Veröffentlicht am 2014-02-21 In Solidarisches Bündnis

„Und vielleicht noch darüber hinaus“: Ukraine, Zentralafrika, Venezuela, Ceuta, Lampedusa …

mda. Facebook kauft Whatsapp, der Karneval geht in den Endspurt, Doping in Sotschi, am Urheiligtum werden Bäume gefällt:  Themen, die in diesen Tagen die Medien,  soziale Netzwerke und Gespräche  zum Glühen bringen… Und es gibt die ungeheure Gestaltungskraft der Solidarität, des solidarischen Bündnisses, die Blick und Herz „vielleicht noch darüber hinaus“, hinaus über das ganz eigene, das ganz unmittelbar Bewegende hinausgehen lässt. Da verunglücken Angehörige einer Schönstattfamilie aus Deutschland in Argentinien, und innerhalb von 24 Stunden bebt das Internet vor Angeboten deutschsprechender Priester und Laien, Grüßen voller Trost und Anteilnahme und vor allem Gebete, nicht nur in Argentinien und Deutschland, sondern auch in Spanien, Portugal, Paraguay, Brasilien, Südafrika … – „Das Ostkreuz im Heiligtum in Belmonte kommt aus Kiew“, sagt Rektor Stephan Müller im Gespräch mit schoenstatt.org. „Das regt uns sofort an zum solidarischen Gebet für die Menschen auf dem Maidan und in der ganzen Ukraine.“

Er verfolge die Ereignisse in der Hauptstadt Kiew „mit besorgtem Herzen“, sagte Franziskus bei seiner Generalaudienz am letzten Mittwoch auf dem Petersplatz. „Ich ermutige alle Parteien, alle Gewalt zu beenden und die Eintracht und den Frieden für das Land zu suchen.“ Er sei dem ukrainischen Volk nahe und bete für die Opfer der Gewalt und ihre Familien sowie für alle Verletzten.

Schönstätter in Belmonte und in aller Welt lassen ihn nicht allein mit seinem Gebet für die Ukraine. Und mit seinem Gebet für die Menschen in den vielen anderen Ländern, in denen Krieg und Bürgerkrieg töten und verletzen und in Jahren aufgebaute Existenzen vernichten, Menschen von einem auf den anderen Tag  „Eigentum, Heimat, Freiheit, Recht und Gerechtigkeit“ (so schildert Pater Kentenich das KZ Dachau)  verlieren, wo schreiende Not Menschen dazu bringt, auf lebensgefährlichen Wegen auszuwandern: Zentralafrika, Süd-Sudan, Venezuela, Syrien, Ceuta, Lampedusa…

Wir bringen sie ins Urheiligtum

Morgen wird mit den Gebeten und Gaben, Bitten und Versprechen aus der ganzen Welt, die Woche für Woche ins Urheiligtum getragen werden, auch ein Blatt in den Krug gelegt mit diesen Themen, die solidarisch-weite Herzen in diesen Tagen bewegen. Vielleicht waren noch nie so viele Menschen und sicher noch nie so viele Menschen in Lebensgefahr und Existenznot zusammen im Urheiligtum. Und vielleicht öffnen sich die Türen vieler anderer Heiligtümer für sie und für Franziskus und die Kardinäle der Weltkirche, die in diesen Tagen in Rom um die Zukunft der Familie und eine Pastoral voller Liebe, Barmherzigkeit  und Solidarität ringen.

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