Veröffentlicht am 2015-11-15 In Solidarisches Bündnis

Im solidarischen Bündnis mit Paris

Redaktion schoenstatt.org •

Wir alle sind Paris. Wir alle sind Frankreich. „Ich bin noch ganz schockiert angesichts der Ereignisse in Paris, es ist unfassbar, was Fanatismus anrichten kann“, so eines der Redaktionsmitglieder von schoenstatt.org. Es fällt schwer, weiterzuarbeiten. Worte fehlen in Momenten wie denen von Freitagabend, Momenten von Horror, Schmerz, Tod, verursacht v0n blindem Hass. Und es sind Momente, in denen man Solidarität spürt, spontane, natürliche, menschliche Solidarität, das starke und irgendwo auch hilflose Bedürfnis, den Schmerz mit den Menschen in Paris zu teilen. Selbst wenn sogar in solchen Momenten dumpfe Propaganda gegen Flüchtlinge Kapital aus solchen Taten zu schlagen versucht.

„Ich bin bewegt und betrübt und verstehe das nicht, aber es sind ja auch schwierig zu verstehende Dinge. Ich fühle mich den Franzosen nahe, den Familien der Opfer und ich bete für sie alle“: Papst Franziskus reagierte an diesem Samstag in einem kurzen Interview mit dem Sender TV2000 auf die Terroranschläge von Paris. Es sei ein Stück von dem „Dritten Weltkrieg“, von dem er immer wieder spreche, so der Papst. Für solche Taten könne es keine Rechtfertigung geben, „weder eine menschliche noch eine religiöse. Das ist nicht menschlich, was da geschieht.“

Mit Bestürzung hat der gesamte Vatikan die Nachrichten von den Terroranschlägen von Paris zur Kenntnis genommen, bei denen es mindestens 120 Tote gegeben hat. Das sagte an diesem Samstag Morgen Papstsprecher Pater Federico Lombardi gegenüber Radio Vatikan. „Der Vatikan verfolgt die Entwicklungen, wir sind erschüttert von diesem neuen Ausbruch von terroristischer Gewalt und von Hass, welchen wir aufs schärfste verurteilen, gemeinsam mit dem Papst und allen friedliebenden Menschen. Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit und verlangt nach einer klaren und solidarischen Entscheidung aller, um der Ausbreitung des mörderischen Hasses in all seinen Formen entgegen zu treten. Wir beten für die Opfer und die Verletzten und für das ganze französische Volk.“

Verbunden im Gebet

Der französische katholische Fernsehsender KTO rief sein Publikum auf, in der Nacht von Freitag auf Samstag von der Erscheinungs-Grotte in Lourdes aus für die Opfer der Attentate von Paris  zu beten.

Dank Liveübertragung konnten Menschen in ganz Frankreich und darüber hinaus dem Gebet im berühmtesten Heiligtum Frankreichs folgen, dort, wo Maria im Jahr 1858 der schlichten Bernadette Soubirous erschienen ist.

In allen italienischen Kirchen wurde am heutigen Sonntag für die Opfer der Anschläge in Paris gebetet.

„Wir sind tief erschüttert über die hasserfüllte Welle der Gewalt in Paris. In diesen Stunden gilt unsere Anteilnahme den Opfern und Angehörigen. Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten. Wir beten für die Opfer!“, so Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Erzbischof Dr. Reinhard Marx. „Die Anschläge von Paris sind letztlich ein Anschlag auf alle Menschen und auf Europa. Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen.“
Wir sind alle Paris. Beten wir für die Toten, die Verletzten, die Ärzte, die Helfer, die Familien in Angst… Beten wir in unseren Heiligtümern, im solidarischen Bündnis mit Paris, mit Frankreich, so die oben erwähnte Redakteurin, beten wir für alle Menschen dieser Erde, die Opfer werden von Hass und Fanatismus.

Fotos: Twitter

Original: Spanisch. Übersetzung: M. Fischer/schoenstatt.org

Schlagworte: , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.