Veröffentlicht am 28. Juli 2018 In Kampagne, Kentenich

Wie es aussieht, will Pater Kentenich raus ins Volk

ARGENTINIEN, Cristina White •

Vom 11. – 20. Juli wanderte eine Nachbildung des Handabdrucks von Pater Kentenich durch die Städte Bragado, Nueve de Julio, Trenque Lauquen und Henderson. —

Im Katakombenstil … wirklich?

Zuerst war daran gedacht, dass dieser Besuch im Rahmen der Vorbereitung der Schönstatt-Bewegung auf den 50. Jahrestag des Todes von Pater Kentenich in aller Stille stattfinden sollte, für die Leute, die eine tiefere Bindung an Schönstatt haben. So wurde in den Pfarreien dazu eingeladen, eine kleine Feier vor oder nach der Messe zu machen, bei der ein kurzer Text über den Ursprung dieser Nachbildung und was der Besuch in Blick auf die Diözese bedeutet, betrachtet werden sollte. Danach sollte, während die Leute vorgingen und ihre Hand in seine Hand legten, wenn sie es so wollten, für die Seligsprechung Pater Kentenichs gebetet werden, und wer mochte, könnte auch noch etwas ins Begleitbuch schreiben.

Pater Kentenich ist für alle

Das war der Plan. Doch wie so häufig warf Gott unsere Pläne lächelnd über den Haufen.

In den Pfarreien, wo ein oder mehrere Priester dazu kamen, waren diese die ersten, die ihre Hand in die Hand Pater Kentenichs legten; einer von ihnen sprach in der Predigt in großer Einfachheit von der Geschichte Pater Kentenichs. Sie waren beeindruckt, dass diese Hand aus Deutschland zu ihnen ans Ende der Welt gekommen war. Sie waren beeindruckt von einem Priester, einem Vater, einem Guten Hirten, der gekommen war, um sie zu besuchen, einfache Menschen vom Land…

Die Weisheit der Kinder

In jeder Gemeinde standen die Leute Schlange, und nicht nur die Schönstätter, sondern alle: Männer, Frauen, Kinder, ganze Familien, Ordensschwestern… Das Volk zeigte eine ganz natürliche geistliche Kindlichkeit gegenüber Pater Kentenich, eine Weisheit der Kinder, die aus einem gesunden Glauben heraus den Wunsch spüren, sich Zeichen zu nähern, welche die Welt der Gnade, die uns entgegenkommt, darstellen. Seite um Seite füllte sich das Begleitbuch mit Zeugnissen.

In einigen Städten wurde es auch, wie eine Missionarin sagte, „eine pilgernde Hand“, denn man brachte sie spontan zu Kranken und anderen, die nicht zur Pfarrkirche kommen konnten.

Die Eindrücke der Verantwortlichen an den verschiedenen Orten stimmten überein in der Betonung der Andacht und Ergriffenheit, die alle Erwartungen übertroffen hat.

 

Catedral de Nueve de Julio

Das Volk dem Liebesbündnis nahe bringen – an der Hand Pater Kentenichs Kentenich

Im Kentenich-Jahr bieten wir als Diözese ihm an, dafür zu arbeiten, das Volk, so wie er es gewünscht hat, auf einfache und zugleich universelle Art und Weise zum Liebesbündnis zu führen, und zwar zu einem Liebesbündnis, das Ausgangspunkt ist und nicht Prämie, ein Liebesbündnis für alle, ob sie nun zu Schönstatt gehören oder nicht. Mit einem festen Glauben an die universelle Fruchtbarkeit des Liebesbündnisses arbeiten wir als Marias Werkzeuge dafür, dass sie sich als Mutter und Erzieherin des Volkes und der Völker erweist. Was wir bei diesen Feiern an Volksfrömmigkeit und Volksglauben erlebt haben, zeigt uns Hilfe, Dankbarkeit und Begleitung Pater Kentenichs bei dieser Initiative. Er öffnet sein Vaterherz und lädt uns ein, weiter für dieses weltoffene Schönstatt im Herausgehen zu arbeiten, mit ihm und mit unserem Bischof und den Pfarrern zum Wohl unserer Diözesankirche.

 

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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