Veröffentlicht am 31. Juli 2015 In Leben im Bündnis

Ein neues Heiligtum entsteht: „Auserwähltes Land“ in Talca

CHILE, Talca, von Carlos Montoya und Paulina Tapia •

Im Jahr 1992 versammelte sich eine Gruppe von Ehepaaren zum ersten Mal im Haus von Fernando Bobenrieth und Martita Kulkis, um ihren Weg in Schönstatt zu beginnen. Pater Horacio Rivas kam sehr bald dorthin; im folgenden Jahr schlossen die ersten ihr Liebesbündnis, und zwei Jahre später wurde das Wegrand-Heiligtum gesegnet.

So entstand Schönstatt in Talca, das im Leben aus dem Bündnis dreiundzwanzig Jahre hindurch durch reichliche Beiträge zum Gnadenkapital gewachsen ist, die ständig und in echter Bindung an den Gnadenort angeboten wurden.

Im Jahr 2001 begann die geistige und materielle Erarbeitung des Ortes, und Anfang 2002 erhielt die Gottesmutter hier einen Ehrenplatz. Im Jahr 2007 genehmigte der Bischof die ständige Gegenwart des Allerheiligsten Sakramentes. Seitdem nimmt uns Jesus zusammen mit seiner Mutter an, wandelt uns und sendet uns von dieser ‚Tierra Escogida‘ [dem ‚Auserwählten Land].

TalcaGrundsteinsegnung

Derzeit hat der Ort eine Kapelle mit einer Kapazität für 200 Personen, Tagungsräume für Jugendliche, Frauen- und Familien-Gliederungen, und schöne Gärten im Dienst der Kirche und der Stadt.

Es wurde Zeit, das endgültige Haus für Maria zu bauen, ihr Heiligtum „Auserwähltes Land“ in Talca! In diesem ersten Jahr des zweiten Schönstattjahrhunderts wurde damit begonnen.

Der Grundstein für das künftige Heiligtum wurde am 21. März während einer schönen und ergreifenden Zeremonie gesegnet, mit einer großen Zahl von Jugendlichen, Frauen und Familie aus San Fernando, Coricó, Talca, Linares und Santiago.

Der Grundstein wurde von Santa Cruz (einem Heiligtum, das durch ein Erdbeben zerstört wurde; Pater Kentenich hatte den Grundstein dafür gesegnet) gebracht, ein Zeichen, das uns mit dem Vater und Gründer verbindet und uns aufruft, seine Worte zur Realität werden zu lassen: „Wir wollen nicht nur uns selbst und andere erziehen; wir wollen auch der Allerseligsten Jungfrau die Gelegenheit und die Möglichkeit geben, die größtmögliche Anzahl von Menschen von hier aus zu formen und zu erziehen.“

Talca 2Eine Einladung an die gesamte Schönstattfamilie

Es war ein Tag des Himmels; Pater Miguel Kast begann mit einer Einführung darüber, was es bedeutet, ein Haus für Maria zu bauen. Dann gab es ein sehr unterhaltsames, klares und konkretes Zeugnis von Alfonso Campos, der über die Familie von Colina erzählte: „Sie haben eine kostbare Aufgabe vor sich, die heute beginnt und kein Ende hat.“ Die Arbeit für das Gnadenkapital und die Kommissionen wurden von den Verantwortlichen vorgestellt, die hart arbeiten werden bis zur Weihe des Heiligtums, voraussichtlich am 19. März 2016. Der Tag endete mit der Messe und der Segnungszeremonie. Die Anwesenden legten ihre Ideale, Opfer, Bitten, Liebesgaben und ihre Sehnsucht nach Heiligkeit zusammen mit dem Grundstein in die Erde.

Während der Zeit der geistlichen und materiellen Erarbeitung opfert die Familie von Talca, um sechs 100-Liter-Krüge als Gnadenkapital zu füllen, um Marias Fürbitte bei Jesus zu erflehen, damit er das Wunder wirkt, unser Wasser in den besten Wein zu verwandeln – unser „Auserwähltes Land“ in ein Schönstatt-Heiligtum.

Ab sofort laden wir die gesamte Schönstattfamilie ein, sich mit der Familie von Talca in diesem schönen Lebensstrom zu verbinden.

Quelle: Zeitschrift Vínculo, Mai 2015
                                                     Original: Spanisch – Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

 

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