmeisterei und Pflege des Geländes, dass er immer, wenn er an der Statue des heiligen Josef vorbeikomme, sich dort kurz niederknie und bete. P. Daniel Lozano schreibt weiter:  “Seit diesem Tag hatten die Arbeiten einen interessanten Rhythmus. Der heilige Josef hat die Aufgabe, die wir ihm anvertraut haben, ernstgenommen. Wir müssen ihn dabei unterstützen und so das „Nichts ohne dich, nichts ohne uns“ neu beleben.

Wie schön ist es, diese Erfahrung zu machen, ein Werk voranzubringen in Einheit von Natur und Übernatur, von Mensch und Gott, von Erde und Himmel. Es ist dann nicht so, dass alles leichter erscheint, sondern es ist tatsächlich leichter, erträglicher. Mein Herz ist voller Freude, wenn ich sehe, wie die ganze Familie zusammenarbeitet, damit Belmonte „unser aller Heiligtum“ wird.

Ich lade Euch/Sie alle ein, die Hände nicht sinken zu lassen und weiter zu beten, dass wir diesen Traum des Vaters vollenden können.

Von Belmonte aus bete ich für Sie und spende mit priesterlichem Herzen den Segen des Dreieinen Gottes,

Pfr. Daniel Lozano

rettore@romabelmonte.info

 

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Unser aller Heiligtum im Dienst einer Missionarin aus Trient

Woher bekomme ich bloß Bilder der Gottesmutter von Schönstatt mit italienischem Text? Das fragt sich eine junge Frau aus Trient im Norden Italiens, seit einigen Monaten Missionarin der Pilgernden Gottesmutter. Dann melden sich ihre Schwiegereltern zu Besuch an; sie möchten auf dem Weg nach Trient Zwischenstation in Rom machen. Gisela C. gibt ihnen eine Tipp: in Rom gibt es ein Marienheiligtum, das sie garantiert noch nicht kennen, da müssten sie unbedingt hin pilgern. Und wenn sie schon mal da wären, sollten sie ihr doch bitte einen Stapel Bildchen mitbringen. Vor ein paar Tagen schreibt Gisela C.: „Meine Schwiegereltern sind in Belmonte gewesen und waren ganz begeistert. Und ich habe jetzt genügend Bilder mit den Schönstattgebeten für alle, die die Pilgernde Gottesmutter in Trient besucht. Ich hoffe, am 6. September beim Treffen der italienischen Schönstattfamilie dabei zu sein und dann Belmonte auch selbst kennen zu lernen.“

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Urlaubszeit

Juli und August sind Urlaubsmonate in Rom. Echte Urlaubsmonate – das heißt, da ist außer ein paar Touristen niemand mehr unterwegs, der es nicht unbedingt sein muss. Wer kann, fährt weg, denn die Hitze ist unerträglich. Darum war am 18. Juli die letzte heilige Messe im Heiligtum, und erst am 6. September beginnen mit dem Treffen der italienischen Schönstattfamilie wieder die regulären Gottesdienste; zu diesem Treffen, das jährlich im Umkreis der Einweihung des Heiligtums stattfindet, wird Erzbischof Ignazio Sanna von Oristano, Sardinien, Mitglied des Institutes der Schönstatt-Diözesanpriester, erwartet.

Doch auch während der Urlaubszeit wird das Heiligtum offen bleiben. Aus Sicherheitsgründen ist das reguläre Eingangstor gegenüber der Pfarrkirche verschlossen, doch das Tor auf der Höhe des Domus Pater Kentenich ist tagsüber offen, ebenso das Heiligtum. Sollte das Tor geschlossen sein, einfach klingeln!

 

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Bald ist das Haus fertig!

“Wann ist das Haus fertig?“, fragen wir P. Daniel Lozano. „Wir hoffen, dass es ab Dezember benutzt werden kann“, antwortet er, und man sieht ihm die Freude an. Noch fehlt einiges an finanziellen Mitteln, um den Bau abschließen zu können – doch was für ein Geschenk wäre es, das Haus gerade zum 8. Dezember 2015 eröffnen zu können: 50. Jahrestag des Abschlusses des Konzils und der symbolischen Grundsteinlegung von „unser aller Heiligtum“ durch Pater Kentenich, mit jenem Vortrag, der Schönstatt für immer auf die Umsetzung des Konzils verpflichtet. Was für ein Beitrag Schönstatts zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, das an diesem Tag beginnt, könnte das werden.

In diesem Haus gibt es etwas Einmaliges: die 31 Gästezimmer werden die Namen der Länder tragen, in denen es ein Schönstatt-Heiligtum gibt. Andere Räume werden Personen aus der Schönstattfamilie gewidmet: zurzeit gibt es einen Raum mit dem Namen von Gertraud von Bullion, der ersten Frau in der Schönstatt-Bewegung, und einen mit dem Namen von Pater Franz Reinisch, dem Märtyrer der Gewissentreue. Welche Namen es noch dort geben wird, hängt von denen ab, die sich als erstes melden, um einen Raum für „ihren“ Schönstätter zu reservieren und zu gestalten.

Die Schönstätter sind eingeladen, finanziell zu den Räumen ihres eigenen Landes beizutragen oder zu denen von Ländern, die einen großen spirituellen Reichtum schenken können, aber vielleicht finanziell nicht in der Lage sind, mitzubauen. Doch das Wichtigste ist die Einladung, diese Räume mit dem geistlichen Erbe der jeweiligen Länder zu füllen, mit den Gnaden ihrer Heiligtümer, mit dem Reichtum ihrer Kultur, mit dem, was die Identität Schönstatts in diesem konkreten Land ausmacht und was die Schönstätter dieses Landes in den Dienst des großen gemeinsamen Dienstes an der Kirche stellen möchten, der „Belmonte“ heißt.

Dieser Beitrag wird äußerlich sichtbar in einem Kreuz, einem MTA-Bild und einem typischen Symbol, das jedes Land für den Raum, der seinen Namen trägt, schenkt. Und jetzt wird es dazu höchste Zeit!

Verloren und wiedergefunden: Das Marienbild für das Zimmer der Philippinen

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Schon im Oktober 2014 war das erste Bild der Gottesmutter von Schönstatt für ein Zimmer auf Belmonte dort angekommen: mitgebracht von den philippinischen Jubiläumspilgern, damit es gleich angebracht werden kann, wenn das Haus und damit das „Philippinen-Zimmer“ eröffnet wird. Kurzer Schrecken im Juni: Wo ist es geblieben? Groß war dann die Freude, als es in der Wohnung des Rektors entdeckt wurde – er hatte gar nicht gewusst, welche Kostbarkeit er dort beherbergt. Im November kommt das auf den Philippinen gestaltete Kreuz dazu.

Eine gute Nachricht gibt es für Chile: Pfarrer Erich H. aus Deutschland hatte am 27.6.65 sein Goldenes Priesterjubiläum. Von den Geldgeschenken hat er 3.000 € – die erste Spende überhaupt – für das Chile-Zimmer auf Belmonte gespendet!

Wir möchten Sie auf dem Laufenden halten…

“Ich habe den Newsletter bekommen und ihn mit der Schönstatt-Familie vom Heiligtum in San Isidro und von anderen Schönstatt-Heiligtümern in Buenos Aires geteilt; ich selbst arbeite im Sekretariat Pater Josef Kentenich der Schönstatt-Familie von San Isidro mit und danke sehr für das Angebot von Material zu Belmonte, darauf werde ich zurückkommen“, schreibt Silvina Ravarini. „Ich kenne das Heiligtum von Belmonte, schon zweimal war ich dort, einmal 2006 mit der Schönstatt-Familie von Florencio Varela und zum Jubiläum von 100 Jahren Liebesbündnis; es hat mich sehr beeindruckt, wie alles dort gewachsen ist. Und es ist wunderschön, ich habe viele herrliche Fotos gemacht beim Besuch mit der Gruppe von Pater Carmona beim Jubiläum!“

Rektor Daniel Lozano und das Kommunikationsteam Belmonte verfassen seit Februar einen monatlichen Newsletter, in dem sie vom Leben rund um „unser aller Heiligtum“ in Rom erzählen, von geglückten Initiativen und Projekten berichten und dafür begeistern, den Traum Pater Kentenichs von einem internationalen Schönstatt-Zentrum im Herzen der Kirche zum Traum vieler Schönstätter zu machen.

Denn wenn es Belmonte nicht schon gäbe, müsste es entstehen. Ein Heiligtum, gebaut auf den Fundamenten durchlittener Liebe zur Kirche. Ein Heiligtum für jetzt. Für die Kirche und darin Schönstatt in der Strömung der Erneuerung durch Papst Franziskus, in der Erwartung des Jubiläums der Barmherzigkeit.

 

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