Veröffentlicht am 1. Mai 2018 In Kentenich

Schönstätter fürs 21. Jahrhundert

Wenn wir wirklich glauben, dass P. Kentenich ein Prophet war, dann sind wir uns auch darüber einig, dass er, wie alle Propheten, eine Sicht der zukünftigen Vorkommnisse hatte. Genau so, wie wir immer wieder einmal die Prophezeiungen der großen Propheten lesen und sie im Licht unserer Zeit interpretieren, so müssen wir es auch, genau so, mit Leben und Zeugnis unseres Gründers Josef Kentenich tun. —

Juan Zaforas, Madrid, Spanien, Basisteam schoenstatt.org •

 

Es ist schon ein paar Tage her, da sprachen wir im Basisteam von schoenstatt.org über ein Interview, das in der spanischen Zeitung „El País“ erschienen war, und in dem es um das Thema von Big Data und den Gebrauch von Daten aus den sozialen Netzwerken für rechtspopulistische und andere Strategien ging (Stichwort Cambridge Analytica, Facebook etc.). Da ich auch beruflich mit dem Thema zu tun habe, habe ich intensiv darüber nachgedacht und meine Überlegungen in die Runde gegeben. P. José María García und Maria Fischer ermutigten mich, tiefer zu graben, und das tat ich auch. Als Frucht dieser Überlegungen ist ein Text entstanden, der zuerst den Mitarbeitern von schoenstatt.org zur Verfügung gestellt wurde, um darüber in einen Dialog zu treten. Der Titel ist „Schönstätter für das 21. Jahrhundert“, ich denke, dass er leicht zu lesen ist, auch wenn ich dazu rate, ihn mehrmals zu lesen, um in den Kern des Themas zu kommen. Wie gesagt, ist der Text verfasst worden, um in Blick auf unserer Kommunikationsprojekt schoenstatt.org zu reflektieren und die Überlegungen darauf anzuwenden; doch wir sind überzeugt, dass es ein Thema ist, das nicht auf unser Team und unser Projekt beschränkt ist. Danke für Ihre Zeit und Ihren verantwortlichen Einsatz für die prophetische Mission P. Kentenichs und seiner Familie.

Schönstätter fürs 21. Jahrhundert

Wenn wir wirklich glauben, dass P. Kentenich ein Prophet war, dann sind wir uns auch darüber einig, dass er, wie alle Propheten, eine Sicht der zukünftigen Vorkommnisse hatte. Genauso, wie wir immer wieder einmal die Prophezeiungen der großen Propheten lesen und sie im Licht unserer Zeit interpretieren, so müssen wir es auch, genauso, mit Leben und Zeugnis unseres Gründers Josef Kentenich tun.

Lassen wir einige Abschnitte seines Lebens Revue passieren:

  • Im Jahr 1912 wird Josef Kentenich, der als Lehrer für Latein und Deutsch im Studienheim der Pallottiner im Tal von Schönstatt bei Vallendar arbeitet, zum Spiritual der Einrichtung ernannt.

Pater Kentenich hat kein Vertrauen in die pädagogischen Methoden, die im Studienheim angewendet werden und beschließt, sie zu ändern, ungeachtet der Probleme, die ihm das einbringen dürfte. Sein Ziel ist die Formung von festen, freien Persönlichkeiten, die inmitten der modernen Welt heilig leben, und er arbeitet für dieses Ziel, indem er seine Schüler zu ernster Selbsterziehung anregt und ihnen Maria als Mutter und Erzieherin gibt.

Die heutige Gesellschaft ist nicht so verschieden zu der, die Pater Kentenich vor 100 Jahren erlebte. Die Werkzeuge haben sich geändert, sie sind mächtiger, schneller und effizienter als die seiner Zeit (Internet, soziale Netzwerke, BigDAta…), aber der Grund des Problems hat sich nicht verändert. Eine uninformierte Gesellschaft, unfähig, aufgrund eigener Kriterien eine Meinung zu bilden, verbunden mit dem Fehlen grundlegender Werte. Schauen wir auf das, was damals in Deutschland und Europa passierte, und wir kommen zu dem Schluss, dass wir nicht allzu weit davon entfernt sind. P. Kentenich war das, was um ihn herum geschah, nicht fremd, und er beschloss zu handeln, zu handeln eben dort, wo er konnte und wo er seine Fähigkeiten einsetzen konnte, nämlich als Spiritual des Studienheims der Pallottiner, heißt, in seiner täglichen Arbeit und Aufgabe.

Die erste prophetische Deutung sagt uns, dass wir aus dem Alltag, aus dem Gewöhnlichen, aus unserem täglichen Tun, unserer Arbeit, unserer Aufgabe heraus handeln müssen, wie es P. Kentenich tat. Und das, indem wir die Realität, die uns umgibt, beobachten, Ziele klar machen und wo es notwendig ist, das Bekannte und Etablierte hinterfragen, veraltete Methoden über Bord werfen und all das zugleich in die Hände Gottes legen und auf die schöpferische Resultante achten. Fragen wir uns immer: „Und nun?“, nehmen wir nichts für selbstverständlich, seien wir kritisch und seien wir uns klar über unsere Ziele.

Eine zweite Deutung dieses Abschnittes liegt in dem Ziel, das P. Kentenich hatte: die Formung fester, freier Persönlichkeiten. Zweifellos wäre dies das beste Mittel gegen die entpersonalisierte Gesellschaft, in der wir leben. Erziehen, formen und lehren wir diese Gesellschaft, kritisch zu sein, frei, nicht alles zu glauben, von nichts und niemandem abhängig zu sein und erst recht nicht von den Werkzeugen, die so ausgefeilt sind wie die, mit denen wir zu tun haben. Fragen wir uns, was wir in unserer Umgebung bezüglich Erziehung und Formung der Menschen tun.

  • Mit einer Gruppe junger Schüler gründete er am 19. April 1914 eine Marianische Kongregation, angeregt von einem in der deutschen Kirche sehr populären pädagogischen Modell. Später, am 18. Oktober 1914, besiegelte er mit einer Gruppe Jugendlicher aus dieser Marianischen Kongregation eine Weihe, viel später Liebesbündnis genannt, mit Maria, der Mutter Jesu, in einer Kapelle im Garten des Studienheims, die sie zuvor als Versammlungsraum eingerichtet hatten.

Diese Episode ist der Schlüssel im Verlauf der folgenden Ereignisse und in dem, was die Grundlagen der Schönstatt-Bewegung geworden sind. Sobald P. Kentenich den Beschluss zum Handeln gefasst und sich Ziele gesetzt hatte, ist der nächste Schritt dafür zu sorgen, dass diese Jugendlichen, die ihm anvertraut waren, eine Gemeinschaft wurden, Bindungen untereinander aufbauten, Ziele teilten und Vorsätze und Projekte festmachten. Doch die Gemeinschaft ist nicht irgendeine, sondern eine Marianische Kongregation, die in einem Liebesbündnis mit Maria gipfelt. Die beste Verbündete, um die angepackte Mission durchzuführen.

Die dritte prophetische Deutung zeigt uns, dass die Aufgabe riesig ist und aufgrund unserer Begrenztheit Hilfe benötigt wird, und die erste, deren Erben wir sind, ist das Liebesbündnis. Im Maße wir es voll und ganz leben, erhalten wir einen gewaltigen Spritzer Gnade, um die Aufgabe voranzubringen. Doch vergessen wir nicht den anderen Teil der prophetischen Vision. Die Gemeinschaft der Herzen ist grundlegend, um das zu erreichen. Leben wir unser Bündnis mit Maria intensiv und entfalten wir Bindungen in unserer Gemeinschaft.

  • Im Jahr 1919 wird der Apostolische Bund gegründet mit der Absicht, das marianische Charisma über den Kreis der jungen Pallottinerstudenten hinaus zu verbreiten.

Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, in dem alles andere geschehen war als das Verlöschen dessen, was im Studienheim in Schönstatt begonnen hatte, überrascht P. Kentenich das Interesse von Männern und Frauen, die von der Existenz Schönstatts und Pater Kentenich an der Spitze erfahren hatten und sich dieser Sache anschließen wollten. P. scheint davon nicht sonderlich berührt zu sein, sondern zeigt sich vorsichtig und zurückhaltend. Einer dieser Momente wird in Hörde erlebt, wo er selbst nicht einmal teilnimmt und wo der Keim dessen aufgeht, was einmal die Bewegung und der Bund sein werden.

Vierte prophetische Deutung. Man muss sich von Gott überraschen lassen und ihm wie ein Kind vertrauen. Werden wir Kinder vor Gott und lassen wir uns überraschen.

  • In den dreißiger Jahren erregt die Bewegung, die um P. Kentenich wächst, die Aufmerksamkeit des Naziregimes, dem sich P. Kentenich vom ersten Augenblick an durch konstante, heftige Kritik widersetzt hatte. Im Gegensatz zur Pädagogik der gesellschaftlichen Vermassung durch die Nationalsozialisten empfiehlt P. Kentenich eine Pädagogik der inneren Freiheit und persönlichen Entscheidung, die sich nicht blind irgendeiner Ideologie unterwirft, sondern die individuelle Freiheit und die Gewissensfreiheit jedes einzelnen garantiert,  im Licht des Glaubens und der marianischen Erziehung.

Wenig können wir dem hinzufügen, was in dieser Etappe geschieht. P. Kentenich hat bereits eine große Bewegung, ein Liebesbündnis mit Maria und klare Ziele. Er kann nur noch handeln auf die Gefahr hin, dass es Konsequenzen für Leib und Leben haben wird, doch er entscheidet sich für den Sprung ins volle Risiko, um eine kranke Gesellschaft zu retten, eine Gesellschaft, die man, wie er überzeugt ist, nur durch die Formung von starken, widerständigen und freien Persönlichkeiten retten kann. Er wiederholt das Schema, das er bereits im Studienheim angewandt und erprobt hat, nur dass er jetzt einer viel komplexeren Gesellschaft gegenübersteht, als es eine Gruppe Jugendlicher war, und vor allem einer Autorität wie dem Nationalsozialismus anstatt seiner Vorgesetzten.

Fünfte prophetische Deutung. Die Ziele sind von Anfang an klar und bleiben die gleichen, die Verbündeten sind grundlegend – das Liebesbündnis mit Maria und die Gemeinschaft -, doch jetzt braucht es viel mehr Mut und Kühnheit, um zu handeln. Das Szenario ist anders und komplexer, doch P. Kentenich geht das Risiko ein, geht heraus aus der Komfortzone und kommt erneut dem Etablierten in die Quere. Handeln wir mit Entschiedenheit und Mut, auch wenn das Schwierigkeiten bedeutet.

  • Nachdem er einen Exerzitienkurs für Priester gehalten hatte, wurde Josef Kentenich im Jahr 1941 ins Gefängnis in Koblenz gesteckt und im Jahr darauf ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Wie Pater Kentenich nahestehende Personen berichten, ergab sich für ihn die Möglichkeit, der Einlieferung ins Konzentrationslager durch etwas Einflussnahme zu entgehen, doch laut seinem eigenen Zeugnis Jahre später sah er einen Gang ins Konzentrationslager als Gottes Plan für ihn, um sich als Lösepreis anzubieten für Heiligkeit und innere Freiheit der Schönstätter und Deutschlands. Aus seiner Sicht des Glaubens war sein Gang nach Dachau in den Plänen Gottes als Mittel zur eigenen Heiligung und der Heiligung seiner spirituellen Familie, der Schönstattfamilie. Am 20. Januar 1942 verzichtete Josef Kentenich auf die Möglichkeit, Dachau zu entgehen, und wurde wenige Wochen darauf dort eingeliefert, wo er das Leiden von Tausenden von Juden, politischen Häftlingen und anderen vom Hitler-Regime als gefährlich eingeschätzten Menschen, darunter auch zahlreiche Priester und Bischöfe, teilte.

Wir erleben hier sicher einen der schwierigsten Momente in der Geschichte P. Kentenichs und der Schönstatt-Bewegung. Sein Leben stand auf dem Spiel und alle Pläne könnten sich von einer Sekunde auf die andere in Luft auflösen. P. Kentenich sieht diese Episode als eine Stimme Gottes und tut nichts, um das Geschehen zu vermeiden, er sieht es als Gottes Plan für sich und die Seinen.

Die sechste prophetische Deutung zeigt und, wie ein P. Kentenich fähig ist, die Stimme Gottes zu hören und seine Pläne zu deuten, trotz der Bosheit, die diese Situation hervorgebracht hat. Es ist klar, dass Gott sich jeder Situation bedienen kann, sei sie gut oder schlecht, um seine Pläne mit jedem von uns durchzuführen. Wir sind Werkzeuge in seiner Hand, die frei handeln müssen, so und wie P. Kentenich es tat, und versuchen zu müssen, den Plan, den Gott mit uns hat, zu erkennen. Hören wir auf die Stimme Gottes und handeln wir nach entsprechender Unterscheidung der Geister aus unserer persönlichen inneren Freiheit.

  • Der enorme spirituelle Einfluss, den P. Kentenich in den Jahren nach dem Konzentrationslager gewonnen hatte, wie auch die tiefe Gebundenheit großer Teile seiner Gründung an ihn, begannen Unverständnis gegenüber ihm und seinem Werk zu erzeugen – und zwar innerhalb Schönstatts wie auch bei den kirchlichen Autoritäten. Die pädagogischen Methoden der Schönstatt-Spiritualität wurden von verschiedenen Seiten aus hinterfragt, da sie im krassen Gegensatz zu den pädagogischen Modellen der vorkonziliaren Kirche standen. Wenn auch zahlreiche kirchliche Autoritäten in den dreißiger Jahren an den Priesterexerzitien Schönstatts teilgenommen und sich sogar seiner marianischen Spiritualität angeschlossen hatten, so empfanden einige dieses Schönstatt Pater Kentenichs als wenig traditionell, und forderten eine kirchliche Visitation Pater Kentenichs und der Schönstatt-Bewegung. Die Ergebnisse der Visitation hätte vermutlich jeder als vollen Erfolg bezeichnet, da alle Inhalte damit die Spiritualität der Bewegung rundum bestätigt wurden, bis auf eine Randnotiz, in der es hieß, dass einige pädagogische Methoden vielleicht noch einmal überprüft werden sollten. Pater Kentenichs Antwort ließ nicht auf sich warten: für ihn waren die hinterfragten Methoden gerade die Säulen des Charismas der Bewegung und die Garantie für eine „organische“ Glaubenserziehung, um die es ihm schon so lange ging. Die Visitation wurde Anlass für einen intensiven Briefwechsel seitens P. Kentenichs mit den kirchlichen Autoritäten, in denen er die Bedeutung der hinterfragten Punkte betonte und argumentierte, dass deren Nichtverstehen eine Folge von Versagen im Glaubensverständnis durch die kirchliche Autorität vor dem II. Vatikanischen Konzil sei. Wenn auch heute alle seine Korrekturen bewundert (wenn auch nicht unbedingt umgesetzt) werden und sogar in der Abfassung einiger Dokumente des Konzils herangezogen wurden, waren sie damals, 1949, Ursache eines großen Unbehagens, und die Härte, mit der Pater Kentenich in einigen Punkten argumentierte, bewirkten bei einem Teil der kirchlichen Autoritäten Wut und Ärger. Pater Kentenichs Antwort wurde als unverhältnismäßig in Bezug auf die Einfachheit der kirchlichen Empfehlung angesehen, sein kritisches und engagiertes Verhalten verstanden einige als Frontalangriff, und so wurde ohne weitere Begründung beschlossen, Josef Kentenich von der Schönstatt-Bewegung zu trennen, bis bestimmte Punkte geklärt seien. Die Trennung von seinem Werk sollte weit entfernt von irgendeinem Schönstatt-Zentrum durchgeführt werden, und so wurde er Gast seiner pallottinischen Mitbrüder in der Stadt Milwaukee in den USA. Die Disziplinarmaßnahme wurde zu einem Exil, und bestimmte problematische Themen verlängerten das Leid auf die schmerzhafte Dauer von 14 Jahren.

Wenn es irgendein prophetisches Geschehen gibt, dann ist es zweifellos dieses. P. Kentenich zeigt uns während dieser Phase mindestens zwei wichtige Punkte. Der erste ist, den Prinzipien treu zu bleiben, die Grundlage deines Lebens und deiner dir gestellten Ziele sind. Aus seiner Freiheit und trotz aller damit verbundenen Folgen bleibt er in seiner Wahrheit, und niemand kann ihn dazu bringen, diese zu verändern. Die zweite Lehre, die gezogen werden kann und muss, ist das Akzeptieren der Konsequenzen seiner Entscheidung, was nicht weniger als ein Exil von 14 Jahren und die Trennung von seinem Werk bedeutete. Zwei Haltungen, die uns eine klare Botschaft über seine prophetische Vision geben.

Die siebte prophetische Deutung spricht darüber, die Prinzipien zu bewahren, auch wenn dies für uns Konsequenzen haben und unser Leben schwer machen wird. Seien wir unseren Prinzipien bis zum Ende treu, ohne bei den Konsequenzen stehen zu bleiben, die das für uns haben kann.

  • Die von ihm selbst gewählte Inschrift auf seinem Grab ist eine Zusammenfassung der grundlegenden Haltung, die sein Leben und sein Werk aus seinem tiefsten und ehrlichsten Herzensanliegen leitete: “Dilexit Ecclesiam”, übersetzt aus dem Lateinischen: „Er liebte die Kirche“.

Wir nähern uns der letzten Episode dieses nicht allzu ausführlichen Abrisses des Lebens des Gründers der Schönstatt-Bewegung, den wir mit seiner Grabinschrift beschließen, die sein Leben zusammenfasst und ihm Sinn gibt: Dilexit Ecclesiam. Diese beiden Worte enthalten die prophetischste Botschaft von allen, die wir durch sein Leben und sein Werk erhalten. Nichts davon hätte Sinn, hätte er es nicht aus Liebe zur Kirche getan, die ihn mehr als fragwürdige Entscheidungen gegen ihn annehmen ließ, ohne jemals das Gefühl zu schmälern, dass er das alles für die Kirche getan habe.

Die achte und letzte prophetische Deutung hat etwas zu tun mit seiner bedingungslosen Liebe zu Kirche, die über allem steht. Lieben wir die Kirche über alles, auch wenn wir manchmal nicht alle ihrer Entscheidungen teilen.

Wenn wir nun die acht prophetischen Stimmen, die wir der Betrachtung des Lebens und Wirkens Pater Kentenich erarbeitet haben, zusammennehmen, haben wir ein konkretes Arbeitsschema vor uns:

  1. Fragen wir uns immer: „Und nun?“, nehmen wir nichts für selbstverständlich, seien wir kritisch und seien wir uns klar über unsere Ziele.
  2. Fragen wir uns, was wir in unserer Umgebung bezüglich Erziehung und Formung der Menschen tun.
  3. Leben wir unser Bündnis mit Maria intensiv und entfalten wir Bindungen in unserer Gemeinschaft.
  4. Werden wir Kinder vor Gott und lassen wir uns überraschen.
  5. Handeln wir mit Entschiedenheit und Mut, auch wenn das Schwierigkeiten bedeutet.
  6. Hören wir auf die Stimme Gottes und handeln wir nach entsprechender Unterscheidung der Geister aus unserer persönlichen inneren Freiheit.
  7. Seien wir unseren Prinzipien bis zum Ende treu, ohne bei den Konsequenzen stehen zu bleiben, die das für uns haben kann.
  8. Lieben wir die Kirche über alles, auch wenn wir manchmal nicht alle ihrer Entscheidungen teilen.

Wenn wir nun diese acht Haltungen in Blick auf unser Leben, auf unsere Gruppe, auf unsere Gemeinschaft oder Gliederung, auf unsere Projekte, zum Beispiel schoenstatt.org, betrachten, können wir sehen, ob wir auf der Linie der prophetischen Vision unseres Vaters und Gründers sind; eine ehrliche Analyse wird uns erlauben, das Wesentliche in Blick auf die konkrete Zeit, in der wir leben, zu aktualisieren. Das 21. Jahrhundert Schönstatts.

Schönstatt fürs 21. Jahrhundert – Juan Zaforas, Basisteam schoenstatt.org (pdf)

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org – made with much joy

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1 Responses

  1. … und gelesen mit ganz viel Freude!

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