Veröffentlicht am 12. Juni 2015 In Solidarisches Bündnis

Im Zeichen der Krüge – im solidarischen Bündnis mit Burundi

Rom – Belmonte, von Maria Fischer •

Dienstag, 9. Juni 2015, Gewitterregen am Ende eines heißen Sommertags in Rom. Es könnte nicht einfacher und schlichter sein. Im Matri Ecclesiae-Heiligtum in Rom ist eine Handvoll Menschen zur heiligen Messe versammelt, ein Argentinier, Brasilianerinnen, Deutsche, Italiener und ein vor dem Regen ins Heiligtum geflüchteter junger Spaziergänger aus der Ukraine. Wie immer stehen zwei Krüge vorne im Heiligtum – der große vom Heiligtum in Tuparenda, Paraguay, gefüllt mit unzähligen Zetteln mit Beiträgen zum Gnadenkapital, und der kleine Krug aus Costa Rica, der immer wieder für die Kollekte genutzt wird. Doch da ist ein weiterer Krug, der eigentlich gar kein Krug ist, sondern ein Korb, und der kommt aus Burundi.

Verbunden mit Burundi

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Ganz bewusst hat Rektor Daniel Lozano diesen Krug ins Heiligtum geholt. Schon vor einiger Zeit hat Sarah-Leah Pimentel aus Südafrika auf schoenstatt.org zum Gebet für Burundi aufgerufen. Sie macht beruflich Medienbeobachtung zu Krisen in Afrika, und die Berichte aus Burundi sind alarmierend – gescheiterter Putsch, verschobene Wahlen, Exekutionen, Entführungen und Folter der regierungstreuen Imbonerakure-Milizen, seit Wochen geschlossene Schulen, Engpässe bei Benzin und Lebensmitteln, 40 Tote seit dem Putschversuch, und: 110.000 Menschen haben seitdem aus Angst das Land verlassen. 110.000 Flüchtlinge, die in den Nachbarländern Zuflucht suchen und nicht wissen, ob und wann sie zurückkehren können.

Der zuständige UNO-Kommissar äußerte in dieser Woche, es bestehe die Gefahr, dass der Machthunger weniger Kämpfer Burundi „zurück in den Bürgerkrieg katapultiert“.

Wer ins Heiligtum kommt, wird an Burundi erinnert

Jetzt steht der Krug von Burundi im Heiligtum in Belmonte, und wer ins Heiligtum kommt, wird an Burundi erinnert, betet vielleicht, legt einen Zettel mit einem Beitrag ins Gnadenkapital in diesen Krug, wird Teil von diesem weltweiten Netzwerk der Solidarität, das im Liebesbündnis seine Wurzel und Kraftquelle hat.

Nicht jeder kann physisch ins Heiligtum in Rom pilgern.

Wer der Gottesmutter und den Menschen in Burundi, von denen so viele im Liebesbündnis mit ihr leben und so unendlich viel für den Frieden getan haben, der jetzt zerbricht, sagen möchte, dass er Burundi im Herzen trägt, kann seinen Zettel virtuell in den Krug legen:

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WIR SIND BURUNDI

Mein Gebet, mein Beitrag für Frieden in Burundi - im Krug aus Burundi im Matri Eccelsiae-Heiligtum in Rom

 

Solidarisches Bündnis. Wir sind Burundi.

 

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