Veröffentlicht am 2020-04-23 In Solidarisches Bündnis, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Wir bleiben im Haus. Und da passiert etwas.

PARAGUAY, Martín Pereira •

In der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Paraguay teilen die Missionare täglich digital einen Rosenkranz. Sie erreichen Teilnehmerzahlen, die sie nur selten bei einem Präsen- Rosenkranz hatten. Am 15. April krönten viele in ihren Häusern, verbunden mit den Heiligtümern in Tuparenda, Asunción und Ciudad del Este, die Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt zur Königin der Gesundheit.  —

In Paraguay, einem kleinen Land im Herzen Südamerikas, sind wir von den Gesundheitsproblemen, die die ganze Welt betreffen, nicht ausgenommen. Im Vergleich zu unseren Nachbarn sind wir ein wenig besser dran und weit entfernt von der aktuellen Situation auf dem alten Kontinent und in Asien, was zum Teil auf die schnellen Entscheidungen zurückzuführen ist, die die Landesregierung seit dem 10. März getroffen hat, als der erste Fall von Covid-19 identifiziert wurde. Seitdem ist das Land in eine obligatorische Quarantäne eingetreten, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bis heute haben wir etwas mehr als 200 Fälle von Betroffenen im Land identifiziert, und wir bedauern den Tod von sieben unserer Landsleute.

Eine obligatorische Quarantäne erfordert wirtschaftliche Kapazität, um fortbestehen zu können, was in einem Land, in dem die Arbeiterklasse vorherrscht und das zu den ärmsten des Kontinentes gehört, eine große Herausforderung darstellt. Wir befinden uns in schwierigen Zeiten, in Angst und Unsicherheit, die zweifellos unseren Glauben auf die Probe stellen. Pater Kentenich sagte uns, dass Gott ein Vater der Güte ist, und alles, was er für uns im Sinn hat, ist zu unserem Wohl, auch wenn wir es manchmal nicht verstehen können.

Jeden Tag ein gemeinsamer Rosenkranz

Inmitten so vieler Bitten um Hilfe, Verzweiflung und sogar Ungeduld aufgrund der Enge kommt das Handeln der Kirche durch die verschiedenen sozialen Netzwerke ans Licht. Es fällt auf, dass an den verschiedenen Eucharistiefeiern in digitaler Form 1.000 oder 1.500 Personen teilnehmen, was bei physischer präsenz sehr schwierig zu erreichen wäre.

In der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter haben wir vorgeschlagen, den Rosenkranz jeden Tag um 20.30 Uhr digital zu verbreiten, wo durchschnittlich 70 Personen anwesend sind, auch Zahlen, die bei einem üblichen Rosenkranzgebet schwer zu erreichen sind.

 

Eine selbstgemachte Krone für die Königin der Gesundheit

All diese digitalen Verbindungen und Interaktionen ermöglichen es uns, aus der Ferne näher zu sein als zuvor. Wie damals, als P. Kentenich im Konzentrationslager Dachau eine große Hungersnot durchmachte und Maria zur Brotmutter erwählt wurde, damit sie ihre Kinder, die Nahrung brauchten, versorgen konnte, so wurde nun in der Koordinationsstelle der Schönstatt-Bewegung eine Krönungsströmung der Gottesmutter als Königin der Gesundheit lanziert. Heute, da wir alle versuchen, Gesundheit zu erhalten, gehen wir mit Zuversicht zu ihr.

In früheren Momenten der geistlichen Vorbereitung beteten wir den Rosenkranz täglich als Beitrag zum Gnadenkapital für die Krönungen. Es war auch sehr kreativ, die materielle Krone während der Tage der Quarantäne mit den Materialien zu basteln, die man zu Hause hat, ohne die Möglichkeit, die schönste Krone zu kaufen, so wie es auch in Dachau geschah.

 

Wenn es in Dachau nicht am Brot mangelte, so fehlt es jetzt auch nicht an der Gesundheit

Der geplante Tag kam, der 15. April, der genau auf einen Mittwoch fiel, den Tag, an dem die glorreichen Geheimnisse betrachtet werden und der mit der Krönung der Jungfrau Maria zur Königin und Herrin der ganzen Schöpfung endet. Über die Facebook-Seite des Santuario Jóven von Asunción konnten wir einer sehr bewegenden Zeremonie beiwohnen, die von Pater Martin Gómez geleitet wurde, in der die spirituelle Atmosphäre auf ein Maximum gesteigert wurde und in Tausenden von Häusern gleichzeitig die Krönung der Gottesmutter von Schönstatt stattfand. Ich stelle mir Marias Herz vor, gekrönt als Königin der Gesundheit. Sie, die mächtige Bittstellerin, hörte den Ruf um ihre Fürsprache in dieser schrecklichen Gesundheitssituation.

Minuten später trafen in den verschiedenen Gruppen von WhatsApp Fotos von Hunderten von Hausheiligtümern ein, an denen sie gekrönt worden war. Familien, die in einer festlichen Atmosphäre lebten, wo doch Momente der Freude nach so vielen Klagen schon fast merkwürdig sind, schöne hausgemachte Kronen, wo die Kreativität die Liebe zur Mutter und Königin, der Königin der Gesundheit, inspirierte, die ihre Verbündeten darum baten, für uns, für unsere Lieben, für unser Volk zu beten, dass es an Gesundheit nicht mangeln würde, so wie es in Dachau, nach dieser Zeremonie, überraschenderweise auch nicht an Brot fehlte.

 

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