Fernsehturm Stuttgart

Veröffentlicht am 2022-09-29 In Kentenich

Ein anderer Blick auf Pater Kentenich: Der Architekt

P. Elmar Busse •

Wenn man mit Methoden der qualitativen Inhaltsanalyse der Kommunikationswissenschaft oder der Keyword-Recherche aus dem Marketing an die Veröffentlichungen über P. Josef Kentenich geht, dann findet man als Bildmarke oder Logo Kentenich – den schneeweißen Rauschebart, als Keywords: „baldige Heiligsprechung“, „immer“, und seit 2020: „Missbrauch“. Wir möchten in der folgenden Artikelserie einen anderen Blick auf Kentenich werfen– weder der auf den Nikolaus mit Rauschebart, noch den Heiligsprechungskandidaten, aber auch nicht den auf den des Machtmissbrauchs oder geistlichen Missbrauchs Verdächtigten. —

Diese Texte entstanden vor circa 30 Jahren. Der lange Atem der Kirche, die in Jahrhunderten atmet, erlaubt es uns, diese Texte mit leichten Aktualisierungen wieder zur Diskussion zu stellen. Wir erhoffen uns, jenseits der gängigen Attributionen, einen neuen, lebendigen Blick auf die vielschichtige Gründergestalt zu ermöglichen und dadurch die Neugier zu wecken, sich intensiver mit ihm zu beschäftigen. Wir meinen: Es lohnt sich!

Ein neuer Typ — in der Architektur

Wenn wir am Wochenende durch die Gegend fahren, können wir an irgendeinem Punkt der Fahrt sicher auf einem Gipfel in Sichtweite einen Fernmeldeturm sehen: eine schlanke Betonnadel mit „Kopf“ ragt in den Himmel. Erfunden hat diesen neuen Turmtyp der Stuttgarter Bauingenieur und Professor Fritz Leonhardt. 1954 konstruierte er für seine Heimatstadt den ersten Fernmeldeturm mit Höhenrestaurant als schlanke Betonnadel mit „Kopf“. Inzwischen hat dieser Typ weltweit Schule gemacht. Allein in Deutschland stehen über 275 solcher Türme. Kein Wunder, dass wir nicht weit fahren müssen, um einen zu sehen.

Was vielleicht nur Studenten und Leute vom Fach wissen: Professor Leonhardts 6 Bände „Vorlesungen über Massivbau“ sind inzwischen in 9 Sprachen übersetzt. Nicht nur Türme sind seine Spezialität, auch Brücken. Über 500 hat er in den vergangenen 50 Jahren gebaut. 34 Patente und Neuerungen laufen unter seinem Namen. Am bekanntesten wird uns vielleicht die kühne Zeltdachkonstruktion des Münchener Olympiastadions sein.

Obwohl dieser Mann also entscheidend die vom Menschen gestaltete Landschaft geprägt hat, ist er vielen in Deutschland kein Begriff.

Olympiastadion München

Der große Unbekannte – bis 2020

Ähnlich geht es dem Gründer Schönstatts, Pater Joseph Kentenich trotz 20 Millionen Briefmarken zu seinem 100. Geburtstag. Genaugenommen: ging, trotz vielfältiger Bemühungen seitens der Schönstatt-Bewegung, ihn bekannter zu machen. Das „glückte“ dann über Nacht am 2. Juli 2020 mit der Veröffentlichung (durch Dr. Alexandra von Teuffenbach) von Anklagen aus der Gemeinschaft der Marienschwestern wegen Missbrauchs durch den Gründer. Unbekannt, bekannt, einseitig ge- und bekannt… Wagen wir den anderen Blick.

Er hat in der geistigen Landschaft Deutsch­lands und darüber hinaus einen neuen Typ von Christ sein entwickelt. Seine Ak­zente, die er setzte, seine Methoden, die er entwickelte, seine Art Christus nachzufolgen hat Schule gemacht. Unter seinen Hän­den ist eine neue Spiritualität gewachsen. Ein Ingenieur muss die Gesetze der Statik, die Belastbarkeit der verwendeten Materialien, den Einfluss von Wind, Wärme und Kälte auf seine Bauwerke kennen und bei der Konstruktion berücksichtigen. Auf die­ser Grundlage kann er dann schöpferisch werden und Neues erfinden, wie es Fritz Leonhardt gelang.

Wer eine neue Spiritualität entwickelt, muss genau so die Über-Naturgesetze, die Größen und Grenzen des Menschen, seine Wachstumschancen, seine intellektuellen und seelischen Kräfte einerseits und die Schwachpunkte, Versuchbarkeiten, die „Fallgesetze“ der erbsündlich belasteten Natur andererseits kennen, er muss die Art und Weise, wie Gott mit den Menschen umgeht, den für Gott typischen Umgangsstil mit dem Men­schen kennen und berücksichtigen. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch der Artikel von P. Jaime Vivancos, der besonders den lernenden Kentenich beleuchtet.

Realismus bei den Akzenten kirchlichen Lebens

Es gibt kein echtes Christentum ohne die Annahme des Kreuzes einerseits sowie das Durchdrungensein von der österlichen Hoffnung andererseits. Es gibt kein echtes Christentum ohne die froh machende und Hoffnung schenkende Botschaft, dass Gott uns zuerst geliebt hat und Christus von den Toten auferstanden ist und uns allen ewiges Leben schenkt. Trotzdem ist es immer wieder im Laufe der Kirchengeschich­te passiert, dass grundlegende Wahrheiten mehr oder weniger vergessen wurden, dass Nebensächlichkeiten überbetont wurden, dass es Einseitigkeiten in der Verkündigung gegeben hat. Nur ist es sicher leich­ter, im Nachhinein die verhängnisvollen Folgen mancher Idee zu beobachten, wenn sie erst einmal die Herzen und Hirne brei­ter Schichten erfasst und geprägt hat. So lassen sich auch bei Bauwerksschäden im Nachhinein die Ursachen leichter ermitteln.

Baumängel als Analogie

Zwei Beispiele: Als die Autobahnbrücke bei Kufstein absackte, war bald klar, dass die Ursache für dieses Unglück die nicht genügend berücksichtigte Strömungsgeschwindigkeit des Inns war, der die Fundamente unterspülte. 1954 wurde in Berlin die von A. Stubbins entworfene Kongresshalle, die „Auster“, gebaut. Nach Jahrzehnten stürzte die kühne Dachkonstruktion ein. Bei der Untersuchung wurde deutlich, dass man nicht sorgfältig genug die Stahlkonstruktion mit Beton ausgegos­sen hatte, der Stahl im Lauf der Jahrzehnte durchrostete, schließlich die Spannung nicht mehr aushielt und riss.

Normandie alte Abtei in Jumieges

Alte Abtei in Jumieges, Normandie

„Ecclesia semper reformanda“ – die immer der Reform bedürftige Kirche

Andererseits ist die Geschichte der Kirche auch eine Geschichte ständiger Innovatio­nen. Die so oft totgesagte Kirche konnte sich immer wieder erneuern und zu neuer Vitalität gelangen. Dabei spielten charis­matische Gründerpersönlichkeiten eine wichtige Rolle: Ein hl. Benedikt, Franziskus, Dominikus, Ignatius v. Loyola, Phil­ipp Neri, eine hl. Hildegard v. Bingen, Te­resa v. Avila, Therese v. Lisieux haben je einen Typ der Christusnachfolge entwickelt, haben eine Trainingsschule des Christ seins entworfen, die ihre Bewäh­rungsprobe in der Praxis bestanden hat und auch heute Menschen anspricht und zur Nachfolge einlädt. Sie sind Gottes In­genieure und Baumeister in der seelischen und geistigen Landschaft der Menschheit.

Fragen wir nun nach den Kennzeichen der Spiritualität Schönstatts

  • Was ist das Neuartige, was sind traditio­nelle Anliegen in einem neuen sprachli­chen Gewand?
  • Wie knüpft der Gründer an den Grund­sehnsüchten und -anliegen des heutigen Menschen an?
  • Wie passt er die Lebensformen des Christ­seins den veränderten Lebensbedingun­gen der heutigen Menschen an?
  • Wie sieht der Typ des modernen Heili­gen aus, der in die heutige geistige Land­schaft passt?
  • Wie hat Pater Kentenich diesen neuen Typ nicht nur theoretisch dargestellt, sondern es fertiggebracht, andere zu diesen Höhen des Mensch- und Christseins zu führen?

Gewachsen — nicht konstruiert – biographische Momentaufnahmen

Kentenich

Foto: Focus Vallendar

Doch wer so fragt, fragt vom Endpunkt der Entwicklung aus. Am Anfang steht der junge Joseph Kentenich, der zwar als Christ leben will, der sogar Priester wer­den will, aber der sich so sehr in die Fra­gen nach der grundsätzlichen Erkennbar­keit Gottes hineingebohrt hat, dass sein ganzer Glaube ins Wanken gerät. Dazu kommt das Gefühl der Einsamkeit, weil er sich mit seinen Problemen niemandem so richtig verständlich machen kann.

Dazu kommt sein unbändiger Freiheitshunger, der ihn schon das Waisenhaus und die Schule als Qual erleben ließ. Mit seiner in­tellektuellen Begabung und seiner Fähig­keit, selbständig zu denken, bringt er man­chen seiner Lehrer und Professoren in Verlegenheit. Tradition ist für ihn kein Beweis. Er möchte alles selber herausfinden. Es muss ihm selber einleuchtend sein, dann kann er es akzeptieren. In all diesen Tur­bulenzen der Jugendzeit, in der er zwar viele Bewunderer, aber keine Freunde hat, bleibt etwas in der Seele im Gleichgewicht.

Das ist seine Liebe zur Gottesmutter. Auf dem Höhepunkt der Krise bringt eine tota­le Übereignung an sie die Lösung. Er kann wieder glauben. Nach seiner Priesterweihe 1910 offenbart sich zunächst in seiner Lehrtätigkeit, später in seiner Aufgabe als Spiritual ein psychologisch-pädagogisches Talent, das dem Leben, ja selbst kleinsten Lebensregungen auf die Spur kommt und sie richtig zur Entfaltung zu bringen weiß. Nach und nach wächst in großer Eigen­ständigkeit, wenn auch in ständigem Dia­log mit den gängigen psychologischen und pädagogischen Diskussionen und Lehrmei­nungen, die Erziehungs- und Glaubens­schule der Schönstatt-Spiritualität heran. Seine neuen Akzente im Gottes-, Men­schen- und Gemeinschaftsbild sind dem Inhalt nach nichts Neues. (Das kann es im christlichen Glauben auch gar nicht ge­ben.) Aber die neuartige Synthese lässt auf­horchen.

Er hat viele Probleme, mit denen sich die Mehrzahl unserer Zeitgenossen quälen und wir selbst vermutlich auch, sel­ber durchlitten und vom Glauben her eine Antwort gefunden. Das macht diese Ant­wort so interessant. Die Hand am Puls der Zeit — das Ohr am Herzen Gottes, so cha­rakterisierte Pater Joseph Kentenich selbst sein Wirken. Deshalb ist die Schönstatt-Spiritualität tatsächlich der heutigen Zeit wie aus dem Gesicht geschnitten.

Ein neuer Typ des Christseins

  • Gegenüber Vorstellungen, Gott sei tot oder nur als anonyme, unpersonale Macht zu interpretieren, kündet er einen geschichtsmächtigen, liebevoll zuvor­kommenden, barmherzigen, aber auch fordernden Gott, auf den der Mensch mit wagemutigem, vertrauensvollem, aktivem Vorsehungsglauben reagieren kann.
  • Gegenüber den unterschiedlichsten Auf­fassungen über den Menschen weist er hin auf Maria als das Bild des wahren Menschen, wie Gott ihn sich gedacht hat.
  • Zerstörerischen Tendenzen und Lebens­gefühlen gegenüber, sei es das Gefühl, eine auswechselbare Nummer zu sein, sei es, dass man sich bloß als „Produkt der Umwelt“ versteht, betont er die Indi­vidualität und Freiheit. Seine Lehre vom „Persönlichen Ideal“ hilft, eine persönli­che Mitte zu finden.
  • Seine praktischen Konsequenzen, die er aus dem Bundesgedanken, der das ganz AT und NT prägt, zieht, werten den Menschen auf zum Bündnispartner Got­tes und wecken das Verantwortungsbe­wusstsein.
  • Werkzeug zu sein in der Hand Gottes und der Gottesmutter führt zu engagier­ter Gelassenheit und überwindet Ge­fühle der Ohnmacht und Resignation.
  • Seine Betonung der Werktagsheiligkeit bewahrt vor Frömmelei, religiös ver­brämter Sensationshascherei und macht die praktische Nächstenliebe zum Prüf­stein wahrer Frömmigkeit.
  • Seine praktischen Tipps zum Leben aus dem Liebesbündnis erweisen sich auch hilfreich in der Beziehung zum Ehepart­ner, ja in vielen Formen menschlichen Zusammenlebens, sei es in der Wirt­schaft oder Politik. Stichwort: Bündniskultur.
  • Seine Reform der Gehorsamsauffassung für die Ordensleute führt zu größerer Mitverantwortung und Solidarität.
  • Seine Betonung der Freiheit führt zu dem kirchenrechtlichen Novum einer Bindung an eine religiöse Gemeinschaft bloß durch Arbeitsvertrag mit bleiben­dem Kündigungsrecht des Einzelnen.
  • Seine Hochschätzung von Spannungen als Auslöser von Bewegung und Wachs­tum führt zu neuen, föderativen Struk­turen innerhalb des gesamten Schönstatt-Werkes, das er so als Modell für die Kirche von morgen sieht.
  • Sein ständiges Suchen nach den Spuren Gottes im Leben von einzelnen und der Geschichte der gesamten Schönstatt-Bewegung sorgt in dieser schnelllebigen Zeit für die unverzichtbare Kontinuität. Man könnte diese Aufzählung noch beliebig verlängern, aber die Vielzahl der einzelnen Punkte würde wohl mehr verwirren als klarstellen.

Zwei Beispiele können etwas von dem Neuartigen illustrieren

Eine evangelisch getaufte, aber mehr oder weniger religionslos aufgewachsene Frau nahm bei einem Schönstatt-Priester Konvertitenunterricht. Ihr Mann war Schönstätter. Ca. alle 3 Wochen kamen beide zu dem Priester, dann erzählten sie, was es in der letzten Zeit an Interessantem, Schönem gegeben habe aber auch ihre Probleme, die sich eingestellt hatten. Anhand dieser kon­kreten persönlichen Erlebnisse arbeitete dann der Schönstatt-Priester mit dem Paar an der Beantwortung der Frage: Was will uns Gott durch diese Ereignisse sagen? Und sie entdeckten den Glauben als Le­benshilfe in ihrer jeweiligen Situation neu. Ein persönlich frei formuliertes Gebet im Schönstatt-Heiligtum beendete das Tref­fen. Nach einigen Monaten zog das Ehe­paar nach Bayern um. Wie wunderten sich beide, als sie um Fortsetzung des Konvertitenunterrichtes in ihrer neuen Heimat ba­ten und der dortige ältere Pfarrer Katechismusfragen beantwortet haben wollte und auch weiterhin die Konvertitenstunden Katechismusunterricht waren. Bewegungs­pädagogik, wie sie in Schönstatt üblich ist, geht von dem Vertrauen aus, dass jemand, der sich wirklich auf Gott einlässt, auch so vom Heiligen Geist geführt wird, dass die wesentlichen Fragen der Christusnachfol­ge als persönliche Fragen — entsprechend dem inneren Wachstum — sich einstellen und dann beantwortet werden können.

Bei einem Schönstatt-Manager-Forum brach­te ein Teilnehmer, der zum ersten Mal ge­kommen war sein Erstaunen zum Aus­druck: „Hätte ich das, was heute mein Kol­lege vorgetragen hat, am Sonntag von ei­nem Priester in der Predigt gehört, wäre das wirkungslos an mir abgeperlt. Aber dass man in meinem Beruf zur Optimie­rung der beruflichen Leistung mit Gott täglich eine persönliche ‚Dienstbespre­chung‘ halten kann, dass man beim Durch­sehen der Post die Frage im Hinterkopf ha­ben sollte: Was will mir Gott damit sagen, dass man sich als Werkzeug zur Verwirkli­chung der Pläne Gottes fühlen und dadurch Stress abbauen kann, dass man —um es auf einen Punkt zu bringen — den Werktag so mit Gott in Verbindung brin­gen kann, das ist richtig aufregend. Etwas skeptisch bin ich schon, ob das auch bei mir so klappt.“

Bei der Fülle dessen, was Pater Kentenich an Neuem entwickelt hat, kann wohl kei­ner so schnell sagen, er habe schon alles verstanden und noch weniger, er habe al­les schon in die Praxis umgesetzt. Ich habe einige Male Schönstatt ganz neu entdeckt; in dem Maße, wie neue Fragen in mir her­anreiften, entdeckte ich den Gründer als ei­nen, der vor mir schon dieses seelische Terrain durchstreift hatte und brauchbare Orientierungshilfen geben konnte. So möchte ich von der eigenen Erfahrung ausgehend Ihnen vorschlagen, sich auf ein kleines Dachau-Verschen von ihm zu besinnen:

Ein Vers aus Dachau
„Die andern mögen preisen ihre Kreise
und dort entfalten sich auf ihre Weise.
Für mich kann es kein größ‘res Glück hier geben,
als hoch­gemut nach unserer Art zu streben.“ (Himmel­wärts, S.149)

Seien wir doch keine geistlichen Naschkatzen, die sich in den religiösen „Waren­hausangeboten“ das ihnen jeweils Angenehmste jeweils raussuchen! Testen wir die Wirk­samkeit und Brauchbarkeit der von ihm entwickelten Schritte auf unserem Weg zu Gott! Dann sind wir tatsächlich Familie eines Reformers und Begründers einer neuen Spiritualität.

Danke, Pater Kentenich!

Wenn jemand heute telefoniert und die Stimme des anderen laut und deutlich zu vernehmen ist, wenn man im hintersten Winkel unseres Landes auch ohne „Satelliten-Schüssel“ ein gutes Fernsehbild empfängt, wenn viele Tag für Tag oder zumin­dest an den Wochenenden die schlanken Fernsehtürme sehen, dann denken sie alle vermutlich nicht an Fritz Leonhardt.

Wenn Nachbarn in einer Schönstattmutter eine Ratgeberin gefunden haben, wenn eine Schönstatt-Familie in Erziehungsfragen immer einen guten Tipp weitergeben kann und man bei ihren Kindern sieht, dass das nicht nur Theorie, sondern auch prakti­sches Können ist, wenn ein Schönstatt-Priester lebensnah predigt, werden die anderen wohl kaum an Pater Kentenich denken. Wir aber könnten uns immer dann, wenn wir merken, dass wir jemanden durch unser know how helfen konnten, bei ihm persönlich bedanken. Schließlich verdanken wir neben uns selbst und unseren Anstrengungen ihm, dass wir so geworden sind, wie wir sind — bleiben wir ruhig erst einmal in der natürlichen Ordnung und führen nicht alles gleich aufs letzte, auf die Gnade Gottes zurück. Dem Gründer dieser neuen Spiritualität verdanken wir tatsächlich viel.

Gründerwort
„Sie (die Gottesmutter) ist das Geschenk, das Gottes Weisheit, Güte und Allmacht am 18. Oktober 1914 in besonderer Weise unserer Fa­milie und durch sie erneut der Welt gegeben hat.
Was von hier aus geschaffen wurde, ist ihr Werk. …
Sie ist es, die uns den monumentalen Bau unseres aszetischen und pädagogischen Systems geschenkt (hat), das sich in feiner Weise der gottgewollten Eigenart des Individu­ums und der Gemeinschaft anpasst.
Sie hat alle Gliederungen unserer Familie den Zeitbedürfnissen entsprechend geschaffen …
Sie war dar­auf bedacht, dass wir trotz ständigen Versagens immer den Mut aufbrachten, von neuem die Hand auszustrecken nach den Sternen.“
18.10.1939, so genannte „II. Gründungsurkunde“ = Vortrag zum 25jährigen Jubiläum Schönstatts

 

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