Veröffentlicht am 15. März 2015 In Leben im Bündnis

Ich habe mich in Maria verliebt

GUATEMALA, org. Marisabel Soto ist eine Studentin aus Guatemala, die sich in Schönstatt verliebt hat, und sie träumt davon, bei der Bewegung in Guatemala mitzumachen. Nach Erhalt ihres Briefes brachte das Redaktionsteam von schoenstatt.org sie in Kontakt mit Pater Mike Rodríguez OSB, dem Initiator von Schönstatt in Esquipulas, und mit Pfr. Pater Julio Celada, der vor einigen Monaten mit der Pilgernden Gottesmutter in Alto Veracruz im Norden des Landes begonnen hat. In ihrem Brief erzählte Marisabel eine Geschichte der Begegnung mit Maria durch Schönstatt … und, indem sie auf die Solidarität der Schönstätter online zählt, vielleicht den Anfang von Schönstatt in einem anderen Teil von Guatemala, in Fraijanes, etwa 40 km südlich von Guatemala-Stadt.

Marisabel Sotos Brief an Schönstatt

Ich habe mich in Maria verliebt. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich würde. Lange Zeit glaubte ich, Maria sei nicht wichtig. Ich kannte ihre Rolle in der Heilsgeschichte nicht sehr gut oder ihre Rolle in der Kirche, geschweige denn in meinem Leben. Und das hielt mich davon zurück, Interesse an ihr oder eine Beziehung zu ihr zu haben. Zudem war das so für eine lange, lange Zeit.

Wie auch immer, jetzt kann ich mir mein geistliches Leben nicht vorstellen, ohne dass sie an meiner Seite mit mir betet, und ohne sie wäre ich nicht die Person, die ich heute bin. Was hat sich geändert?

Vor drei Jahren ging ich zum Studium an die Universität von Texas in Austin. Maria Pia und Andrea (Frauen von Schönstatt), luden mich viele Male ein zu Besinnungstagen der SUW (Schoenstatt University Women – Schönstatt-Studentinnen), und ich stimmte einmal zu, nur damit sie mich nicht wieder fragten. Es brauchte nur 48 Stunden, um überrascht zu sein … Ich habe nie so viel über den Katholizismus gelernt wie an diesem Tag. Es war mir nicht in den Sinn gekommen, dass, wenn man Maria aus dem katholischen Glauben entfernt, auch viele andere Dinge ebenfalls weggenommen werden.

Mein Leben war nicht mehr dasselbe. Ich begann mit ihr eine sehr intime und wunderbare Beziehung, und mir kommen die Tränen, wenn ich darüber nachdenke. Ich schloss mein Liebesbündnis mit ihr nach der Einweihung des Heiligtums „Bethlehem, Wiege der Heiligkeit“ im September letzten Jahres.

In diesem Jahr kehrte ich nach Guatemala, mein Herkunftsland, zurück. Ich kann nicht erklären, wie sehr es mich schmerzt, so weit von Marias Heiligtum in Austin weg zu sein. Ich würde gern jeden Tag dahingehen können und in ihrer Gegenwart bleiben. Ich kenne keine andere Bewegung in Guatemala, die Jugendliche verändert und die sie anregt, Heilige zu sein, wie Schönstatt das tut. (Und ich habe eifrig danach gesucht.)

Ich fühle den großen Wunsch in mir, Maria zu dienen und Schönstatt nach Guatemala zu bringen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass andere diese Erfahrung nicht hatten oder haben werden. Es ist dringend notwendig, diese marianische Bewegung nach Guatemala zu bringen, denn die Menschen brauchen sie.

Vor drei Monaten begann ich zusammen mit meiner Familie, Beiträge ins Gnadenkapital zu bringen, damit die Gottesmutter die Bewegung zu uns bringt. Ich habe eine Pilgernde Gottesmutter zu Hause, mit der ich die Rosenkranz-Kampagne begonnen habe. Aber in meinem Herzen fühle ich, dass wir einen Priester der Bewegung brauchen, der mit der Sendung kommt, Schönstatt und ein Heiligtum hierhin zu bringen. Derzeit haben wir einen Priester in Esquipulas (sehr weit weg von der Stadt), der uns hin und wieder besucht, aber wir brauchen mehr.

Als die 100 Jahre in Rom gefeiert wurden, sagte der Heilige Vater zur Schönstatt-Jugend folgendes:

„Ich wiederhole das oft. Eine Kirche, die nicht hinausgeht, ist eine Kirche der Snobs. Eine kirchliche Bewegung, die nicht zur Mission hinausgeht, ist eine Bewegung von Snobs. Und noch schlimmer, statt hinauszugehen und die Schafe zu suchen, um sie herzubringen, oder zu helfen oder Zeugnis zu geben, widmen sie sich dem Grüppchen, dem Kämmen von Schafen. Stimmt das nicht? Das sind spirituelle Friseure! So etwas geht doch nicht!

Eine geschlossene Kirche oder Bewegung, eine geschlossene Gemeinschaft, die wird krank. Die haben alle Krankheiten der Begriffsstutzigkeit und Halsstarrigkeit! Eine Bewegung, eine Kirche, die hinausgeht, macht Fehler. Aber es ist doch schön, um Vergebung zu bitten, wenn man sich irrt, also habt davor keine Angst. Hinausgehen auf Mission! Hinausgehen auf den Weg! Wir sind Wanderer. Aber Achtung! Die heilige Theresa riet: Unterwegs auf dem Weg, da gefällt uns ein schöner Ort und wir bleiben da, wir vergessen, dass wir weitergehen müssen.“

Ich weiß nicht, mit wem ich darüber sprechen kann, denn Schönstatt ist hier nicht sehr bekannt. Ich sende Ihnen diesen Brief, weil ich die Bewegung sehr vermisse, und ich fand heraus, dass es in Chile Patres gibt, die mehrere Länder von Amerika besucht haben. Es wäre ein Segen, wenn sie Guatemala besuchen würden, denn es ist ein schönes Land.

Es ist sehr notwendig, die Jugendlichen zu verändern und sie erkennen zu lassen, dass sie danach streben können, gute Menschen zu ein, die Heiligkeit ernst nehmen. Für Guatemala, für die Kirche und zur Ehre Gottes.

Wenn jemand weiß, mit wem ich Kontakt aufnehmen kann, um über die Möglichkeit zu sprechen, mit der Bewegung hier zu beginnen, würde ich das sehr zu schätzen wissen. Im Augenblick weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann.

Ich denke im Gebet an Sie.

Marisabel Soto

 


Marissotog@utexas.edu

Original: Spanisch – Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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