Veröffentlicht am 25. November 2009 In Leben im Bündnis

Einer steht vor deine Tür – klopft –wartet

Adventtreffen Claudia Brehm. „Einer steht vor deine Tür – klopft – wartet“: Unter diesem Motto trafen sich am 22. November 38 Kinder und 42 Erwachsene zum voradventlichen Treffen für Familien beim Heiligtum der Familie in Vallendar-Schönstatt. Und „Er“ klopfte kräftig. Auf dem Weg vom Heiligtum der Familie in Schönstatt bis hinauf zum Haus der Familie klopften 38 Kinder mit ihren Eltern sich in die Adventsvorbereitung hinein.

 


Der Voradventliche Nachmittag für Familien begann beim Heiligtum der Familie Foto: Cassio LealGott steht vor unserer Tür, der Tür unseres Herzens, der Tür unseres Ehepartners, der Tür unserer Familie, der Tür zu unserer Welt um uns. Er klopft sachte an – in der Terminflut, die uns zu erdrücken droht, im Mit- und Gegeneinander unter Eheleuten, im Familienleben, wo Freude herrscht, aber auch manchmal einer denkt, er käme zu kurz. Gottes Frage lautete immer gleich: „Darf ich herein kommen, hast du ein Plätzchen für mich?“ Zu jedem dieser Themen „klopften“ die Kinder „als Jesus“ mal mit ihren Füßen, mal mit Zungenschnalzen und besonders begeistert auf den Rücken ihrer Väter.

Was die Welt wärmer macht

Miteinander auf dem Weg: Der Advent will helfen, Türen zu öffnen. Foto:  Cassio LealKonkret wurde nach Liebestaten gesucht, die unsere Welt wärmer machen, und die in diesem Advent umgesetzt werden sollen: die Großtante besuchen, die alte Nachbarin zum Kaffee einladen, den unbeliebten Mitschüler in der Klasse einen guten Morgen wünschen, ein Licht auf ein verlassenes Grab stellen, …

Das Vertrauen wurde erprobt, in dem die Kinder hoch über den väterlichen Köpfen weitergereicht wurden, begleitet von glucksendem, fröhlich vertrauensvollem Quieken und Lachen.

Einer steht vor deine Tür – klopft –wartet. Foto: KremtzNachdem sich alle am reichhaltigen Kuchenbuffet gelabt hatten – so originell wie die Familien sind, waren auch die mitgebrachten Kuchen – beschäftigten sich die Ehepaare mit den verschiedenen Türen in ihrem Leben, sowie dem Thema Zeit finden trotz/im Advent, und dem Thema Schenken. Da bereicherte vor allem die „Übersetzung“ des Wortes schenken: jemandem zu trinken geben, den Durst stillen. Wie schenke ich, damit der Beschenkte nicht überflutet wird, sondern sein Durst gestillt wird?

Gott findet, du bist wunderbar

Pfarrer Müller aus Saarlouis, der neue Diözesanstandesleiter der Trierer Schönstattfamilienbewegung, fasste alles zusammen im Bild des mitgehenden, im wahrsten Sinne des Wortes herunter gekommenen Gottes, der nichts mehr ersehnt als unserer Liebe und nicht mehr und nicht weniger schenken möchte als seine leidenschaftliche Liebe.

Dass man mit dem gleichen Ausgangsmaterial einen Adventskalender völlig unterschiedlich gestalten kann, von außen optisch und innen mit verschiedensten Vorsätzen und gegenseitigen Geschenken, das wurde spätestens dann klar, als jede Familie mit ihrem originell individuell vollbrachten Stück zum „Bilderbuch auf Großleinwand“ kam, mit dem der Voradventsnachmittag ausklang: Gott findet, du bist wunderbar.

Vertrauen auf die Väter - Vertrauen auf Gott. Foto: Cassio Leal„Das ist doch toll, Mama, gell“, meinte der 5-jährige Florian, „dass der liebe Gott mich so lieb hat, dass er, wenn er ein Auto hätte, meinen Namen auf die Stoßstange schreiben würde. Ich schreib seinen Namen auch drauf, wenn ich später mal ein Auto habe!“

Es war offensichtlich an diesem Nachmittag: ER hat geklopft.